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Svenja Tannheimer
Online Kommunikation
Novize Ludovicus, der brillante Sepp Dornach, musste in diesem Jahr schon auf dem Weg zur Bühne schwer den Kopf über die sündigen Oberstdorfer schütteln. Kein Wunder, wurde er doch von Frater Gallus ermahnt, die Oberstdorfer wieder in die richtigen Bahnen zu bringen.
Alles was die südlichste Gemeinde Deutschlands im letzten Jahr - vor allem touristisch - beschäftigte, wurde dann aufs Genauste durchleuchtet und die Verantwortlichen mit einem Augenzwinkern auf der Bühne zur Rede gestellt.
Nachdem ein unmoralisches Angebot aus Fischen in Form einer Maß Bier von der OTG-Chefin Heidi Thaumiller gegen einen Hirsch-Bock ausgetauscht wurde, startete Ludovicus sportlich in den Abend. Bei einer Schlittenfahrt, auf dem von ihm eigens mitgebrachten Hornarschlitten, wurden die Aufgaben dem auf die Bühne zitierten Bobteam klar zugeteilt. Als Lenker wurde Otto-Mäx Fischer, der Mann der keine Führungaufgabe scheut, bestimmt. Dahinter, fand als TeamGeistlicher, Pfarrer Guggenberger seinen Platz. OTG-Chefin Heidi Thaumiller übernahm mit einem Schmunzeln den Part der „Lückenbüßerin“ und Herr Bürgermeister Mies durfte als „erfahrener Bremser“ am hinteren Ende sitzen um darauf zu achten, dass Otto-Mäx Fischer nicht wieder über das Ziel hinausschießt. Passend zu dieser Schlittenpartie verriet Ludovicus vertrauliche Informationen zu einer geplanten Bobbahn im Faltenbachtobel. Angeblich möchte Oberstdorf so doch noch eine Chance als Olympia-Austragungsort bekommen.
Herrn Haid, dem Kleinwalsertaler Bürgermeister, wurden fähige Oberstdorfer Touristiker ans Herz gelegt. Mit dem Fachwissen aus Oberstdorf könnte man eine Carmina Burana-Aufführung am Gottesackerplateu zur Eröffnung des Ifen 200 Gebietes durchaus erfolgreich organisieren. Dieses Angebot verschmähte Andi Haid jedoch.
Den Abschluss bildeten die eigens für Oberstdorf geschriebenen Passionsspiele.
Kaiser Augustus (Bgm. Mies) lud hier zur Bürgerversammlung anstatt zur Volkszählung ein. Gemeinderat Peter Titzler, der den Petrus gab, informierte ihn hier über einen Bürger der sich zum Dorfkaiser ernannt hat. Diese Rolle übernahm Otto-Mäx Fischer. Am Höhepunkt des Stücks wurde dieser dann von Judas, gespielt vom Gemeinderat Martin Ress, am Kragen gepackt. Schlichtend griff an dieser Stelle der einzige Schriftgelehrte des Volkes, Guggy Papyrus (Pfarrer Guggenberger) ein und forderte die Beteiligten mit versöhnlichen Worten auf einen gangbaren Weg zu suchen. „Bloß wenn Ihr das tut, kommt Oberstdorf wieder in die richtigen Bahnen, für heute und für morgen und in Ewigkeit - Amen.“