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Gämsbartbinder bei der Arbeit
Gämsbartbinder bei der Arbeit
Oberstdorf › Dorf › Tradition

Der Gemsbartbinder aus Oberstdorf

Der einzige Oberstdorfer Gemsbartbinder ist Otto Schall. Der Gemsbart entsteht aus dem Haar eines Gemsbocks – am schönsten ist das Winterkleid. Je schwärzer das Haar des Bocks ist, um so wertvoller ist später der Bart.

Außerdem benötigt man einen guten „Reif’n“. Der Reif’n, das sind die Spitzen des Bartes. Je weißer der Reif’n, um so schöner der Bart.

Brauchen kann man alle Haare am Halsstreifen des Tieres. Sie sind zwischen fünf und zwanzig Zentimeter lang und reichen vom Halswirbel bis zum Steiß. Am „Fidle“ – dem Hinterteil – des Bocks sind die Haare am längsten. Die Haare werden fein säuberlich nach Längen zu Büscheln sortiert. Jeder Büschel hat 40 bis 50 Haare und jeder Bart 150 bis 200 Büschel. Auf diese Weise kommt ein Gämsbart auf 8000 bis 10000 Haare.

Jede Haarlänge wird extra an einen vernickelten, eingekerbten Draht gebunden, damit er schön fällt. Zum Schluß wird das Drahtende mit grünem Garn

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