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Gisela Schraudolf
EDV-Abteilung
Oberstdorf › Dorf › Chronik
Prinzregenten Luitpold-Denkmal
im Jahre 1912 errichtete der Markt Oberstdorf in Dankbarkeit dem Regenten ein Denkmal.
Nach einem Gemälde von Defregger fertigte der Bildhauer Abt ein kupfergetriebenes Standbild, das den Regenten überlebensgross darstellt. (Standort: Ludwigstrasse/Ecke Prinzenstrasse) Prinz Luitpold von Bayern(ab 1886 Prinzregent) pachtete 1851 die Oberstdorfer Gemeindejagd an und begann sofort mit einer gezielten Hege des gesamten Wildbestandes. Die ständige Präsenz der Wittelsbacher wurde 1856 durch den Bau des kgl. Jagdhauses am südl. Ortsrand dokumentiert. Als nach König Ludwig II Tod 1886 der Prinz als Prinzregent des Königreiches Bayern Verweser wurde, konnte der 67 jährige, der die Einsamkeit liebte, nicht mehr durch die stillen Bergwälder streifen. Staatsgeschäfte hielten den Regenten in der Landeshauptstadt fest. Die zur Tradition gewordene Praktik, dass am Geburtstag des Prinzregenten (12. März) schulfrei war und jedes Schulkind eine Wurst, Brot und (ab der 3. Schulklasse) 1/4 l Bier bekam, liess den Regenten auch bei den Jüngsten hochleben. Nach dem Tode des Regenten (12.12.1912) setzte dessen Sohn, der spätere König Ludwig III von Bayern die Jagdtradition in Oberstdorf bis zum Jahre 1918 fort. Kronprinz Rupprecht und Prinz Franz waren Jagdherren späterer Jahre. Im Jahre 2000 wurde das kgl. Jagdhaus renoviert und beherbergt nun das Restaurant Königliches Jagdhaus, sowie im Sommer einen Biergarten.
Prinzen Kreuz im Oytal
Nach Überlieferung durch die Geschichtsschreibung befand sich Prinzregent Luitpold Ende des letzten Jahrhunderts im Oytal auf Jagd. Mit großem Glück entkam er damals mit seinem Gefolge einem größeren Steinschlag. Aus Dankbarkeit liess er dieses Kreuz errichten. Im Sommer werden dort unregelmäßig Berggottesdienste abgehalten. Das ursprüngliche Wappen der Ortsgemeinde war in rot ein links hin- springendes, schwarz gezäumtes silbernes Ross. 1835 erbat die Gemeinde als Siegelbild das alte Wappen der Herren von Heimenhofen zur Erinnerung an die Erwerbung des Ortes durch Oswald von Heimenhofen im Jahre 1370. Um die grundsätzlichen Bedenken König Ludwig I gegen die Verleihung von Wappen erloschener Familien an Gemeinden zu zerstreuen, wurde darauf hingewiesen, dass der Schimmel im Wappen der Heimenhofen auch die Viehzucht als Hauptnahrungsquelle dieses Allgäurischen Bezirks versinnbildlichen könne. Am 31. März 1836 wurde das unveränderte Wappenbild des einstigen Ortsadels verliehen. Die ältere heraldische Literatur liess irrigerweise den schwarzen Zügel weg, der es von anderen Pferdewappen unterschied. Es wurde von Hofgraveur Neuss entworfen. Es wurde im Laufe der Jahre auch mehrfach entstellt (Schimmel rechts springend, ohne Zaumzeug, mit Sattel, Zinnen auf dem Schild u.a.), so zeigt es sich heute wieder in der ursprünglichen Form. Das Springen des Pferdes wird in der Heraldik immer vom Schildträger aus gesehen.







