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        <title>Chronik (Oberstdorf)</title>
        <link>http://www.oberstdorf.de/dorf/chronik/</link>
        <description>Hier finden Sie die geschichtliche Entwicklung Oberstdorfs. Gehen Sie mit uns auf Zeitreise und stöbern Sie in Ereignissen vergangener Tage.</description>
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            <title>Chronik (Oberstdorf)</title>
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            <title>Chronik › Prinzregenten Luitpold-Denkmal</title>
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            <description>im Jahre 1912 errichtete der Markt Oberstdorf in Dankbarkeit dem Regenten ein Denkmal.</description>
            <content:encoded><![CDATA[<a href="http://www.oberstdorf.de/dorf/chronik/prinzregenten-luitpold-denkmal.html"><img src="http://tramino.s3.amazonaws.com/s/oberstdorf/18368/150.jpg" alt="Prinzregent Luitpold"  title="Denkmal des Prinzregenten Luitpold" width="150" height="200" /></a><br/><br/><b>im Jahre 1912 errichtete der Markt Oberstdorf in Dankbarkeit dem Regenten ein Denkmal.</b><br/><br/>
Nach einem Gemälde von Defregger fertigte der Bildhauer Abt ein kupfergetriebenes Standbild, das den Regenten überlebensgross darstellt. (Standort: Ludwigstrasse/Ecke Prinzenstrasse)  Prinz Luitpold von Bayern(ab 1886 Prinzregent) pachtete 1851 die Oberstdorfer Gemeindejagd an und begann sofort mit einer gezielten Hege des  gesamten Wildbestandes.  Die ständige Präsenz der Wittelsbacher wurde 1856 durch den Bau des  kgl. Jagdhauses am südl. Ortsrand dokumentiert. Als nach König Ludwig II  Tod 1886 der Prinz als Prinzregent des Königreiches Bayern Verweser  wurde, konnte der 67 jährige, der die Einsamkeit liebte, nicht mehr  durch die stillen Bergwälder streifen. Staatsgeschäfte hielten den Regenten in der Landeshauptstadt fest.  Die zur Tradition gewordene Praktik, dass am Geburtstag des Prinzregenten  (12. März) schulfrei war und jedes Schulkind eine Wurst, Brot und (ab  der 3. Schulklasse) 1/4 l Bier bekam, liess den Regenten auch bei den  Jüngsten hochleben.  Nach dem Tode des Regenten (12.12.1912) setzte dessen Sohn, der spätere  König Ludwig III von Bayern die Jagdtradition in Oberstdorf bis zum  Jahre 1918 fort. Kronprinz Rupprecht und Prinz Franz waren Jagdherren  späterer Jahre.  Im Jahre 2000 wurde das kgl. Jagdhaus renoviert und beherbergt nun das  Restaurant Königliches Jagdhaus, sowie im Sommer einen Biergarten.

Prinzen Kreuz im Oytal

Nach Überlieferung durch die Geschichtsschreibung befand sich Prinzregent Luitpold Ende des letzten Jahrhunderts im Oytal auf Jagd. Mit großem Glück entkam er damals mit seinem Gefolge einem größeren Steinschlag. Aus Dankbarkeit liess er dieses Kreuz errichten.  Im Sommer werden dort unregelmäßig Berggottesdienste abgehalten.  Das ursprüngliche Wappen der Ortsgemeinde war in rot ein links hin-  springendes, schwarz gezäumtes silbernes Ross.  1835 erbat die Gemeinde als Siegelbild das alte Wappen der Herren von  Heimenhofen zur Erinnerung an die Erwerbung des Ortes durch Oswald von  Heimenhofen im Jahre 1370.  Um die grundsätzlichen Bedenken König Ludwig I gegen die Verleihung  von Wappen erloschener Familien an Gemeinden zu zerstreuen, wurde darauf  hingewiesen, dass der Schimmel im Wappen der Heimenhofen auch die  Viehzucht als Hauptnahrungsquelle dieses Allgäurischen Bezirks versinnbildlichen könne.  Am 31. März 1836 wurde das unveränderte Wappenbild des einstigen  Ortsadels verliehen.  Die ältere heraldische Literatur liess irrigerweise den schwarzen  Zügel weg, der es von anderen Pferdewappen unterschied.  Es wurde von Hofgraveur Neuss entworfen.  Es wurde im Laufe der Jahre auch mehrfach entstellt (Schimmel rechts  springend, ohne Zaumzeug, mit Sattel, Zinnen auf dem Schild u.a.), so  zeigt es sich heute wieder in der ursprünglichen Form.  Das Springen des Pferdes wird in der Heraldik immer vom Schildträger  aus gesehen.
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            <pubDate>Thu, 24 Sep 2009 09:37:52 GMT</pubDate>
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            <title>Chronik › Oberstdorfer Bürgermeister</title>
            <link>http://www.oberstdorf.de/dorf/chronik/oberstdorfer-buergermeister.html</link>
            <description>Ein Blick in die Vergangenheit. Eine Auflistung der Oberstdorfer Bürgermeister seit dem Jahr 1795.</description>
            <content:encoded><![CDATA[<a href="http://www.oberstdorf.de/dorf/chronik/oberstdorfer-buergermeister.html"><img src="http://tramino.s3.amazonaws.com/s/oberstdorf/6098/150.jpg" alt="1. Bürgermeister Laurent O. Mies"  title="1. Bürgermeister Laurent O. Mies" width="150" height="150" /></a><br/><br/><b>Ein Blick in die Vergangenheit. Eine Auflistung der Oberstdorfer Bürgermeister seit dem Jahr 1795.</b><br/><br/>
Offizielle Amtsbezeichnung: bis 1806: Gerichtsammann 
seit 1806: Gemeindevorsteher 
seit 1869: Bürgermeister 

1795 - 1815 Franz Xaver Huber 
1815 - 1833 Joh.Martin Brutscher 
1833 - 1839 Lukas Brack 
1840 - 1845 Ignaz Gschwender 
1845 - 1854 Alois Rietzler 
1854 - 1869 Jos.Anton Duensser 
1869 - 1888 Franz Paul Brack 
1888 - 1902 Ludwig Vogler 
1902 - 1911 Ludwig Fischer 
1912 - 1919 Fritz Gschwender 
1919 - 1924 Ludwig Hochfeichter, von 1925 - 1929 2. Bürgermeister 
1925 - 1929 Magnus Haas, von 1919 -1924 2. Bürgermeister 
1930 - 31.3.1933 Thomas Neidhart, von 1948 - 1952 2. Bürgermeister 
1934 - 1945 Ludwig Fink 
1.5.45 - 9.9.45 Thomas Neidhart 
9.9.45 - 15.10.45 Otto Kerle 
21.10.45 - 24.8.46 Johann Gehring, 2. Bürgermeister vom 1.1.30 - 1.5.33 
sowie vom 5.8.45 - 20.10.45 
1946 - 1948 Josef Braxmair, von 1945 - 1946 2. Bürgermeister 
1948 - 1952 Otto Kerle, vom 1.9.46 - 1.5.48 2. Bürgermeister 
1952 - 1960 Hermann Schallhammer 
v1960 - 1973 Dr. Paul Dreher 
1973 - 2002 Eduard Geyer 
01.05.2002-2008 Thomas Mueller 
ab 01.05.2008 Laurent Mies 

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            <pubDate>Wed, 09 Sep 2009 06:19:06 GMT</pubDate>
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            <title>Chronik › Oberstdorfer Wappen</title>
            <link>http://www.oberstdorf.de/dorf/chronik/oberstdorfer-wappen.html</link>
            <description />
            <content:encoded><![CDATA[<b></b><br/><br/>
Das ursprüngliche Wappen der Ortsgemeinde war in rot ein links hin-  springendes, schwarz gezäumtes silbernes Ross.  1835 erbat die Gemeinde als Siegelbild das alte Wappen der Herren von  Heimenhofen zur Erinnerung an die Erwerbung des Ortes durch Oswald von  Heimenhofen im Jahre 1370.  Um die grundsätzlichen Bedenken König Ludwig I gegen die Verleihung  von Wappen erloschener Familien an Gemeinden zu zerstreuen, wurde darauf  hingewiesen, dass der Schimmel im Wappen der Heimenhofen auch die  Viehzucht als Hauptnahrungsquelle dieses Allgäurischen Bezirks versinnbildlichen könne.  Am 31. März 1836 wurde das unveränderte Wappenbild des einstigen  Ortsadels verliehen.  Die ältere heraldische Literatur liess irrigerweise den schwarzen  Zügel weg, der es von anderen Pferdewappen unterschied.  Es wurde von Hofgraveur Neuss entworfen.  Es wurde im Laufe der Jahre auch mehrfach entstellt (Schimmel rechts  springend, ohne Zaumzeug, mit Sattel, Zinnen auf dem Schild u.a.), so  zeigt es sich heute wieder in der ursprünglichen Form.  Das Springen des Pferdes wird in der Heraldik immer vom Schildträger  aus gesehen.]]></content:encoded>
            <pubDate>Thu, 09 Apr 2009 02:40:13 GMT</pubDate>
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            <title>Chronik › Oberallgäu und Allgäu</title>
            <link>http://www.oberstdorf.de/dorf/chronik/oberallgaeu-allgaeu.html</link>
            <description>Der geographische Begriff Allgäu - der Name taucht urkundlich erstmals im Jahre 817 auf und entstand aus 'Alpengeaeu = Alpenauen' - bezeichnet heute das Alpen- und Voralpengebiet zwischen dem Bodensee im Westen, dem Lech im Osten, den Lechtaler Bergen im Süden und einer Linie Wangen - Memmingen - Kaufbeuren im Norden.</description>
            <content:encoded><![CDATA[<a href="http://www.oberstdorf.de/dorf/chronik/oberallgaeu-allgaeu.html"><img src="http://tramino.s3.amazonaws.com/s/oberstdorf/4938/150.jpg" alt="Rubi bei Oberstdorf"  title="Rubi von Norden aufgenommen, im Hintergrund der Himmelschrofen und die Allgäuer Hochalpen" width="150" height="146" /></a><br/><br/><b>Der geographische Begriff Allgäu - der Name taucht urkundlich erstmals im Jahre 817 auf und entstand aus 'Alpengeaeu = Alpenauen' - bezeichnet heute das Alpen- und Voralpengebiet zwischen dem Bodensee im Westen, dem Lech im Osten, den Lechtaler Bergen im Süden und einer Linie Wangen - Memmingen - Kaufbeuren im Norden.</b><br/><br/>
Vielerlei Völkerschaften haben das Gebiet des jetzigen Landkreises Oberallgäu durchquert, bewohnt oder be- herrscht und ihm dadurch in Sprache, Kultur und Zivilisation das Gepräge gegeben.

Allgäu   

Erste Spuren menschlicher Dauersiedlungen gehen auf die Bronzezeit (ca. 1800-1200 v. Chr.) zurück und wurden in Agathazell, bei Sonthofen und bei Altusried nachgewiesen. Im Zuge des keltischen Eindringens in den süddeutschen Raum wurde um 600 v. Chr. auch das Allgäu besiedelt. In dem Gebiet der heutigen Stadt Kempten entstand ein stadtähnliches Zentrum der Kelten, neben dem sich nach der Besetzung des Allgäus durch die Römer die Stadt Cambodunum entwickelte. Im Mittel- alter erfolgte eine Neuordnung, in deren Verlauf das heutige Landkreis- gebiet neu gegliedert wurde. Es entstanden dabei die Freie Reichsstadt Kempten, die Fürstabtei Kempten, die Grafschaft Rothenfels mit der Herrschaft Staufen, Teile des Gebiets zählten als Pflege Rettenberg auch zum Hochstift Augsburg. Die Folge war, dass sich umliegende Orte wie Immenstadt, Oberstdorf, Sonthofen und Hindelang zu Mittelpunktorten mit wirtschaftlicher u. verwaltungsmässiger Bedeutung entwickelten. Anfang des 19.Jh. wurden die sogen. Gebiete dem Koenigreich Bayern einverleibt. Nach verschiedenen Verwaltungsvorläufen sind 1862 die Bezirksämter entstanden, die 1939 Landratsämter genannt wurden. Der Landkreis OA entstand 1972 im Zuge der Gebietsreform aus dem Zusammenschluss der Altlandkreise Sonthofen und Kempten. Er umfasst 28 Gemeinden, die wiederum aus Hunderten von Gemeindeteilen bestehen. 
Der Landkreis Oberallgaeu  	 

Der Landkreis OA liegt im bayerischen Regierungsbezirk Schwaben und ist der südlichste Landkreis in der BRD. Die südwestliche und südöstliche Landkreisgrenze ist zugleich Staatsgrenze zu Österreich, im Süden grenzt der LK an das dt. Zollanschlussgebiet Kleines Walsertal. Einziger bayerisch-schwäbischer Nachbarlandkreis im Westen ist der LK Lindau, weiter nördlich grenzt der LK an das Land Baden-Württemberg. Im Norden haben wir den LK Unterallgäu, im Osten den LK Ostallgäu als Nachbarn. Landkreisgrenzen finden wir aber nicht nur als Aussenabgrenzungen, sondern auch im LK-inneren und zwar als Abgrenzung gegenüber kreisfreier Stadt Kempten (Allgäu). Der LK OA selbst weist Höhenlagen zwischen 622 m und 2 649 m ü.d.M. auf. Seine markantesten Berge sind der Grünten, auch 'Wächter des Allgäus' genannt, der Hochvogel, die Hochfrottspitz (zugleich höchster Oberallgäuer Berg 2 649 m), die Mädelegabel, die Trettachspitze, der Grosse Daumen und der Biberkopf. Typisch für das OA sind die sogenannten Grasberge, die Höfats mit ihren Edelweissbeständen und der Schneck mit seinen steilen Grasflanken Dazu kommen die Flyschberge mit ihrer reichen Flora, die Hoernergruppe, die im Riedberger Horn einen der schönsten Skiberge Deutschlands hat, und die grünen Matten der Vorberge mit weiten Wiesen und Wäldern. Da- zwischen liegen zahlreiche Seen u. liebliche Täler, die dem LK sein Gepräge geben. 9 Naturschutzgebiete und 25 Landschaftsschutzgebiete decken annähernd 40 % der LK-fläche ab. Daneben gibt es im LK noch ca. 100 Naturdenkmale. Ein Grossteil der OA Bevölkerung wohnt in Dörfern, Weilern und Einöden. LK = Landkreis, OA = Oberallgäu]]></content:encoded>
            <pubDate>Tue, 07 Apr 2009 12:16:14 GMT</pubDate>
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            <title>Chronik › Anton Henkel</title>
            <link>http://www.oberstdorf.de/dorf/chronik/anton-henkel.html</link>
            <description>In Aitrang (Kreis Ostallgäu) am 14. Oktober 1892 geboren, am 08. März 1963 in Oberstdorf gestorben. Kam 1914 als junger Lehrer nach Blaichach.</description>
            <content:encoded><![CDATA[<a href="http://www.oberstdorf.de/dorf/chronik/anton-henkel.html"><img src="http://tramino.s3.amazonaws.com/s/oberstdorf/213/150.jpg" alt="Skipioniere"   width="150" height="101" /></a><br/><br/><b>In Aitrang (Kreis Ostallgäu) am 14. Oktober 1892 geboren, am 08. März 1963 in Oberstdorf gestorben. Kam 1914 als junger Lehrer nach Blaichach.</b><br/><br/>
Monate später, der Erste Weltkrieg war ausgebrochen, rief ihn das Vaterland. Nach Kriegsdienst und Gefangenschaft (bis 1920) beorderte ihn die Schulbehörde an die Volksschule Oberstdorf, wo er bis zu seiner Versetzung in den Ruhestand als hochgeachteter Schulmann tätig war. 1920 übernahm er als Jugendwart die Nachwuchsarbeit beim Ski-Club Oberstdorf. Einmalig im ganzen Land war der von ihm hier eingeführte Schul-Skilauf im Rahmen des Schulsports. Es gab in Oberstdorf schon Schul-Skiwettläufe, als an anderen Volks- u. höheren Schulen an Ski- lauf als Schulfach noch nicht gedacht wurde. Waren die vorgesetzten Stellen von den großen Aktivitäten des jungen Lehrers erst nicht sonderlich angetan, so hatte später der Erfolg 'viele Väter'. Anton Henkel wurde in Gremien berufen und mit Ehrungen bedacht. Um nur einige zu benennen: Jugendwart beim Allgäuer Skiverband und beim Deutschen Skiverband. Er wurde als offizieller Kampfrichter zu den Olympischen Winterspielen 1936 in Garmisch-Partenkirchen eingeladen. Das er Ehren- Mitglied des SCO war und weiter dessen höchste Ehrungen erntete, war schon fast selbstverständlich. Dieses sportliche und erzieherische Engagement wäre sicher ohne grösstes Verständnis und Mithilfe seiner aus Schweden stammenden Frau Sonja, geb. Ahlström, nicht möglich gewesen.]]></content:encoded>
            <pubDate>Tue, 07 Apr 2009 12:16:14 GMT</pubDate>
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            <title>Chronik › Freistaat Bayern</title>
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            <description />
            <content:encoded><![CDATA[<b></b><br/><br/>
In den Jahren nach dem 1. Weltkrieg (1919-1933) wurden mit dieser Bezeichnung die Abkehr von der Monarchie, und eine gewisse Unabhängigkeit vom Reich demonstriert. So wurden z.B. die Bayerischen Truppen der eigenen Regierung (München) und nicht dem Reich unterstellt. In der Gesetzgebung wurde - soweit als möglich - eigenständig gehandelt. Auswüchse daraus waren dann die separatistischen Bestrebungen (Los- Trennung von Deutschland, und im Gespräch war ein Zusammenschluss mit Österreich). Heute hat die Bezeichnung Freistaat mehr historische Bedeutung, wenn man davon absieht, dass in Bayern eine sogenannte gemischte Demokratie (nicht nur der Abgeordnete, sondern auch das Volk kann eine Gesetzesänderung verlangen) gegeben ist, die im Gegensatz zum Bund die direkte Mitwirkung des Volkes in der Gesetzgebung (Volksbegehren) zulässt. Ansonsten ist Bayern ein - wenn auch vielleicht manchmal etwas eigenwilliges - Bundesland wie jedes andere auch.]]></content:encoded>
            <pubDate>Tue, 07 Apr 2009 12:16:13 GMT</pubDate>
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            <title>Chronik › Oberstdorf 1885 - 1900</title>
            <link>http://www.oberstdorf.de/dorf/chronik/oberstdorf-1885-1900.html</link>
            <description>Von Beginn der amtlichen Aufzeichnung der Witterung über die Badeanstalt am Freibergsee bis zum Oberstdorfer Krankenhaus.</description>
            <content:encoded><![CDATA[<a href="http://www.oberstdorf.de/dorf/chronik/oberstdorf-1885-1900.html"><img src="http://tramino.s3.amazonaws.com/s/oberstdorf/937/150.jpg" alt="&amp;quot;Wilde Männle&amp;quot; am Heilbronner Weg um 1900"   width="150" height="94" /></a><br/><br/><b>Von Beginn der amtlichen Aufzeichnung der Witterung über die Badeanstalt am Freibergsee bis zum Oberstdorfer Krankenhaus.</b><br/><br/>
1886 beginnt in Oberstdorf die amtliche Aufzeichnung der Witterung. Die "meteorologische Station II. Ordnung" wird von keinem geringeren als Pfarrer Heinle persönlich betreut.

1887 ist in der Tageszeitung zu lesen:
"Demnächst wird Oberstdorf auch eine nächtliche Beleuchtung mit 16 Petroleumlaternen erhalten."

1888 verkehren vier (Pferde)-Omnibus-Paare täglich zwischen Sonthofen und Oberstdorf, bis am 2. August; das erste Züglein durchs obere Illertal heraufdampft und mit seiner Bimmelglocke ein neues Zeitalter im Fremdenverkehr einläutet.

1890 eröffnet die AV-Sektion Immenstadt das Edmund-Probst-Haus am Nebelhorn, das bereits 1894 Telefonanschluß erhält; wendet der Oberstdorfer Arzt Hofrat Dr. Ulrich Reh Wasser als Heilmittel an. Er steht dabei in persönlichem Kontakt mit dem Wörishofener "Wasserdoktor", Pfarrer Sebastian Kneipp.

1891 bringt der Verschönerungsverein zusammen mit den AV-Sektionen Immenstadt und Kempten ein von Prof. Dr. Adolf Thürlings verfasstes Handbuch für Sommerfrischler und Bergfahrer heraus. Darin wird Oberstdorf bereits als klimatischer Kurort bezeichnet und auf die Möglichkeiten von Trink- und Badekuren hingewiesen; wird die Kemptener Hütte am Mädelejoch von der AV-Sektion Kempten in Betrieb genommen. 	

1892 wird mit dem Weg vom Edmund-Probst-Haus zum Laufbachereck die Verbindung zum Prinz-Luitpold-Haus hergestellt; erwirbt der Verschönerungsverein den Freibergsee und die Fischereirechte am Christlessee sowie die für die Trettach, Stillach und Breitach, um in Oberstdorf weilenden Gästen die Möglichkeit zum Angeln zu geben. Weiter wird vom Verschönerungsverein

1893 am Freibergsee eine Badeanstalt und eine Kahnfahrt eingerichtet; lässt sich Fürst Fugger-Babenhausen in Oberstdorf eine Sommervilla bauen; verlassen die ursprünglichen Bewohner Gerstruben. Das ganze Tal soll in einem Stausee zur Elektrizitätsgewinnung versinken. Das Projekt kommt nicht zur Ausführung, weil sich zu wenig Stromabnehmer finden.

1894 hat das heutige Kurbad Maucher seinen Anfang genommen. Der Urgroßvater der jetzigen Inhaberin, der Bäckermeister Georg Hitz, hat unter Ausnutzung der Backofenwärme ein Badezimmer für Gäste eingerichtet.

1896 erwirbt Cornelius Freiherr von Heyl zu Herrnsheim die gesamte Ortschaft Gerstruben und allen Grundbesitz im Dieterbachtal, um ein riesiges Eigenjagdrevier einzurichten.

1897 staut der Verschönerungsverein den Moorweiher am Rauhen an. Damit ist nicht nur ein vorerwärmter Zulauf zum Moorbad gesichert, sondern auch ein herrliches Fischwasser angelegt und im Winter Eislauf und Eisstocksport ermöglicht; leuchtet erstmals elektrisches Licht in Oberstdorf, als drei Geschäftsinhaber am Marktplatz gemeinsam an der Trettach ein kleines E-Werk errichten. 

1898 nutzt Michael Besler den Wasserzulauf zu seiner Schmiede zur Stromerzeugung. Aus diesen kleinen Anfängen ist das heutige Elektrizitätswerk entstanden, das die Marktgemeinde seit 1919 Zug um Zug ausgebaut hat; verabreicht Fritz Gschwender in seinem "Trettach Hotel" (später Nebelhornbahnhotel) "elektrische Lohtanninbäder" nach System Stanger mit großem Erfolg.

1899 legt die AV-Sektion Kempten mit Mitteln der Sektion Heilbronn den Höhenweg im Hauptkamm der Allgäuer Alpen an; nach den Geldgebern wird er Heilbronner Weg genannt; wird das Gesellschaftshaus abgebrochen und an dessen Stelle das Parkhotel Luitpold erbaut.

1900 erstellt die Gemeinde Oberstdorf ein Krankenhaus
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            <pubDate>Tue, 07 Apr 2009 12:15:44 GMT</pubDate>
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            <title>Chronik › Oberstdorf 1900 - 1925</title>
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            <description>Von der Besteigung des Nebelhorns mit Skiern über den Skiclub Oberstdorf bis zur Einweihung der Schattenbergschanze.</description>
            <content:encoded><![CDATA[<a href="http://www.oberstdorf.de/dorf/chronik/oberstdorf-1900-1925.html"><img src="http://tramino.s3.amazonaws.com/s/oberstdorf/938/150.jpg" alt="Historisches Bild des Kurparks"   width="150" height="96" /></a><br/><br/><b>Von der Besteigung des Nebelhorns mit Skiern über den Skiclub Oberstdorf bis zur Einweihung der Schattenbergschanze.</b><br/><br/>
1902 besteigen die Gebrüder Heimhuber, Dr. Müller und Dr. Madlener das Nebelhorn mit Skiern. Der Skilauf tritt in den Alpen seinen Siegeszug an.

1905 wird nach weniger als einem Jahr Bauzeit und rund 7.000 Sprengschüssen die Breitachklamm eröffnet. Die treibende Kraft zu deren Erschließung ist der Tiefenbacher Pfarrherr Johannes Schiebel; baut Wilhelm Ortlieb das Hotel Wittelsbacher Hof mitten in die freien Fluren südlich des Ortes. 	

1906 erfolgt die Gründung des Schivereins, der 1910 in Skiclub Oberstdorf umbenannt wird und sich 1931 mit dem 1912 gegründeten Skiverein II zum Skiclub 1906 vereinigt; wird nach einjähriger Bauzeit die evangelische Christuskirche eingeweiht.

1907 führt der Verschönerungsverein die erste Blumenschmuckprämierung für Hausbesitzer durch.

1908 heißt es im Geschäftsbericht des Verschönerungsvereins: "Es soll nicht unerwähnt bleiben, dass eine Anzahl Kurgäste nicht bloß die behördlich festgesetzten Kurtaxen und eine Reihe von Vereinsmitgliedern nicht bloß die statutenmäßigen Jahresbeiträge, sondern außerdem noch zum Teil sehr erhebliche freiwillige Beiträge gespendet haben; erhält der Verschönerungsverein im Rathaus seine erste ordentliche Geschäftsstelle.

1910 führt der Skiclub Oberstdorf die ersten Allgäuer Skimeisterschaften durch. Bruno Biehler, Leutkirch, springt auf der 1909 erbauten Haldenschanze dabei 22 Meter; Erneuerung der Badeanlagen am Freibergsee.

1913 - 1914 Dr. Saathoff errichtet in Oberstdorf die erste ärztlich geleitete Kuranstalt, das Stillachhaus.

1914 - 1917 erstellt die Landesversicherungsanstalt auf der herrlichen Aussichtsterasse des Wasachs eine Heilstätte, die allerdings - bevor sie ihrer Bestimmung übergeben werden kann - verwundete Soldaten aufzunehmen hat; Oberstdorfs Krankenhaus wird als Reservelazarett genutzt.

1918 eröffnet Georg Späth mit seiner Frau im Trettachhotel eine Bauernbühne, die noch heute - in dritter Generation - als Oberstdorfer Theater ihre Kulturaufgabe erfüllt.

1920 Gründung der Bergwacht im Alpenverein, die neben Naturschutz auch den Rettungsdienst übernimmt; Anton März sen. erbaut auf dem Lindenacker das erste Oberstdorfer Lichtspielhaus, das 1938 durch den Neubau des Kurfilmtheaters ersetzt wird. Die 1954 zusätzlich errichtete Filmbühne fällt 1969 den Auswirkungen des "Pantoffel-Kinos" zum Opfer. 	

1922 Hermann Schallhammer vom VKV als Kurdirektor berufen; Kurplatz auf dem Lindenacker angelegt; Gründung einer Kurhausgenossenschaft; Tennisplätze im Hof der Schule an der Ludwigsstraße eingerichtet.

1924 an Stelle des bisherigen Leseraumes im alten Rathaus wird eine Lesehalle im Kurpark eingerichtet; Gründung des Eissportclub Oberstdorf; Einführung der Kurförderungsabgabe;

1925 Gründung der Alpenvereinssektion Oberstdorf (bisher Zweig von Immenstadt), die von der Sektion Kempten das Gebiet Söllereck, Fellhorn, Fiderepaß zur Betreuung übernimmt; Musikpavillon im Kurpark erbaut; am Freibergsee das Strandcafé eröffnet; Schattenbergschanze durch den Skiclub errichtet. Bei der Einweihung erster Schanzenrekord 35 m.
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            <pubDate>Tue, 07 Apr 2009 12:15:44 GMT</pubDate>
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            <title>Chronik › Oberstdorf 1925 - 1950</title>
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            <description>Von der Tennisplatzanlage in der Fuggerstraße über den Bau der Wandelhalle bis zur ersten Skiflugwoche in Oberstdorf.</description>
            <content:encoded><![CDATA[<a href="http://www.oberstdorf.de/dorf/chronik/oberstdorf-1925-1950.html"><img src="http://tramino.s3.amazonaws.com/s/oberstdorf/940/150.jpg" alt="Altes Bild vom Freibergsee"   width="150" height="136" /></a><br/><br/><b>Von der Tennisplatzanlage in der Fuggerstraße über den Bau der Wandelhalle bis zur ersten Skiflugwoche in Oberstdorf.</b><br/><br/>
1929 Tennisplatzanlagen an der Fuggerstraße in Betrieb genommen.

1930 Skiclub Oberstdorf führt erstmals Deutsche Skimeisterschaften durch; Königin Wilhelmine und Kronprinzessin Juliane der Niederlande nehmen im Wittelsbacher Hof Quartier; Nebelhornbahn nach zweijähriger Bauzeit eingeweiht; Eröffnung einer Reit- und Fahrschule; Einweihung der neu erbauten Moorwasser-Badeanstalt.

1932 Zusammenschluss mehrerer Skischulen zur Ersten Skischule Oberstdorf: Institut für Klimaforschung durch Dr. von Philipsborn gegründet; Oberstdorfer Heimatmuseum eröffnet.

1933 Neues Postamt in Betrieb genommen. In die freigewordenen Räume im Bahnhofsgebäude zieht das Verkehrsbüro ein und verbleibt dort bis zur Übersiedlung an den Marktplatz (1963); Bau der Turnhalle als Arbeitsbeschaffungsmaßnahme. Die Halle wird mangels anderer Räume auch als Theater-, Konzert- und Festsaal verwendet; darf die Musikkapelle die Konzerte nicht mehr bestreiten. Im Zuge der Arbeitsloseneingliederung wird eine aus 17 arbeitslosen Berufsmusikern bestehende Kurkapelle engagiert.

1935 verkauft Gräfin Vojkffy das Fuggeranwesen mit dem Fuggerhaus an den Verkehrs- und Kurverein Oberstdorf; während des Umbaues zum Kurhaus brennt das Gebäude nieder, der Kurhaus-Traum war wieder geplatzt. 	

1936 erfolgt der Bau der Wandelhalle im Kurpark; sieht das internationale Sechstagerennen für Motorräder Oberstdorf als zentralen Punkt.

1937 erhält Oberstdorf das Prädikat "Heilklimatischer Kurort"

1938 fährt der berühmte "Gläserne Zug", mit seinen Panorama-Wagen, Oberstdorf an; werden die neuen Zollhäuser in Kornau nach dem "Anschluss" Österreichs als Jugendherbergen verwendet.

1940 erhält Heinz Erhardt viel Beifall bei einem Bunten Abend in der Turnhalle; ist das Oberstdorfer Bauerntheater an der Westfront zur Truppenbetreuung eingesetzt.

1943 veranstaltet das schon sehr dezimierte Kurorchester unter der Leitung von Kapellmeister Scharrer sein letztes Konzert; werden verschiedene Pensionen und Hotels beschlagnahmt und als Lazarette bzw. Truppenerholungsheime eingerichtet.

1944 sind fast alle Hotels und größeren Pensionen mit verwundeten Soldaten, Evakuierten und Flüchtlingen belegt. Auch Oberstdorfs Schulen sind Lazarette. Der Unterricht findet in Gasthäusern statt.

1945 marschiert eine französische (marokkanische) Panzereinheit hier ein und wird im Juli von einem amerikanischen Verband abgelöst.

1945 - 1946 muss laufend weiterer Wohnraum beschlagnahmt werden, um die zugewiesenen Flüchtlingstransporte unterzubringen; die Besatzungsmacht beschlagnahmt ganze Ortsviertel und behält diese bis weit in die 50er Jahre; der Kurbetrieb kommt fast gänzlich zum Erliegen.

1947 langsam beginnt sich das kulturelle Leben wieder zu regen. Walter Böhle und Herbert Engel gründen eine Kulturgemeinde; der enorme Nachholbedarf an Kultur-Veranstaltungen löst einen regelrechten Boom an hochwertigen Gastspielen auswärtiger Bühnen und Orchester aus.

1948 als sich nach der Währungsreform die Lebensmittelversorgung etwas verbessert, kommt auch wieder neues Leben in den Kurbetrieb.

1949 richtet der Vorstand des Kneippvereins in seinem Hause ein öffentliches Kneippbad ein; entsteht im Stillachtal die Skiflugschanze, die Sportler waren es selbst, die in ganz Westdeutschland Geldmittel für den Bau sammelten.

1950 mit Aushilfskräften benachbarter Kapellen veranstaltet die durch den Krieg stark dezimierte Musikkapelle Oberstdorf wieder Kurkonzerte; bringt die erste Skiflugwoche einen riesigen sportlichen, wie auch Werbeerfolg für Oberstdorf; erstellt die Sesselbahn AG (heute Söllereckbahn) ihre Doppelsitzerbahn nach Schrattenwang; Gründung der "Skischule Kühberg", der 1965 noch die "Neue Skischule" folgt.
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            <pubDate>Tue, 07 Apr 2009 12:15:44 GMT</pubDate>
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            <title>Chronik › Oberstdorf 1950 - 1975</title>
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            <description>Von dem ersten Auftaktsspringen der Vierschanzentournee über die Gründung der Skibobschule bis zur Einbeziehung des Marktplatzes in eine Fußgängerzone.</description>
            <content:encoded><![CDATA[<a href="http://www.oberstdorf.de/dorf/chronik/oberstdorf-1950-1975.html"><img src="http://tramino.s3.amazonaws.com/s/oberstdorf/934/150.jpg" alt="Historische Aufnahme des Marktplatz"  title="Alte und &amp;quot;neue&amp;quot; Zeit begegnen sich auf dem Marktplatz" width="150" height="105" /></a><br/><br/><b>Von dem ersten Auftaktsspringen der Vierschanzentournee über die Gründung der Skibobschule bis zur Einbeziehung des Marktplatzes in eine Fußgängerzone.</b><br/><br/>
1953 

 kauft der Markt Oberstdorf das Parkhotel Luitpold.
 wird das Christliche Hospiz zu einer Kneippkuranstalt umgebaut.
 findet auf der Schattenbergschanze erstmals die Auftaktveranstaltung der Internationalen Vierschanzen-Springertournee statt.
 erwirbt die Alpenvereinssektion Oberstdorf die Fiderepaß-Hütte vom bayerischen Staat.
 entsteht in Spielmannsau die Jugendherberge.
 wird an der Rubinger Straße der Campingplatz eingerichtet.

1956 eröffnet am Jauchen das Allgäuer Bergbad

1956-1958 erfolgt die Erneuerung der Badeanlage am Freibergsee und entsteht ein neues Badehaus samt Strandcafé.

1959 bekommt Oberstdorf ein Winter- und Sommer-Kunsteisstadion; erfolgt die Gründung der Kur- und Verkehrsbetriebe AG durch Umbenennung der Sesselbahn AG.

1960 wird in Oberstdorf der Curling-Sport eingeführt. 

1962 nimmt die Marktgemeinde das Kurhaus in Betrieb.

1963  eröffnet das Kurmittelhaus unter der Leitung von Dr. Waldemar Hornbacher seine Pforten; entsteht in der Gebrgoibe in herrlicher Landschaft eine Neun-Loch-Golfanlage; 1964 erhält Oberstdorf das Prädikat "Kneippkurort".

1966 Gründung der Skibobschule 

1967 wird ein örtlicher Rotary-Club ins Leben gerufen. Dadurch haben die Rotarier unter den Gästen Gelegenheit, auch im Urlaub ihre Meetings zu erfüllen.

1968 eröffnet das Kurhotel Exquisit

1970 erweitert sich das Hotel Filser zum Kurhotel; der französische Alpenkurort Mégève in Hochsavoyen und Oberstdorf beschließen eine Partnerschaft; werden in Oberstdorf ADAC-Skiwanderwege angelegt, und entsteht eine Skiwanderschule.

1971 präsentiert Oberstdorf am Renksteg den zwei Kilometer langen "Vita-Parcours"; beginnt der Bau des Kur-, Kongress- und Theatersaales durch die Kur AG; richtet die kath. Kirche eine ständige Kurseelsorge ein, nachdem schon seit mehreren Jahren beide Kirchen während der Saison sich der Kurseelsorge angenommen haben.

1972 

 errichtet der Markt Oberstdorf das Hallen-Brandungsbad.
 gestaltet die Kurverwaltung mit dem Forstamt einen Naturlehrpfad am Moorweiher.
 wird die Skiflugschanze neu erbaut und erhält das Schattenbergstadion eine zweite Anlage für die Skiflugweltmeisterschaften 1973.
 beginnt der Bau der Fellhorn-Großkabinenbahn mit mehreren Liften durch die Fellhornbahn AG.
 legt der Markt Oberstdorf die Westumgehungs-Straße an, die den Verkehr zu Flugschanze und Fellhornbahn aufnimmt.
 werden im Zuge der Gebietsreform die Gemeinde Tiefenbach und die Ortsteile Rubi, Reichenbach und Schöllang der ehemaligen Gemeinde Schöllang nach Oberstdorf eingegliedert.

1973 erste Skiflug-WM

1974 wird der Marktplatz versuchsweise in eine Fußgängerzone einbezogen.
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            <pubDate>Tue, 07 Apr 2009 12:15:44 GMT</pubDate>
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            <title>Chronik › Oberstdorf 1975 - 1997</title>
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            <description>Von der Nordwestumgehung ins Walsertal über die Curling Weltmeisterschaften in Oberstdorf bis</description>
            <content:encoded><![CDATA[<a href="http://www.oberstdorf.de/dorf/chronik/oberstdorf-1975-1997.html"><img src="http://tramino.s3.amazonaws.com/s/oberstdorf/3302/150.jpg" alt="Curling"   width="150" height="99" /></a><br/><br/><b>Von der Nordwestumgehung ins Walsertal über die Curling Weltmeisterschaften in Oberstdorf bis</b><br/><br/>
1978 fahren, um Oberstdorf zu entlasten, erstmals Autos über die Nordwestumgehung ins Walsertal.

1979 finden die Oberstdorfer Kulturtage erstmals statt.

1980 richtet Oberstdorf auf dem Marktplatz und den angrenzenden Straßen endgültig eine Fußgängerzone ein; zählt Oberstdorf 2,2 Millionen Gästeübernachtungen.

1981 gleiten erstmals Eiskunstläufer im Bundesleistungszentrum über die glitzernde Fläche.

1982 nimmt der neuerbaute Tennispark seinen Betrieb auf;
erringt Norbert Schramm aus Oberstdorf die Europameisterschaften und wird Vize-Weltmeister im Eiskunstlauf; wird in Oberstdorf erstmals die Schroth-Kur verabreicht.

1984 findet erstmals die Interfunk-Börse und Handelsmesse hier statt.

1986 fährt in Oberstdorf der "Ski-Bus".

1987 ist Oberstdorf Veranstaltungsort der Nordischen Skiweltmeisterschaften.

1988 erringt Thomas Müller aus Oberstdorf bei den Olympischen Spielen in Calgary die Goldmedaille in der Nordischen Kombination mit der Mannschaft; wird mit einem Aufwand von ca. 20 Millionen Mark die Heilstätte Wasach zur orthopädischen und rheumatologischen Reha-Klinik umgebaut.

1990 pflanzt der Markt Oberstdorf am Tage der Wiedervereinigung Deutschlands im Kurpark neben der Friedenslinde von 1871 die "Einheitseiche"; nimmt die Nebelhornbahn die neuerbaute Gipfelbahn in Betrieb.

1991 erhält ein Airbus der Lufthansa den Namen "Oberstdorf".

1992 nimmt das Wasserkraftwerk Warmatsgund den Betrieb auf; erweitert Oberstdorf die Fußgängerzone, baut Parkplätze für 1.000 PKW's am Ortsrand und richtet eine Elektro-Bus-Ortslinie ein.

1993 wird eine Groß-Solaranlage zur "Betankung" der Elektrobusse erbaut.

1994 richtet Oberstdorf die Curling-Weltmeisterschaften aus.

1995 feiert Oberstdorf die 500. Wiederkehr der Marktrechtsverleihung im Jahre 1495 durch Maximilian I.

1997 Bundespreis 'Tourismus und Umwelt' für vielfältige Gesamtleistungen im Bundeswettbewerb des Deutschen Fremdenverkehrsverbandes; Installation einer modernen 6-er Gondelbahn auf das Söllereck; Einweihung des Moorlehrpfad Oberstdorf (Ein Rundgang mit 10 Informationstafeln); Schrägaufzug im Schattenberg-Skistadion installiert.
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            <pubDate>Tue, 07 Apr 2009 12:15:44 GMT</pubDate>
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            <title>Chronik › Oberstdorf 1998</title>
            <link>http://www.oberstdorf.de/dorf/chronik/oberstdorf-1998.html</link>
            <description>25 Jahre Fellhornbahn; Beschneiungsanlage am Söllereck; Umbau Schattenberg-Skistadion;</description>
            <content:encoded><![CDATA[<a href="http://www.oberstdorf.de/dorf/chronik/oberstdorf-1998.html"><img src="http://tramino.s3.amazonaws.com/s/oberstdorf/2728/150.jpg" alt="Söllereckbahn im Winter"   width="150" height="112" /></a><br/><br/><b>25 Jahre Fellhornbahn; Beschneiungsanlage am Söllereck; Umbau Schattenberg-Skistadion;</b><br/><br/>
1998

 Skiflug Weltmeisterschaft vom 22. - 25. Januar (Nach 1973, 1981 und 1988 ist dies die 4. Skiflug-WM)
 Das modernisierte, für den Ganzjahres-Skibetrieb umgebaute 5 Schanzenarena 'Schattenberg-Skistadion' ist nun eines der modernsten Sprungstadien der Welt.
 Beschneiungsanlage an der Söllereckbahn-Hauptabfahrt
(unterer Abschnitt) installiert.
 Männergesangsverein Oberstdorf feiert sein 130jähriges Bestehen
 Bundesverdienstmedaille wegen Brauchtumspflege für
Anton Köcheler
 BSVI-Preis 1998 "Verknüpfung von Verkehrswegen"
Das Oberstdorfer Projekt "Autofreies Oberstdorf -
Umsteigeparkplatz" überzeugte die Juri durch eine gelungene Umsetzung des Zieles der Verkehrsberuhigung mit einer übersichtlichen Führung des Individualverkehrs zum Parkplatz am Ortsrand, von wo aus die Besucher mit Bussen ins Zentrum gelangen. Des Weiteren wurde der Kreisverkehr am Ortseingang als interessanter Bestandteil des Gesamtkonzeptes hervorgehoben. Besondere Erwähnung fanden der Einsatz der umweltfreundlichen Hybrid- und Elektrobusse sowie die angewandte Solartechnik.
 Installation einer Beschneiungsanlage für die Hauptabfahrt am Söllereck
 Neuer Kur AG Chef Arno Schweiger löst Franz Bäuerlein ab.
 25jähriges Bestehen der Fellhornbahn
 Sanierung des Bettentrakts der Klinik Oberstdorf, welche jetzt dem Landkreis zugeordnet ist.
 Kurseelsorger Franz Neumair nach 21 Jahren verabschiedet - Nachfolger ist Pater Roland Geßwein.
 Peter Seidel feiert Primiz.
 Einweihung des generalsanierten und privatisierten
Kur- und Freizeitbades Kristall.

 Hans Seeweg feiert seinen 90. Geburtstag. Herausgabe seines "Obrschdoarfar Abc"
 Der "Hirschvater" vom Rohrmoss Josef Cronauer wird 100 Jahre.
 Herausgabe des Büchleins "Kleinode am Wegesrand" von
Arno Pürschel.
 Herausgabe des Bild- und Gedichtbandes "Ewig jung ist nur die Sonne" von Martin Hehl.
 Vollständig restauriert und saniert wurde die St. Wendelins Kapelle in Birgsau. Entlang des ehemaligen Wallfahrtsweges "Holzgau-Oberstdorf, Loretto" wurde auf dem Knie im Sperrbachtobel die Kapelle "Maria am Knie" am ursprünglichen Platz wieder neu aufgebaut. 150jähriges Bestehen der St. Wendelins-Kapelle.
 25jähriges Dienstjubiläum von Bürgermeister Eduard Geyer.
 40jähriges Priesterjubiläum von Pfarrer Anton Wild in Tiefenbach.
 Einweihung des neuen Pfarrheimes "Johannisheim".
 Bauunternehmen Geiger feiert 75jähiges Firmenjubiläum.
 Eröffnung des neuen Oberstdorfer Kinos 'OK'.
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            <pubDate>Tue, 07 Apr 2009 12:15:44 GMT</pubDate>
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            <title>Chronik › Oberstdorf 1999</title>
            <link>http://www.oberstdorf.de/dorf/chronik/oberstdorf-1999.html</link>
            <description>Short Track Europameisterschaft; Hochwasserkatastrophe; 125 Jahre Feuerwehr Oberstdorf;</description>
            <content:encoded><![CDATA[<a href="http://www.oberstdorf.de/dorf/chronik/oberstdorf-1999.html"><img src="http://tramino.s3.amazonaws.com/s/oberstdorf/3304/150.jpg" alt="Short Track"  title="Short Track Europameisterschaft 1999" width="150" height="116" /></a><br/><br/><b>Short Track Europameisterschaft; Hochwasserkatastrophe; 125 Jahre Feuerwehr Oberstdorf;</b><br/><br/>
1999

 Deutsche Meisterschaften Eiskunstlaufen 6. - 10. Januar
 Short Track Europameisterschaft vom 22. - 24. Januar
 Im Januar wird das mit einem Gemeindezuschuss von DM 120.000 und viel Eigenarbeit errichtete Vereinsheim des FCO am Oybele Fußballplatz eingeweiht.
 Im Februar gibt es extreme Schneefälle im gesamten Alpenraum. Auch in Oberstdorf sorgen diese für ein Chaos auf Straße und Schiene. Die Lawinenkommission meldet eine Lawinensituation wie seit 30 Jahren nicht mehr.
 Im Alter von 100 Jahren stirbt Josef Cronauer, der über 40 Jahre lang Oberförster im Rohrmoos war.
 Im Alter von 76 Jahren im April stirbt Willi Fischer. Über viele Jahrzehnte war der "Bahnhof-Willi" Gastgeber und Gönner vieler Oberstdorfer Vereine und ein herausragender Gastwirt.
 Nach 100 Jahren Bestand wird die Postfiliale Tiefenbach geschlossen und durch den "Mobilen Post Service" ersetzt.
 17 Oberstdorfer Bergführer gründen wieder einen Bergführer-Verein. Erster Sprecher wird Thomas Dünßer.
 Bayern-Rad-Rundfahrt - Zieletappe Oberstdorf am 24.5. mit Jan Ullrich
 Der Luftdruck einer gewaltigen Staublawine hat die erst im Mai vergangenen Jahres neuerrichtete Kapelle am Knie zerstört.
 Mit einem großen Festumzug und einer Oldtimer-Parade begeht die Feuerwehr ihr 125jähriges Jubiläum.
 Nach den extremen Schneefällen des Winters führen Schneeschmelze und tagelange Regenfälle zu einer Hochwasserkatastrophe im Oberallgäu u. im bayerischen Alpenraum. Oberstdorf ist einen Tag von der Außenwelt abgeschnitten, und erstmals wird ein Katastrophenalarm für den Landkreis ausgelöst.
 2,3 Millionen DM investiert der SCO in die Verbesserungen der Zuschauerplätze am Schattenberg-Skistadion.
 Mit der Fertigstellung des Bauabschnitts 2 a wird die Teilsanierung des Oberstdorfer Krankenhauses abgeschlossen. Mit Kosten von 11 Millionen DM wurden seit 1996 alle wesentlichen Funktions- und
Bettenbereiche des Krankenhauses erneuert.
 Das Gymnasium Oberstdorf begeht seinen 75. Geburtstag.
 Der Heilbronner Weg wird 100 Jahre.
 Im August gründen 102 Personen und Organisationen zusammen mit der Gemeinde die Oberstdorf Tourismus GmbH mit 345,000 Euro Kapital.
 Bau des neuen Kreisels an der Breitach-Abzweigung ins Kleine Walsertal.
 Der ECO begeht mit einem Festakt sein 75jähriges Jubiläum.
 Einweihung des Thermal-Marmorbades am 1. September
 Im Oktober wird bei einem Empfang des Bundespräsidenten Johannes Rau zum 10jährigen Bestehen der Wiedervereinigung, eine Partnerschaft der geographisch nördlichsten, östlichsten,
westlichsten und südlichsten Gemeinden Deutschlands, List auf Sylt, Görlitz, Selfkant und Oberstdorf, besiegelt.
 Im Beisein des Bayerischen Umweltministers Werner Schnappauf wird der erste Brennstoffzellen-Omnibus auf Wasserstoffbasis der Welt in die Erprobungsphase im Oberstdorfer Linienverkehr geschickt.
 Mit einem Festgottesdienst und einem Jubiläumsabend begeht Tiefenbach den 500 Geburtstag der Pfarrei St. Barbara.
 10 Jahre hat eine kleine Gruppe von Oberstdorfer und Oberstdorferinnen gearbeitet, um die hiesigen Kirchenbücher, die bis 1615 zurückreichen, in eine lesbare Neufassung zu bringen. Eine vierbändige Kurzfassung wird von Pfarrer Guggenberger der Öffentlichkeit vorgestellt. Den 16 Mitgliedern der Arbeitsgruppe wird für ihre Leistung die Gertrud-von-le-Fort Medaille verliehen.
 Am Fellhorn wird mit der neuen Möserbahn Deutschlands erste 6er-Sesselbahn eingeweiht. Rund 12 Millionen DM hat die Fellhornbahn in Lift, Beschneiung, Wasser- und Abwasserleitungen sowie Beileitung zum Warmatsgrundbach im vergangenen Sommer investiert.
 Privatisierung des Oberstdorfer Kurhauses in die Oberstdorfer Tourismus GmbH am 1. November
 Zwei Tage sendet das ZDF anlässlich der Vier-Schanzen-Tournee aus dem Oberstdorfer Kurpark.
 Orkan "Lothar" zieht eine Spur der Verwüstung über das Oberallgäu. Bei 240 km/h Windgeschwindigkeit wird erst der Windmesser und dann das Dach des Bergrestaurants am Fellhorn weggerissen.
 Silvester Open Air Oper Carmina Burana an der Heini-Klopfer-Skiflugschanze
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            <pubDate>Tue, 07 Apr 2009 12:15:44 GMT</pubDate>
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            <title>Chronik › Oberstdorf 2000 - 2005</title>
            <link>http://www.oberstdorf.de/dorf/chronik/oberstdorf-2000-2005.html</link>
            <description>Vom 30 Jährigen Bestehen der Partnerschaft Oberstdorf - Megève über die Bergschau am Fellhorn bis zur FIS-Nordischen Ski-WM</description>
            <content:encoded><![CDATA[<a href="http://www.oberstdorf.de/dorf/chronik/oberstdorf-2000-2005.html"><img src="http://tramino.s3.amazonaws.com/s/oberstdorf/3158/150.jpg" alt="Nordische Ski WM 2005"  title="Langlaufveranstaltung im Langlaufstation Ried" width="150" height="116" /></a><br/><br/><b>Vom 30 Jährigen Bestehen der Partnerschaft Oberstdorf - Megève über die Bergschau am Fellhorn bis zur FIS-Nordischen Ski-WM</b><br/><br/>
2000

 1. Mal Musikalische Wintertage im Allgäu 9. - 13. Feb.
 Junioren Weltmeisterschaften im Eiskunstlaufen 5. - 12. März
 30jähriges Bestehen der Partnerschaft Oberstdorf - Megève
 Wilde Mändles Tanz
 100 Jahre Kolping Oberstdorf
 70jähriges Jubiläum der Nebelhornbahn am 10. Juni. Es gelten Fahrpreise wie bei der Eröffnung 1930: Eine Berg- und Talfahrt kostete damals 6 Mark
 Entstehung von "Naturkundlichen Informationszentren" am Fellhorngipfel und im Alten Rathaus
 Am 5. Juli werden die ersten Erdgasleitungen in Betrieb genommen
 Curling Europameisterschaft vom 9. - 16. Dezember
 1. Preis für "www.oberstdorf.de" In der Kategorie
Tourismusorte/Kurorte erhielt Oberstdorf vom Deutschen
Tourismusverband für die hervorragende Internet-Präsentation den 1. Preis
 Im ADAC Ski-Guide Alpen 2001 erhielt Oberstdorf insgesamt 20 Sterne: 4 Sterne für Ski-alpin, 3 für Snowboard-Extras, 4 für Langlauf, 5 für Winterwanderwege, 4 für Après-Ski
 Im Herbst 2000 feiert das Kneippkurhaus Christl. Hospiz in Oberstdorf sein 70jähriges Bestehen
 Am 28. Dezember konnte Oberstdorf erstmals bereits den 300.000 Gast dieses Jahres begrüßen

2001

 100 Jahre Gebirgstrachten- und Erhaltungsverein Oberstdorf
 FIS Weltcup-Skifliegen 1. - 4. März
 Einweihung der Bergschau an der Fellhornbahn Gipfelstation am 24. Juni. Diese naturkundliche Ausstellung auf 2037m ermöglicht den Besuchern Natur-Zusammenhänge auf erlebnisreiche Art zu entdecken.
 Am 03. August war Oberstdorf das Ziel der BR-Radltour, die durch ganz Bayern führte
 Am 21. September wurde der neue Oberstdorfer Bahnhof, nach einer Rekordzeit von einem Jahr und einem Aufwand von 5.6 Millionen Euro, eingeweiht
 Im Sommer 2001 gewinnt Oberstdorf den Förderpreis für die Homepage vitaldorf.de im Bereich Kuren und Wellness. Vergeben wurde dieser Preis vom Deutschen Tourismusverband
 Am 13. Dezember eröffnete die neue Tourist-Information am Bahnhofsplatz, die für 560000 Euro im Zeitraum eines halben Jahres, fertig gestellt wurde
2002   FIS-Weltcup im Ski-Freestyle am Fellhorn vom 4. – 6. Januar
1 Internationales Oberstdorfer Ballonfestival vom 13. – 19, Januar

2004 FIS-Weltcup Skifliegen vom 7. – 8. Februar

2005 FIS-Nordische Ski-WM vom 16. - 27. Februar
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            <pubDate>Tue, 07 Apr 2009 12:15:44 GMT</pubDate>
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        <item>
            <title>Chronik › Oberstdorf 1141 - 1885</title>
            <link>http://www.oberstdorf.de/dorf/chronik/oberstdorf-1141-1885.html</link>
            <description>Von Graf Hugo von Montfort über die Wallfahrer bis zur Rappenseehütte.</description>
            <content:encoded><![CDATA[<a href="http://www.oberstdorf.de/dorf/chronik/oberstdorf-1141-1885.html"><img src="http://tramino.s3.amazonaws.com/s/oberstdorf/935/150.jpg" alt="Altes Bild vom Prinz-Luitpold-Hauses"   width="150" height="102" /></a><br/><br/><b>Von Graf Hugo von Montfort über die Wallfahrer bis zur Rappenseehütte.</b><br/><br/>
1141 erste urkundliche Erwähnung (Weiheinschrift in der Kirche) 

1166 wird Corneja (Kornau) in einer Isnyer Klosterurkunde genannt. 

1351 erwerben die Heimenhofen den Kirchensatz zu 'Obrostdorf' von der Rettenberger-Tochter Adelheid von Waldburg. 

1422 erhält Ulrich von Heimenhofen die Niedergerichtbarkeit für Oberstdorf. 

1440 kauft das Hochstift Augsburg die Hälfte des heimenhofischen Besitzes (auch den zu Oberstdorf). 

1477 geht der Rest der Heimenhofer Rechte in Oberstdorf an den Fürstbischof von Augsburg über. 

1495 erhält Oberstdorf das Marktrecht und ein Hochgericht vom König, dem späteren Kaiser Maximilian verliehen. 

1518 Graf Hugo von Montfort ließ in Tiefenbach an der Schwefelquelle ein Bad erbauen, ein erster Schritt in Richtung Gesundung und Kur war getan. 	

1569 nennt Sebastian Münster in einer "Cosmographia" das "für das Feber" (Fieber) heilsame Schwefelbad in "Teuffenbach".

1644 sucht dann Graf Hugo von Königsegg in der Tiefenbacher Quelle Linderung und Heilung und errichtet ein neues Badhaus.

1660 kam eine andere Art von Gästen nach Oberstdorf, die Wallfahrer. Neben vielen Pilgern aus nah und fern, zogen z. B. die Bewohner des benachbarten Lechtales (ab 1665) über die Berge zur wundertätigen Muttergottes von Loretto. Das 1661 erbaute und heute noch bestehende Benefiziatenhaus neben den Kapellen diente als Pilgerherberge, bis 1804 im Rahmen der Säkularisation und "Aufklärung" Wallfahrten verboten wurden. 	Über Jahrhunderte hinweg besuchten die Bewohner der näheren und weiteren Umgebung - auch die des Walsertales und des Tannberggebietes - die Oberstdorfer Jahrmärkte und Viehmärkte. Viele der Käufer konnten den weiten Weg nicht an einem Tag schaffen. So waren diese Menschen hier zu beherbergen. Dies hielt an, bis im 19. Jahrhundert die politischen Verhältnisse die alten Traditionen brachen.

1796-1809 waren mehrfach hunderte "Gäste" zu beherbergen und bewirten. Doch sah man diese weit lieber gehen als bleiben: Kriegsvolk. Den gegen Franzosen und Bayern rebellierenden Tirolern und Vorarlbergern schlossen sich drei Oberstdorfer Kompanien an. Erfolg: Der Aufstand brach zusammen, fünf Oberstdorfer Bürger als Geiseln in Frankreich und gewaltige Steuerlasten. 	

1818 - 1820 erfolgte die Landvermessung in Oberstdorf. Die genauen Karten regten reise- und abenteuerlustige Menschen zum Besuch des Gebirges an. Die Zahl ist noch gering, aber 1830 nächtigen rund 140 Personen in den drei Oberstdorfer Gasthöfen (Löwen, Mohren, Sonne). Drei dieser "Übernächtler" werden als "Lustreisende" bezeichnet. Aber schon machte sich ein Bergtourismus bemerkbar, so führt z. B.

1836 der Jäger Josef Ignaz Dorn einen Rentmeister Bizzenberger auf den Hochvogel. Es sind dann meist Wissenschaftler, die unsere Berge besuchen. So durchforscht um 

1850 Prof. Dr. Otto Sendtner, von den Jägern Franz Schafhittl bzw. Vinzenz Schraudolph geführt, die Allgäuer Alpen. Sein Buch "Vegetationsverhältnisse Südbayerns" (1854) lockt Botaniker an.

1856 schreibt Dr. Groß in seinem Führer "Die Allgäuer Alpen um Sonthofen und Oberstdorf", dass in Oberstdorf über 30 Häuser zur Aufnahme von Fremden eingerichtet sind. Er weist auch darauf hin, dass Oberstdorf bei den vortrefflichen Ziegenmolken der nahen Alpen als Kurort für gewisse Formen von Lungenleiden sehr empfehlenswert sei. 	

1865 erfolgt die erste bekannte Investition im Interesse des Fremdenverkehrs: die Weganlage zum Faltenbach-Wasserfall; vernichtet ein Großbrand in den Morgenstunden des 6. Mai 1865 von 308 Häusern Oberstdorfs. Kirche, Schule, Rathaus, alle Kämmereien, Bäckereien, wie auch die drei Gasthöfe werden ein Raub der Flammen.

1866 ist Oberstdorf eine Großbaustelle, 101 Häuser entstehen neu; bei vielen wird bereits dem Fremdenverkehr Rechnung getragen.

1868 Johann Baptist Schraudolph ist erster behördlich autorisierter Bergführer Oberstdorfs.

1869 Gründung des Deutschen Alpenvereins, auch Gründung der Sektion Allgäu-Immenstadt. Die Sektionen Immenstadt und Kempten werden durch den Bau von Wegen und Unterkunftshütten, sowie als Künder der Schönheiten der alpinen Welt zum Bahnbrecher für den Fremdenverkehr.

1872 Gründung des Verschönerungsvereins (gemeinnütziger Verein) in Oberstdorf und damit Beginn des Baues von Wanderwegen, Aufstellung von Ruhebänken und Pflanzen von Alleen. 	

1873 Zusammenschluß des Deutschen und Österreichischen Alpenvereins (DuÖAV); Fortführung der Eisenbahn von Immenstadt nach Sonthofen.

1875 wird das Waltenbergerhaus im Bockkar als erste AV-Hütte von der Sektion Immenstadt erstellt. 1885 Neubau an heutiger Stelle.

1876 erlässt der Markt Oberstdorf in Verbindung mit den Sektionen Immenstadt und Kempten eine Bergführerordnung, sie verpflichten darin u.a. die Bergführer zum Rettungsdienst; erstmals evangelische Gottesdienste im Rathaussaal in der Hauptsaison.

1881 Einweihung des Prinz-Luitpold-Hauses am Hochvogel (S.Immenstadt)

1883 entsteht am Rauhen die Moorwasser-Badeanstalt (Damen und Herren baden durch eine Bretterwand getrennt); baut der Mohrenwirt Steiner am Lindenacker das Gesellschaftshaus mit Lesezimmer, Spielzimmer, Rauchzimmer, Billardsalon u.a.

1885 erstellt die AV-Sektion Kempten die Rappenseehütte.]]></content:encoded>
            <pubDate>Tue, 07 Apr 2009 12:15:42 GMT</pubDate>
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            <title>Chronik › Der große Brand von 1865</title>
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            <description>Ein einschneidendes Datum in der Geschichte Oberstdorfs ist der 6. Mai 1865. Denn in dieser Nacht fielen 146 Häuser des Orts einem Großbrand zum Opfer. Immerhin zwei Drittel des gesamten Dorfes.</description>
            <content:encoded><![CDATA[<a href="http://www.oberstdorf.de/dorf/chronik/der-grosse-brand-von-1865.html"><img src="http://tramino.s3.amazonaws.com/s/oberstdorf/214/150.jpg" alt="Feuerwehreinsatz beim grossen Brand von 1865"  title="Feuerspritze auf dem Weg zum lichterloh brennenden Oberstdorfer Ortskern im Jahre 1865." width="150" height="91" /></a><br/><br/><b>Ein einschneidendes Datum in der Geschichte Oberstdorfs ist der 6. Mai 1865. Denn in dieser Nacht fielen 146 Häuser des Orts einem Großbrand zum Opfer. Immerhin zwei Drittel des gesamten Dorfes.</b><br/><br/>
Der 5.Mai 1865 war ein warmer Frühlingstag und seit Ende März hatte es nicht mehr geregnet. Alles wartete auf Regen, der endlich die ersehnte Abkühlung bringen und der Natur wieder ein wenig Feuchtigkeit geben sollte. 

In der Nacht dann, so gegen 2 Uhr, stand plötzlich das Haus in Flammen, wo heute die Hypo-Bank steht. Aufgrund der vorhergegangenen Trockenheit griff das Feuer ganz schnell über auf die umliegenden Häuser. Bis die Feuerspritze am Brandgeschehen eintraf, brannte es in diesem Viertel schon lichterloh. Der aufkommende Wind trug noch dazu bei, dass selbst die Feuerspritze in Flammen aufging. 

In der Augsburger Zeitung fand man später folgenden Artikel zu lesen: 

bq. "Die Bauart ganz von Holz und Schindeldächern, und die sechswöchentliche Trockenheit machten die unermüdlichen und mit ungebrochenem Mut und Ausdauer unterhaltenen Anstrengungen der unerschrockenen Oberländer zunichte, von welchen sich einzelne auf den Löschmaschinen mit Wasser begießen ließen, um der fürchterlichen Hitze zu trotzen. Wie groß die Flammensäule gewesen, möge die Tatsache beweisen, dass angebrannte Papiere und Zeugstücke bis ins Hintersteiner Tal flogen, also über den Daumen, dessen Spitze etwa 4.500 Fuß über der Talsohle von Oberstdorf liegt." 

Der gesamte mittlere Markt war dem Erdboden gleichgemacht. Nur noch qualmende Reste blieben übrig von den schönen alten Holzhäusern. Das alte Oberstdorf war unwiederbringlich verschwunden! 

Leider ist uns keine einzige Fotografie vom alten Oberstdorf überliefert. Und auch sämtliche Gemälde des Ortes, die sich in den Gast- und Geschäftshäusern im mittleren Markt befanden, wurden ein Raub der Flammen.]]></content:encoded>
            <pubDate>Tue, 07 Apr 2009 12:15:39 GMT</pubDate>
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            <title>Chronik › Die Hexenversammlung bei Oberstdorf</title>
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            <description>Außerhalb Oberstdorf gegen den Faltenbach zu stand vor Zeiten 'einschicht' ein kleines Häuschen, das nun aber schon längst abgebrochen ist, so daß man jetzt kaum die Stelle mehr erkennt, wo es gestanden hatte.</description>
            <content:encoded><![CDATA[<b>Außerhalb Oberstdorf gegen den Faltenbach zu stand vor Zeiten 'einschicht' ein kleines Häuschen, das nun aber schon längst abgebrochen ist, so daß man jetzt kaum die Stelle mehr erkennt, wo es gestanden hatte.</b><br/><br/>
In diesem Häuschen ging es oft nicht mit rechten Dingen zu. Kamen da einmal zur Winterszeit des Morgens lang vor Betläuten einige Oberstdorfer Burschen, die zum "Heuzug" in den "Faltenbach" wollten, vorbei und sahen das Häuschen hell erleuchtet und vernahmen gar prächtige Musik aus dem- selben. Den Burschen kam das um solche Zeit unheimlich und verdächtig vor, und darum wollten sie nicht vorwitzig sein oder freveln und gingen ruhig ihres Weges weiter, bis auf einen unter ihnen, den die Neugierde zu sehr plagte, und der es darum nicht lassen konnte, in das Häuschen hineinzugehen, um zu erfahren, was denn da alles vorgehe. 
Da sah er allerlei Leute drinnen; die waren voller Lustbarkeit und tanzten und hüpften, und an einem Platze waren Musikanten, die aufspielten und gar wunderbare Musik machten, dass er sich zu ihnen hinstellte und nicht genug hören konnte. Da gab ihm sogleich einer eine Pfeife und forderte ihn zum Mitblasen auf, und als er sagte, er könne nicht Musik, so meinten die alle, er solle es nur einmal probieren, und nötigten ihn, bis er mittat. 
Siehe da, sein Pfeifchen stimmte gar trefflich zu der übrigen Musik und ging so überaus schön, dass er sich darob über die Maßen freute und in seiner Verwunderung ausrief: 'Jesses, ischt dös Ding so schi!' Aber den Namen Jesus aussprechen, und alle Leute waren verschwunden, und das Häuschen stand wieder leer wie zuvor. In Händen aber hatte er einen Katzenschwanz; das war die vermeintliche Pfeife, auf der er geblasen hatte. Der Bursche ging darauf heim, und in drei Tagen war er eine Leiche.
Quelle: Allgäuer Sagen, Aus K. A. Reisers "Sagen, Gebräuche und Sprichwörter des Allgäus"

]]></content:encoded>
            <pubDate>Tue, 07 Apr 2009 12:15:39 GMT</pubDate>
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            <title>Chronik › Die Schweden in Oberstdorf</title>
            <link>http://www.oberstdorf.de/dorf/chronik/die-schweden-oberstdorf.html</link>
            <description>Als die Schweden gegen Oberstdorf angerückt kamen, flüchteten viele in die Berge, und auch die Kirchenschätze, wie die Monstranzen, Kelche und sonstige Goldsachen, suchte man in Sicherheit zu bringen und trug sie auf das Gündle, eine Alpe hoch oben seithalbs Gerstruben am Kegelberg, wohin durch das steile Berggehänge ein schmaler Pfad im Zickzack führt.</description>
            <content:encoded><![CDATA[<b>Als die Schweden gegen Oberstdorf angerückt kamen, flüchteten viele in die Berge, und auch die Kirchenschätze, wie die Monstranzen, Kelche und sonstige Goldsachen, suchte man in Sicherheit zu bringen und trug sie auf das Gündle, eine Alpe hoch oben seithalbs Gerstruben am Kegelberg, wohin durch das steile Berggehänge ein schmaler Pfad im Zickzack führt.</b><br/><br/>
Die Gerstrubener, zehn bis zwölf Mann, hielten hier Wache und den Ort besetzt, warfen Schanzwerke auf und hielten zahlreiche lose Steinblöcke bereit, um sie beim Anrücken des Feindes herablassen zu können. Wirklich versuchten es die Schweden, denen der Zufluchtsort von einem schlechten Weibsbild verraten worden war, das Gündle zu erstürmen; allein die herabrollenden Felsen taten ihre Wirkung und trieben sie wieder zurück. Nun plünderten und raubten sie in der Umgegend alle zugänglichen Orte und Häuser aus und trieben bis von der Lugenalpe eine große Viehherde mit sich fort und Sonthofen zu. 

Allein in der Rubener Oib, wo damals noch Holz stand, hatten sich viele Oberstdorfer Weiber mit Bienenkörben verborgen, und als nun die gestohlene Herde hier durchkam, warfen sie die Bienenkörbe unter das Vieh, wodurch die Bienen zornig über dasselbe herfielen und es durch ihre Stiche wild machten, so dass es nach allen Seiten auseinanderstob und sich im Walde und in den Feldern verlor. Die verlaufenen Stücke fing man nachher wieder ein, und so ward ein großer Teil der Herde gerettet. Seit dieser Zeit dürfen die Weiber in Oberstdorf auf beiden Seiten in der Kirche Platz nehmen.
	
Quelle: Allgäuer Sagen, Aus K. A. Reisers "Sagen, Gebräuche und Sprichwörter des Allgäus"]]></content:encoded>
            <pubDate>Tue, 07 Apr 2009 12:15:39 GMT</pubDate>
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            <title>Chronik › Anfänge des Alpinismus in Oberstdorf</title>
            <link>http://www.oberstdorf.de/dorf/chronik/anfaenge-alpinismus-oberstdorf.html</link>
            <description>Die Erklärung des Jahres 2002 zum „Jahr der Berge“ weckt in Oberstdorf Erinnerungen an die Erschließung der Allgäuer Alpen für Bergsteiger und Wanderer. Damit verbunden war der alpine Tourismus im Allgäu und die Entwicklung Oberstdorfs zum „Fremdenverkehrsort“.</description>
            <content:encoded><![CDATA[<a href="http://www.oberstdorf.de/dorf/chronik/anfaenge-alpinismus-oberstdorf.html"><img src="http://tramino.s3.amazonaws.com/s/oberstdorf/223/150.jpg" alt="Versorgung der Hütte"   width="150" height="93" /></a><br/><br/><b>Die Erklärung des Jahres 2002 zum „Jahr der Berge“ weckt in Oberstdorf Erinnerungen an die Erschließung der Allgäuer Alpen für Bergsteiger und Wanderer. Damit verbunden war der alpine Tourismus im Allgäu und die Entwicklung Oberstdorfs zum „Fremdenverkehrsort“.</b><br/><br/>
Oberstdorf – ein abgelegenes Bergbauerndorf

Um 1800 wurde das Bild des südlichsten Bergdorfes im Oberallgäu noch von geduckten Holzhäusern mit steinbeschwerten „Landerdächern“ (Holzschindeln) und winkligen Gassen bestimmt, die sich um eine stattliche Kirche mit einem ebenfalls schindelgedeckten Spitzturm scharten. Statt der heutigen Wiesen war das damalige Dorf von Getreideäckern mit Hafer, Gerste, Emmer (Weizen) und von Flachsfeldern umgeben. Der Futterbedarf für das Vieh wurde durch mühsames Mähen der Hangwiesen in den unteren und den hochgelegenen steilen „Bergmähdern“ gewonnen. Damit verbunden waren oft gefahrvolle Transporte des geernteten Heues mit Hörnerschlitten beim so genannten winterlichen „Heuzug“.

Das Interesse an der Bergwelt wird geweckt

Den Begriff des Alpinismus gab es noch nicht. Alphirten, Jäger, Jagdherren und Wilderer wagten sich vorsichtig, nur soweit es ihr Zweck erforderte, in die Berge hinauf, in eine für sie unbekannte Welt, über der ein geheimnisvoller Bann lag. Zum ersten Mal hörte man Ende des 18. Jahrhunderts von Botanikern, die das Allgäuer Gebirge zu Forschungszwecken aufgesucht haben sollen. Von Amts wegen gab es in den Jahren 1818-1820 und von 1835-1844 die ersten Landvermessungen, bei denen mit Hilfe berggewohnter Jäger, Hirten und Wildheuer einige Gipfel der Allgäuer Alpen, darunter Biberkopf, Mädelegabel, Höfats, Schneck und Hochvogel bestiegen wurden. Doch schon bald machten auch wagemutige Oberstdorfer Männer von sich reden. Von dem Oberstdorfer Jäger Ignaz Dorn, dem Vater des später als Adlerkönig bekannten Leo Dorn, wird berichtet, dass er im Jahre 1836 mit dem Rentenmeister F.A. Bizzenberger aus Württemberg den Hochvogel bestiegen hat.
Bekannt wurden die Brüder Jochum, Urban, Alois und Mathias, einfache Hirten aus der Birgsau, die 1853 als erste die Trettach bestiegen. An der Höfats waren es in der Jahrhundertmitte die beiden Jagdgehilfen des späteren Prinzregenten Luitpold von Bayern, Thaddäus Blattner und Leo Dorn, der wie schon erwähnt legendäre „Adlerkönig“, die sich an den schmalen Graten und abschüssigen Flanken dieses Gipfelgestirns so schwierige Aufgaben stellten, wie sie von den klassischen Bergsteigern erst Jahrzehnte später in Angriff genommen wurden. Diese und sicher noch manche uns bekannte Oberstdorfer Bergsteiger waren Pioniere auf dem Weg zum Alpinismus.
Daneben leisteten die wissenschaftlichen Exkursionen mit ihren schriftlichen Auswertungen einen großen Beitrag zur bergsteigerischen Entwicklung und weckten das Interesse der „Unterländer“. Anton Waltenberger, Herrmann Freiherr von Barth und Hans Modlmayer sind nur einige Namen, die das Bergsteigen populär machten.


Die Gäste vertrauen sich Bergführern an

Unter den in Oberstdorf langsam immer mehr werdenden „Sommerfrischlern“ gab es vermehrt Gäste, die aus Freude an der Schönheit der Natur, der Neugier auf Unbekanntes, der Lust an körperlicher Betätigung und an dem bewussten Aufsuchen und Überwinden von Schwierigkeiten den Wunsch hatten, mit einem erfahrenen Führer ins Gebirge zu gehen. 
Zunächst waren es oft die Gastgeber, die für ein Trinkgeld gern diesen Dienst für die „Herrelitt“ übernahmen. Allmählich entwickelte sich dieser Führer- und Trägerdienst zu einem lukrativen Nebenverdienst. Durch den 1869 in München gegründeten Deutschen Alpenverein erhielt 1876 auch das Bergführerwesen eine grundlegende Ordnung, die von der Marktgemeinde Oberstdorf übernommen wurde, wobei auch die Gebühren für die einzelnen Führungen festgelegt wurden.
Hier einige Beispiele:
Freibergsee 1,50 Mark; Vordere Seealpe, hintere Seealpe, Nebelhorn und zurück 7,-- Mark; Spielmannsau, Obermädelealp, Mädelegabel und zurück 10,-- Mark.

Der Alpenverein setzte sich auch dafür ein, tüchtige Bergführer in Schulungen heranzubilden uns sie nach einer Prüfung mit dem Bergführerabzeichen mit dem AV-Edelweiß auszuzeichnen. Der erste, der in Oberstdorf noch vor der Einführung der Bergführerprüfung vom Alpenverein anerkannt und 1875 als Bergführer autorisiert wurde, war Johann Baptist Schraudolf (1826-1908) von Einödsbach. In seinen Führungsbüchern sind allein 416 Mädelegabelführungen bestätigt.

Mit Zunahme des Alpinismus ergab sich die Notwendigkeit Wege auszubauen und Hütten für Übernachtungen zu errichten. Schon Hermann Freiherr von Barth, der als Erschließer der Kalkalpen auch im Allgäu gilt, und der innerhalb des Jahres 1869 insgesamt 44 Gipfel bestieg, machte nach zahlreichen Nächtigungen in Alphütten, im Heulager bei Hirten und Sennen auf den Bedarf an „Alpennachtlagern“ aufmerksam. Der Akademische Alpenverein in München hat sein 1900 in der Hornbachkette erbautes Unterkunftshaus nach ihm "Hermann-von-Barth-Hütte" benannt.

Der Alpenverein baut Hütten

Wie bei der Ausbildung der Bergführer übernahm auch beim Hütten- und Wegebau der 1869 in München gegründete Deutsche Alpenverein mit seinen nach und nach entstehenden örtlichen Sektionen diese Aufgaben. Im Jahr 1875 baute die Sektion Allgäu-Immenstadt, der auch Oberstdorf angeschlossen war, in unserem Gebiet an der Mädelegabel die erste Hütte. In Anerkennung des erfolgreichen Bergsteigers, Bezirksgeometers und Gründungsmitglieder der Sektion, Anton Waltenberger, erhielt die Hütte den Namen „Waltenberger Haus“. 1881 erbaute ebenfalls die Sektion Immenstadt das zu Ehren des häufig zur Jagd in Oberstdorf weilenden Bayerischen „Prinzregenten Luitpold“ das nach ihm benannte Haus, unterhalb des Hochvogels. 1890 entstand auch durch den Immenstädter Alpenverein das „Nebelhornhaus“, das später zur Erinnerung an den damaligen, hochverdienten Vorsitzenden und Gönner der Sektion in „Edmund-Probst-Haus“ umbenannt wurde.
Auch die Sektion Allgäu-Kempten blieb nicht untätig. 1885 errichtete sie im Rappenalptal die „Rappenseehütte“, Ausgangspunkt des später erbauten „Heilbronner Weges“, und 1891 im Trettachtal oberhalb des Sperrbachtobels nahe dem „Mädelejoch“ auf Holzgauer Grund die „Kemptner Hütte“. Im Jahr 1920 erbaute der Mindelheimer Alpenverein im oberen Rappenalptal nahe der Schafalpköpfle die „Mindelheimer Hütte“ und wenig später auf der anderen Seite an der höchsten Stelle die „Fiderepass-Hütte“, eine weitere kleine Unterkunftshütte. Diese ging dann 1947 in den Besitz der 1925 gegründeten Sektion Oberstdorf über. Alle diese Hütten existieren auch heute noch, allerdings nicht mehr in ihrer ursprünglichen Form, denn sie wurden mit dem Wachsen des Bedarfes und der Ansprüche inzwischen mehrfach erweitert, umgebaut und modernisiert.


Wer versorgte die Bergsteiger mit Nahrung und Getränken? 

Es waren die Hüttenwirte, Leute aus der Umgebung, die sich der hungrigen und durstigen Gipfelstürmer annahmen. Während heute Hubschrauber oder Materialbahnen das hierzu Notwendige in die Höhe bringen, waren es früher Lastenträger, die als unentbehrliche Helfer, ausgerüstet mit Kopfreff und Traghose Material zum Bau der Hütten und Proviant für die Gäste auf schwierigen Pfaden zu den Hütten brachten. (Im Oberstdorfer Heimatmuseum sind neben anderen bergsteigerischen Ausrüstungen auch Kopfreff und Lastenhosen zu besichtigen.) Wo es möglich war, wurden Lasttiere, die so genannten „Mulis“, eingesetzt. Neben den Oberstdorfer Lastenträgern waren es auch junge Männer aus dem Lechtal und Tirol, die z.B. die Kemptner Hütte vom Lechtal (Holzgau) aus auf dem noch heute benutzten „Wallfahrtsweg“ versorgten.

Die alpinen Wege wurden ausgebaut

Die Errichtung der Hütten machte auch verstärkt den Bau von Zugangswegen erforderlich. Diese wurden dann untereinander durch Verbindungswege vernetzt und durch Aufstiegsrouten zu den wichtigsten Gipfeln der Allgäuer Alpen ergänzt. So waren bald darauf das „Edmund-Probst-Haus“ mit dem „Prinz-Luitpold-Haus“ durch einen markierten Weg von besonderer landschaftlicher Schönheit verbunden. Zugleich wurde auch der Aufstieg zum Hochvogelgipfel über einen Felssteig erleichtert. Bereits 1875 schuf man auch den Übergang vom Dietersbach- zum Oytal über den „Älpelesattel“. Die Krönung aller Wegebau-Aktivitäten in den Bergen des Hauptkammes der Allgäuer Alpen war die Anlage des „Heilbronner Wegs“, der 1899 feierlich eröffnet wurde. 

Später wurden dann die Wege von der Fiderepasshütte zum Fellhorn und von dort über den „Schlappoldkamm“ zur „Sölleralpe“ und weiter von „Schönblick“ aus über die „Alte Walser Fahrstraß“ hinab nach Oberstdorf erschlossen. Zugleich entstanden die Wege zum „Hohen Ifen“ und über das „Gottesackerplateau“, die anschließend viel von Oberstdorf aus begangen wurden. Im „Baedecker“ von 1908 wird dieses Gebiet „zur Besteigung auf markierten Routen oder mit Führer“ ebenso empfohlen, wie „Biberkopf“, „Hohes Licht“, „Nebelhorn“ und „Hochvogel“. Heute ist Oberstdorf durch ein ausgedehntes Netz vielbegangener alpiner Wege und Klettersteige wie dem Hindelanger und Mindelheimer mit den Gipfeln der Nord-, Ost-, Süd- und Westalpen sowie mit Südtirol, der Schweiz und Italien verbunden.]]></content:encoded>
            <pubDate>Tue, 07 Apr 2009 12:15:39 GMT</pubDate>
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        <item>
            <title>Chronik › Anfänge der Bergwacht</title>
            <link>http://www.oberstdorf.de/dorf/chronik/anfaenge-bergwacht.html</link>
            <description>Das Interesse an der Bergwelt wuchs und für immer mehr Einheimische und Gäste wurde das Bergsteigen und Wandern zur Leidenschaft.</description>
            <content:encoded><![CDATA[<a href="http://www.oberstdorf.de/dorf/chronik/anfaenge-bergwacht.html"><img src="http://tramino.s3.amazonaws.com/s/oberstdorf/224/150.jpg" alt="Logo der Bergwacht"   width="150" height="171" /></a><br/><br/><b>Das Interesse an der Bergwelt wuchs und für immer mehr Einheimische und Gäste wurde das Bergsteigen und Wandern zur Leidenschaft.</b><br/><br/>
Was zu Anfang als bergsteigerische Leistung für Wenige zählte, entwickelte sich durch viele Erleichterungen immer mehr auch zum Freizeitvergnügen von Menschen, die die Gefahren der Berge unterschätzten. Im Bewusstsein der Verantwortung verpflichtete sich deshalb schon der 1869 gegründete Alpenverein jeden der von ihm autorisierten Bergführer zur Hilfe für in Bergnot geratene Bergsteiger. Aber noch ein weiteres Problem ergab sich aus der immer größer werdenden Zahl von Alpinisten, die neben dem Gipfelerlebnis auch der von allen bewunderten Alpenflora begegneten. Der farbenfrohe Alpenblumenteppich verführte immer wieder die so genannten „Naturfreunde“ ein Stück dieser Pracht mit nach Hause zu nehmen. Besonders begehrt war das Edelweiß. Während 1885 Dr. Hans Modlmayer noch von ganzen Büscheln Edelweiß berichtete, die er einer Festgesellschaft der Höfats mitbrachte, heißt es schon 1898 in einer Oberstdorfer Aufzeichnung „es wurde gegen die Ausrottung von Edelweiß polizeiliche Einschränkung empfohlen“. Trotzdem ging es soweit, dass sogar Alpenblumen in großen Mengen an die Gäste im Tal verkauft wurden. 1911 erließ das Bezirksamt Sonthofen ein Verkaufsverbot von Alpenblumen in Bahnhöfen und Gaststätten. 

Nach dem 1. Weltkrieg am 22. Juli 1920 gründeten junge tatkräftige Alpenvereinsmitglieder in München zum Schutz der Alpenflora die „Bergwacht“. 1923 gab es in Deutschland bereits sieben Bergwachtabteilungen, darunter auch eine in Oberstdorf. Die engagierten Mitglieder hatten es sich zur Aufgabe gemacht, über die Blütenpracht in den höheren Lagen zu wachen und ihren Missbrauch zu verhindern. Sie richteten sich auf den Bergen Posten ein, von denen sie gute Einblicke in das Gelände hatten. Dadurch entdeckten sie auch manchen Bergunfall und konnten Erste Hilfe leisten. Um hierfür gut ausgerüstet zu sein, wurden in den Alphütten ständige Rettungsbereitschaften eingerichtet und improvisierte Transportgeräte „Marke Eigenbau“, Verbandsmaterial, Medikamente, Fackeln und Laternen deponiert.
Immer mehr entwickelten sich die Bergwachtleute von eigentlichen Blumenschützern zu „Engeln der Berge“, die jährlich in vielen Fällen oft unter Einsatz ihres eigenen Lebens Menschen aus Bergnot retteten.

War zu Anfang noch viel Phantasie und Eigeninitiative bei der Herstellung der Hilfsmittel für die Versorgung und den Transport der Verunglückten notwendig, ist es heute nur durch moderne Rettungsgeräte und zuverlässige, zweckmäßige Ausrüstung bis hin zum Hubschrauber und eine fundierte Ausbildung möglich, soviel Einsätze wie heute zu leisten und schnell überall Hilfe zu bringen.
Nach dem zweiten Weltkrieg wurde die bis dahin dem Deutschen Alpenverein unterstellte Bergwacht in das Rote Kreuz eingegliedert.
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            <pubDate>Tue, 07 Apr 2009 12:15:39 GMT</pubDate>
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            <title>Chronik › Bau der Nebelhornbahn</title>
            <link>http://www.oberstdorf.de/dorf/chronik/bau-nebelhornbahn.html</link>
            <description>Mit Weitblick hatte schon 1914 der Oberstdorfer Verkehrs- und Kurverein mit einigen Oberstdorfer Persönlichkeiten die Firma Fühler und Schulze aus München unterstützt, als diese ihnen das Projekt einer Seilschwebebahn auf das Nebelhorn vorlegte.</description>
            <content:encoded><![CDATA[<a href="http://www.oberstdorf.de/dorf/chronik/bau-nebelhornbahn.html"><img src="http://tramino.s3.amazonaws.com/s/oberstdorf/225/150.jpg" alt="Bau der Nebelhornbahn"   width="150" height="112" /></a><br/><br/><b>Mit Weitblick hatte schon 1914 der Oberstdorfer Verkehrs- und Kurverein mit einigen Oberstdorfer Persönlichkeiten die Firma Fühler und Schulze aus München unterstützt, als diese ihnen das Projekt einer Seilschwebebahn auf das Nebelhorn vorlegte.</b><br/><br/>
Die Genehmigung zum Bau lag im Juni 1914 vor, als der erste Weltkrieg weitere Pläne verhinderte. Wenn auch nach Kriegsende das Thema einer Seilbahn aufs Nebelhorn immer wieder aufgegriffen wurde, dauerte es doch bis zum Jahr 1925, bis das Interesse daran festere Formen annahm. Ein Dr. Walter Jahn, Fabrikant aus München, hatte den Stein ins Rollen gebracht. Tatkräftige, ideenreiche Oberstdorfer griffen ihn auf und gingen daran, die Idee in die Tat umzusetzen. 

Am 08. Februar 1925 wurde der Nebelhornbahnverein aus der Taufe gehoben. Am 19. Oktober 1927 gründete sich die Nebelhornbahn-Aktiengesellschaft mit einem Aktienkapital von 600.000 RM. Durch den Kaufvertrag vom 22. Dezember 1927 wurde das gesamte Nebelhornbahngebiet im Ausmaß von 978 Hektar aus der Hand der Vermögensverwaltung des Hauses Wittelsbach erworben. 

Die Genehmigung zum Bau und Betrieb einer Personendrahtseilbahn auf das Nebelhorn erteilte am 26. Juni 1928 das Staatsministerium für Handel, Industrie und Gewerbe. Nachdem zunächst eine Hilfsbahn bis zur Seealpe gebaut worden war, konnte mit dem Bau der Fundamente für die acht Stützen begonnen werden. Die erforderliche Länge von fast fünf Kilometern machte es notwendig, die Fahrstrecke in zwei Abschnitte zu unterteilen. Dadurch musste neben der Tal- und Bergstation auch eine Mittelstation gebaut werden. Der gesamte Hochbau, einschließlich dem Aufbau der Eisenkonstruktion der Stützen, der Stationen und dem Aufziehen der Seile, wurde im Februar 1930 vollendet. Die Montage der Dieselmotoren in der Bergstation und das Einhängen der Kabinen fallen in die Zeit Februar 1929 bis Ende März 1930.

Die Nebelhornbahn ist betriebsbereit

Am 1. April – manche hielten es für einen Aprilscherz – war es dann soweit. Um 16.00 Uhr schwebte die erste Kabine der Nebelhornbahn in die Höhe. Als das Oberstdorfer Gemeinde- und Fremdenblatt am 10. Mai 1930 für 12.00 Uhr die erste öffentliche Auffahrt ankündigte, stand dort zu lesen: 
„Heute Mittag um 12.00 Uhr wird unter Böllerschüssen der erste Wagen mit offiziellen Fahrgästen zu Berg fahren. Da zunächst in der Hauptsache mit Fahrgästen aus Oberstdorf gerechnet werden kann, haben wir heute, um etwas ängstlichen Gemütern Mut zur Auffahrt zu geben, an die Spitze unserer Zeitung einen Artikel über die technischen Sicherungen der Bahn gestellt, die dartun, dass alle menschenmöglichen Vorkehrungen getroffen wurden, zur Verhütung von Unfällen.“
Wie gut diese Vorkehrungen waren und sind, zeigt die Tatsache, dass es in der Geschichte der Nebelhornbahn keine nennenswerten Unfälle gegeben hat.

Finanzielle Berg- und Talfahrt

Die finanziellen Erwartungen, die an die Bahn geknüpft wurden, erfüllten sich zunächst allerdings nicht. Die schlechte wirtschaftliche Lage dieser Zeit ließ nur wenige Gäste nach Oberstdorf kommen. Sanierungen und technische Neuerungen verschlangen viel Kapital. 1934 stieg dann die Fahrgastzahl sprunghaft an und erreichte 1937 einen absoluten Höhepunkt. 

Der Zweite Weltkrieg brachte einen Besucherrückgang. Auch die erste Nachkriegszeit verzeichnete keine großen Besucherzahlen. Erst nach der Währungsreform 1948 ging es mit der Nebelhornbahn im wahrsten Sinne des Wortes „bergauf“. Ob im Winter oder im Sommer, jede Saison brachte eine Steigerung im Oberstdorfer Fremdenverkehr und damit auch eine stärkere Frequentierung der Nebelhornbahn, die sich im Laufe der Jahre und Jahrzehnte immer wieder den Forderungen der Zeit anpasste, ob durch Neubauten oder technische Verbesserungen. Nur so war es möglich, dass sie rund 15 Millionen Menschen bis zu ihrem 70-jährigen Jubiläum in Jahr 2002 auf das 2224 Meter hohe Nebelhorn befördern konnte.

Wenn es auch zu Anfang warnende Stimmen zum Bau der Nebelhornbahn gegeben hat, so bestätigte sich doch der Satz, den das Oberstdorfer Gemeinde- und Fremdenblatt anlässlich der Einweihungsfeier am 10. Juni 1930 schrieb: „Wenn heute noch nicht alle Köpfe den Wert der Nebelhornbahn erfassen, der Abstand der Zeit wird uns einmal beweisen, dass die Verfechter dieser Idee unserem Ort einen großen Dienst erwiesen haben.“]]></content:encoded>
            <pubDate>Tue, 07 Apr 2009 12:15:39 GMT</pubDate>
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            <title>Chronik › Das Oberstdorfer Weihnachtsbild</title>
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            <description>Wenig beachtet hängt an der Westfront der Oberstdorfer Pfarrkirche, in der Nähe des Weihwasserbeckens, ein Weihnachtbild, über dessen Herkunft in Oberstdorf bis zum vorigen Jahrhundert wenig bekannt war.</description>
            <content:encoded><![CDATA[<a href="http://www.oberstdorf.de/dorf/chronik/das-oberstdorfer-weihnachtsbild.html"><img src="http://tramino.s3.amazonaws.com/s/oberstdorf/226/150.jpg" alt="Weihnachtsbild"   width="150" height="253" /></a><br/><br/><b>Wenig beachtet hängt an der Westfront der Oberstdorfer Pfarrkirche, in der Nähe des Weihwasserbeckens, ein Weihnachtbild, über dessen Herkunft in Oberstdorf bis zum vorigen Jahrhundert wenig bekannt war.</b><br/><br/>
Marie-Luise Althaus, Wirtin des Café Karatsbichl, entdeckte es bei einer Besichtigung der Kirche mit einer Firmgruppe und wurde neugierig auf die Geschichte des Bildes. Zwei Jahre dauerten ihre Recherchen, in denen sie in mühevoller Kleinarbeit alles Wissenswerte zusammentrug.

Ihren Bericht darüber fanden wir in „Unser Oberstdorf“, „Blätter zur Heimatgeschichte“, Heft 23. Dezember 1993. Daraus können wir nur in einer Zusammenfassung Auszüge wiedergeben. Nun also zur Geschichte des Bildes, der Menschen, die es begleiteten, und wie es den Weg in die Pfarrkirche fand.

Der Maler ist der 1728 im böhmischen Aussig (Usti) an der Elbe geborene Hofmaler der Könige von Polen, Neapel und Spanien, Anton Raphael Mengs. Er genoss internationalen Ruhm und gilt als gewichtigster Repräsentant des erneuerten barocken Klassizismus im Bereich der europäischen Malerei. Das Oberstdorfer Bild „Die heilige Nacht“ entstand 1751 im Auftrag des sächsischen Kurfürsten Friedrich August II. (Sohn von August dem Starken). Mengs malte es 23-jährig als einen von drei Vorschlägen für das Hochaltarbild der damals neuen katholischen Hofkirche in Dresden. Anton Mengs starb auf der Höhe seines Ruhms mit 51 Jahren in Rom.

Wie kam das Weihnachtsbild nach Oberstdorf?

Hier halfen Marie Luise Althaus die Kindheitserinnerungen an eine zierliche Frau mit rauchiger Stimme und der unverkennbaren Habsburger Nase, die bei Begegnungen mit „Hoheit“ begrüßt wurde. Nachforschungen ergaben, dass es sich um Isabella Maria Theresia Eugenie, Kaiserliche Prinzessin und Erzherzogin von Österreich, Königl. Prinzessin von Ungarn und in Oberstdorf unter den Namen Gräfin Friedeck bekannt, handelte. Marie Luise Althaus wusste, dass die adelige Dame das Weihnachtsbild an die Oberstdorfer Pfarrgemeinde verkauft hatte.

Wer war diese einstige Besitzerin?

Gräfin Friedeck, der Kürze halber wollen wir sie weiter so nennen, war die Tochter von Erzherzog Friederich (1856-1936) und Isabella von Croy-Dülmen (1856-1931). Sie hatte sieben Schwestern und einen Bruder. Auf Wunsch des Vaters erhielten auch die Töchter eine pseudomilitärische Erziehung. Ihre körperliche Ertüchtigung trainierten die Mädchen u.a. auf dem Tennisplatz von Schloss Halbthurn am Neusiedler-See. Ausgerechnet auf dem Tennisplatz bahnte sich 1898 ein Skandal an. Die goldene Taschenuhr des Neffen und Thronfolgers von Kaiser Franz-Josef I., Franz Ferdinand, der schon mehrere Wochen in Halbthurn weilte, war dort gefunden worden. Groß war die Enttäuschung der Mutter, in der Uhr nicht – wie erhofft – das Bild einer ihrer heiratsfähigen Töchter zu finden, sondern das Porträt ihrer Hofdame Sofie Chotel, der Tochter eines unbedeutenden Berufsdiplomaten. Sie jagte Sofie wie ein Dienstmädchen aus dem Haus. Die Geschichte wurde jedoch noch peinlicher, als sich der Thronfolger zu seiner Liebe bekannte uns sie trotz der Widerstände des Kaisers heiratete. Das Thronfolgerpaar Sofie und Franz Ferdinand wurde in Sarajewo 1914 von serbischen Aufständischen ermordet.

Nach dieser kleinen Geschichte am Rande zurück zu den Spuren des Oberstdorfer Weihnachtsbildes.
Der Vater von Gräfin Friedeck übersiedelte 1905 mit seiner Familie nach Wien. Als passionierter Kunstmäzen kaufte er viele Exponate bekannter Künstler wie Dürer, Holbein, Rembrandt und auch Mengs, darunter das Weihnachtsbild. 

Nach dem Zusammenbruch des Habsburger Reichs nach dem 1. Weltkrieg änderte sich das Leben vieler Adeliger. Isabelle Marie kam nach einer gescheiterten Ehe 1922 unter dem Inkognito-Namen Gräfin Friedeck nach Oberstdorf. Mit ihrer Freundin und Hofdame Begnina Reuß zog sie in das Anwesen der Fürstin Reuß, heute Blumengasse. 1927 zogen die beiden Damen in die Freibergstraße 24.

Vor allem Gräfin Friedeck frönte in Oberstdorf ihrem Lieblingssport, dem Tennisspiel. Zu ihren Clubkameraden zählten Oberstdorfer wie Sofie Ogger, Almut Mezger, Ludolf von Alvensleben, Mariele Brutscher und Sofie Huber.
Anfang der 50er Jahre verkaufte Gräfin Friedeck das Haus Freibergstraße 14 und baute ein kleineres in der Freibergstraße 16. Offensichtlich waren die finanziellen Einkünfte sehr begrenzt, so dass die Prinzessin gezwungen war, wertvolle Einzelstücke aus ihrem Familienbesitz zu verkaufen.

In diese Zeit fällt auch der Verkauf des Bildes von Mengs an die Pfarrgemeinde. Anlass war der 70. Geburtstag des Geistlichen Rats Rupp am 2. Juli 1954. Die Kaufsumme wurde aus Spendengeldern erbracht. 

Am 10. Mai 1960 zogen die beiden adeligen Damen aus Gesundheitsgründen an den Genfer See in eine Mietwohnung. Am Nikolaustag 1973 verstarb Erzherzogin Isabelle Marie in La Tour de Peliz. In Anholt (Rhein) fand sie bei ihrer ältesten Schwester Christine ihre letzte Ruhestätte.]]></content:encoded>
            <pubDate>Tue, 07 Apr 2009 12:15:39 GMT</pubDate>
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