Klausen
Viehscheid Schöllang 2010
Viehscheid in Schöllang
Kranzbinderin Jule Schleich
Kranzbinderin Jule Schleich
Viehscheid Schöllang
Viehscheid Schöllang
Oberstdorf › Dorf › Tradition

Die Kranzbinderinnen aus Oberstdorf

Einige wenige Kranzbinderinnen stellen noch nach alter Sitte den Kopfschmuck her, mit dem das schönste Rind jeder Alpe beim Alpabtrieb geschmückt wird.

Etwa 25 bis 30 Kränze sind es in dem jedem Herbst, mit denen die Rinder und Kühe der Oberstdorfer Alpen gekrönt werden.
Stundenlange Vorbereitungen gehen der eigentlichen Arbeit am Kranz voraus, für dessen Vollendung noch einmal vier Stunden gebraucht werden.

Es werden tausende von getrockneten Naturblumen und künstlichen Alpenblumen auf einem Drahtgestell zu einem farbenprächtigen Gebilde zusammen gebunden. Die eingearbeiteten Spiegel sollen beim Alpabtrieb die bösen Geister am Wegesrand bannen.

Am Tage des Viehscheides heißt es dann für die Kranzbindern, pünktlich überall dort zur Stelle zu sein, wo sich Vieh und Hirten zum Einzug ins Tal vorbereiten. Dann wird die Schönheitskönigin unter den Rindern geholt, die bereits auf der Alpe mit Maßband und nach bestimmen Schönheitsidealen gewählt wurde, von Jule Schleich mit dem üppigen Kopfschmuck gekrönt. Nur wenn während des Sommers der Viehbestand einer Alpen von Krankheit, Absturz oder einem anderen Unglück verschont blieb, darf vom Oberhirten die so geschmückte Kranzkuh zum Scheidplatz geführt werden.

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