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        <title>Tradition (Oberstdorf)</title>
        <link>http://www.oberstdorf.de/dorf/tradition/</link>
        <description>Einige Traditionen und Berufe sind in diesem Ort schon mehrere hundert Jahre alt und kaum noch bekannt. Diese zu Entdecken ist nicht nur eine Erfahrung die sich lohnt, sondern auch ein ganz besonderer Einblick in unsere Heimat.</description>
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            <title>Tradition (Oberstdorf)</title>
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            <title>Tradition › Weihnachtsrezepte</title>
            <link>http://www.oberstdorf.de/dorf/tradition/weihnachtsrezepte.html</link>
            <description>Hier finden Sie leckere Rezepte für die Weihnachts-und Winterzeit.</description>
            <content:encoded><![CDATA[<a href="http://www.oberstdorf.de/dorf/tradition/weihnachtsrezepte.html"><img src="http://tramino.s3.amazonaws.com/s/oberstdorf/19939/150.jpg" alt="Plätzchen"   width="150" height="99" /></a><br/><br/><b>Hier finden Sie leckere Rezepte für die Weihnachts-und Winterzeit.</b><br/><br/>
Spitzbuben


  




  






Zubereitung
Mehl in eine Schüssel sieben. gemahlene Mandeln, Puderzucker, 1 Prise Salz, Vanillezucker, 
Zitronenschale, Margarine und Ei darauf geben. Alles mit den Knethaken des Handrührgerätes, 
dann mit den Händen zu einem glatten Teig verkneten.
Ca. 1 1/2 Stunden kalt stellen

Ofen auf 180°C (Umluft: 160°C) vorheizen. 
Den Teig durchkneten, halbieren und auf einer bemehlten Arbeitsfläche dünn ausrollen.
Backblech mit Backpapier auslegen. 
Plätzchen ausstechen, die Hälfte davon mit Loch und auf das Backblech legen. 
Plätzchen ca. 12 Minuten backen.

Marmelade glatt rühren, auf die heißen, nicht durchlöcherten Plätzchen streichen. 
Je 1 durchlöchertes Plätzchen aufsetzen, etwas andrücken, abkühlen lassen.
Anschließend mit Puderzucker bestäuben. 

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            <pubDate>Thu, 25 Nov 2010 10:04:55 GMT</pubDate>
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            <title>Tradition › Der Wilde Mändle Tanz</title>
            <link>http://www.oberstdorf.de/dorf/tradition/der-wilde-maendle-tanz.html</link>
            <description>Ein überaus eigenartiges Spiel ist seit alters her in Oberstdorf heimisch, der Wilde-Mändle-Tanz, der in seiner Überlieferung in die keltische Zeit vor über 2000 Jahren zurückgeht und nur alle 5 Jahre aufgeführt wird.</description>
            <content:encoded><![CDATA[<a href="http://www.oberstdorf.de/dorf/tradition/der-wilde-maendle-tanz.html"><img src="http://tramino.s3.amazonaws.com/s/oberstdorf/50680/150.jpg" alt=""   width="150" height="213" /></a><br/><br/><b>Ein überaus eigenartiges Spiel ist seit alters her in Oberstdorf heimisch, der Wilde-Mändle-Tanz, der in seiner Überlieferung in die keltische Zeit vor über 2000 Jahren zurückgeht und nur alle 5 Jahre aufgeführt wird.</b><br/><br/>
Verbreitet waren die "Wilden Mändle", verbunden mit vielen Sagen, früher über das ganze Alpengebiet, von Hochsavoien bis zur Tatra, von den Dolomiten bis in den Harz und den Thüringer Wald. Nur noch in Oberstdorf, im Schutze der Gebirgstäler, hat sich der Tanz bis heute erhalten. Die erste komplette Beschreibung des Tanzes findet sich in der von Abt Columban verfaßten Vita von 615 n. Chr., so wie er mit geringen Änderungen heute hier noch aufgeführt wird. 1393 ist der selbe Tanz erwähnt, anläßlich der dritten Hochzeit einer der Hofdamen der Königin im Hotel Saint Paul in Paris. 

Auch auf dem englischen Hof

1793 holte der Kurfürst von Trier und Bischof von Augsburg die Wilde-Mändle von Oberstdorf an seinen Hof, um sie den hohen Gästen als 'Komedy der 12 Wildem-Mann' vorzuführen. Auch am englischen Hof gab es unter Heinrich VIII. bereits 1515 den Wilde-Mändle-Tanz. Die Musik zum Wilde-Mändle-Tanz wurde in früherer Zeit mit Trommeln, Schweglpfeifen und sonstigen Schlaginstrumenten in einem höchst eigenartigen Allegro und Andante überliefert. Erst 1811 hat der Oberstdorfer Schullehrer Jos. Ant. Bach diese urtümliche Musik in Noten gesetzt. Eigenartig ist auch die Bewegung der Tänzer, die in kraftvollen, rhythmischen Sprüngen über die Bühne stampfen, die zuerst geheimnisvoll erscheinen und wieder verschwinden, sich dann in 17 verschiedenen Tanzszenen, als Huldigungs- und Fruchtbarkeitstanz demonstrieren.

Frischer Tannenreisig

Geheimnisvoll wie der Tanz ist auch die Kleidung. Sie ist aus Tannenbart hergestellt und bildet eine Vermummung bis auf die Augen. Sie besteht aus Moosflechte, die in Höhenlagen über 1.500 Metern im Bergwald zu finden ist. Um die Hüfte ist ein Gürtel aus frischen Tannenreisig gewunden und auf dem Kopf ruht ein Kranz aus Blättern des Stechholders (Stechpalme). In der Schlußszene wird vom König der Met eingeschenkt und dann erklingt im Chor das Wilde-Mändle-Lied. Der Zuschauer fühlt sich durch die seltsame Musik, die eigenartigen Bewegungen der Tänzer und durch die charakteristische Bühne zurückversetzt in die Zeit, deren Leben wir nur noch ahnen, aber nicht mehr kennen.


Weitere Informationen finden Sie unter www.trachtenverein-oberstdorf.de]]></content:encoded>
            <pubDate>Tue, 24 Nov 2009 09:35:45 GMT</pubDate>
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        </item>
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            <title>Tradition › Das Heimatmuseum</title>
            <link>http://www.oberstdorf.de/dorf/tradition/das-heimatmuseum.html</link>
            <description>Das Heimat-Museum in Oberstdorf ist eine Fundgrube für den Liebhaber und jeden aufgeschlossenen Besucher. Sogar Museumsmuffel kommen auf ihre Kosten.</description>
            <content:encoded><![CDATA[<a href="http://www.oberstdorf.de/dorf/tradition/das-heimatmuseum.html"><img src="http://tramino.s3.amazonaws.com/s/oberstdorf/18083/150.jpg" alt="Heimatmuseum"   width="150" height="112" /></a><br/><br/><b>Das Heimat-Museum in Oberstdorf ist eine Fundgrube für den Liebhaber und jeden aufgeschlossenen Besucher. Sogar Museumsmuffel kommen auf ihre Kosten.</b><br/><br/>
Man kauft sich am besten gleich am Eingang den Museumsführer, um die Reichhaltigkeit und die Liebe zum schönen Detail richtig zu begreifen.

Das Gebäude ist ein altes Bauernhaus, eines der wenigen Holzhäuser im Ortskern, das von der großen Brandkatastrophe 1865 verschont geblieben ist. Der Kern des Hauses stammt aus dem 17. Jahrhundert und ist mehrfach umgebaut und erweitert worden. Ein Haus mit niedrigen Stuben, getäfelten Wänden und Decken, abgetretenen Dielen und einem leichten Geruch nach morschem Gebälk und faszinierender Historie. 

Da sind die großen eisernen Pfannen auf den Deckenbalken der Küche. Gefüllt müssen sie ein respektables Gewicht gehabt haben, und welch beachtliche Größe hatten wohl die Spätzle, die nicht durch die Löcher der großen Schöpflöffel gerutscht sind?

Der gemauerte Ofen in der Stube verbreitet Wärme und Behaglichkeit, auch ohne geheizt zu sein. Aber die Gütsche (Liege) davor kommt uns doch recht schmal, kurz und unbequem vor. 

"Gaden" nennt man die Schlafkammer, in der Bauer und Bäuerin schliefen. Neben dem Kopfende des großen gemeinsamen Himmelbettes schließt ein verriegeltes Holztürl das Guckloch zum Stall. Die Sorge um das liebe Vieh begleitete den Bauern auch über Nacht, und mit einer frischen Brise Stallduft in der Nase schlief es sich ohnehin besser.

Handwerk, Land- und Alpwirtschaft - mannigfaltige Geräte und Werkzeuge. Bilder und Erläuterungen geben einen lebendigen Eindruck von alten Zeiten. In der Sennküche wird der Vorgang der Käseherstellung anschaulich erklärt. So lange ist es noch gar nicht her, daß hier der letzte Laib Emmentaler entstanden ist.

Was mag den Hofschuhmachermeister Josef Schratt bewogen haben, einen so großen Schuh zu schustern? Achtzehn Rinderhäute und vierzig Meter Bergseil sind darin verarbeitet. Wenn man's erzählt, klingt's wie ein Lügenmärchen. Aber er steht wirklich da, der größte Lederskischuh der Welt mit seiner Schuhgröße 480 ! Mehr als drei Meter lang und eineinhalb Meter hoch. 

Besonders gern und lange halten wir uns beim Alpinismus auf. Vor den Gipfelbüchern in den Vitrinen, der Fotografie der alten Oberstdorfer Bergführergilde, dem Bild vom "Wilden Männle, einem dünnen, spitzigen Felszacken, den es heute nicht mehr gibt, weil ihn ein Gewittersturm zusammenstürzen ließ. Der abgegriffene Hutveteran des Bergführers Franz Braxmaier ist einfach faszinierend. 
Das Heimat-Museum in Oberstdorf ist eine Fundgrube für den Liebhaber und jeden aufgeschlossenen Besucher. Sogar Museumsmuffel kommen auf ihre Kosten. Man kauft sich am besten gleich am Eingang den Museumsführer, um die Reichhaltigkeit und die Liebe zum schönen Detail richtig zu begreifen. 

Eine Holztreppe führt in das obere Stockwerk. Wer achtlos seine Hand auf das Holzgeländer legt, hat unversehens ein schweres Passionskreuz berührt, das bereits im Jahre 1673 zur Karfreitags-Prozession mitgeführt wurde.
Im Obergeschoß breitet ein gewaltiger Steinadler seine Schwingen aus. Bis zu 2,30 m Spannweite kann ein ausgewachsener Adler erreichen. Überhaupt ist der Jagd, die in den wildreichen Alpenländern seit eh und je eine bedeutende Rolle spielt, ein beachtlicher Raum zugedacht. Man kann vom Adlerkönig lesen, zählt die Enden der mächtigen Hirschgeweihe, staunt über die furchterregende Größe des Uhus und betrachtet, nicht ohne stille Bewunderung, den "A'schraufer" (Abschrauber), das zerlegbare Gewehr der Wilderer. 

Über dreißig Räume wurden im Laufe von fast fünf Jahrzehnten ausgebaut. Unter Beteiligung vieler Oberstdorfer Bürger ist mit großer Sachkenntnis und persönlichem Einsatz das Heimatmuseum zusammengetragen worden, dem sicher auch die Mentalität der Allgäuer zugute kommt, "daß man nie etwas wegwerfen, sondern nur wegloinen sollte". 

Bei der Einweihung des letzten Bauabschnitts wünschte der damalige Landrat Rabini den Oberstdorfern weiterhin "jene Idealisten, die die Schätze der Vergangenheit für die Zukunft erhalten".]]></content:encoded>
            <pubDate>Fri, 02 Oct 2009 08:55:14 GMT</pubDate>
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            <title>Tradition › Museum Gerstruben</title>
            <link>http://www.oberstdorf.de/dorf/tradition/museum-gerstruben.html</link>
            <description>Kürzlich wurde das nahezu unverändert erhaltene "Jakobe-Haus" (vormaliger Besitz von Jakob Huber) von außen und innen restauriert und dazu wieder ein traditioneller Bauerngarten angelegt. Die malerischen Stuben und Kammern im "Jakobe-Haus", die Küche, die Ställe, der Heuboden und die Tenne wurden fachgerecht renoviert und sind wieder mit ihrem ursprünglichen Inventar ausgestattet.</description>
            <content:encoded><![CDATA[<a href="http://www.oberstdorf.de/dorf/tradition/museum-gerstruben.html"><img src="http://tramino.s3.amazonaws.com/s/oberstdorf/18172/150.jpg" alt="Gerstruben"  title="das denkmalgeschützte Dorf" width="150" height="112" /></a><br/><br/><b>Kürzlich wurde das nahezu unverändert erhaltene "Jakobe-Haus" (vormaliger Besitz von Jakob Huber) von außen und innen restauriert und dazu wieder ein traditioneller Bauerngarten angelegt. Die malerischen Stuben und Kammern im "Jakobe-Haus", die Küche, die Ställe, der Heuboden und die Tenne wurden fachgerecht renoviert und sind wieder mit ihrem ursprünglichen Inventar ausgestattet.</b><br/><br/>
Das einstige Alpendorf Gerstruben zählt heute fünf Häuser und eine Kapelle, die zwischen 400 und 500 Jahre alt sind.  Die noch bis zum Ende des 19. Jahr- hunderts von Bergbauernfamilien bewohnte Siedlung mit ihren von der Sonne gebräunten Holzhäusern, die sich mit der Berglandschaft ringsrum zu einer einmaligen Harmonie ergänzen, gehört heute zum Besitz der Oberstdorfer "Rechtler". Sie erhalten und pflegen die historische Höhensiedlung als Erbe der Vorväter. 

Das „Jakobe Haus“ im historischen Dorf Gerstruben

Von dem einstigen Alpendorf Gerstruben im Dietersbachtal südlich von Oberstdorf sind noch fünf zwischen 400 und 500 Jahre alte Häuser und eine Kapelle erhalten, die heute als traditionsreiches Kulturgut und touristische Sehenswürdigkeit vom „Oberstdorfer Verein der ehemaligen Rechtler“ unterhalten und gepflegt werden. Die noch bis zum Ende des 19. Jahrhunderts von mehreren Bergbauernfamilien bewohnte historische Siedlung mit ihren von der Sonne gebräunten Holzgebäuden, die sich mit der Berglandschaft ringsum zu einer einmaligen Harmonie ergänzen, gehört als historischen Höhensiedlung zum beredten Erbe der Vorväter im Oberstdorfer Raum. Das außen wie innen nahezu unverändert erhaltene „Jakobe-Haus“, das seinen Namen nach dem vormaligen Besitzer Jakob Huber trägt, erhielt wieder den einst traditionellen Bauerngarten. Jetzt wurden seine malerischen Stuben und Kammern, die Küche, die Ställe, der Heuboden und die Tenne fachgerecht renoviert und wieder mit ihrem ursprünglichen Inventar ausgestattet und das Anwesen als „Gerstrubener Museumshaus“ der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Zusammen mit den in einem separaten Raum ausgestellten Bildern aus historischer Zeit vermittelt das mehr als 400 Jahre alte Anwesen den Besuchern einen Eindruck vom schlichten und arbeitsreichen Leben seiner einstigen Bewohner. Zum Überleben in der kargen Bergnatur müssen sie nicht nur fleißig und gottesfürchtig gewesen sein, sondern - wie die stimmige Harmonie des Ganzen zeigt - auch ein ausgeprägtes Gefühl für Kultur und Schönheit gehabt haben. Dies geht jedenfalls aus der bis ins Detail ebenso durchdachten wie ansprechenden Gestaltung ihres Mobiliars, ihres Hausrats und ihrer alltäglichen Gebrauchsgegenstände hervor. Damit fasziniert das typische Bergbauernhaus in Gerstruben nicht nur durch die Außergewöhnlichkeit seines äußeren und inneren Erscheinungsbildes, sondern es macht auch neugierig darauf, welcher Art diese Menschen waren, die viele Generationen lang hier lebten und arbeiteten und das alles geschaffen haben.

Erste Kunde von Gerstruben

Über die Entstehung von Gerstruben und den Ursprung seiner Bewohner gibt es nur unvollständige Berichte. Ohne verläßliche Quellen zu nennen, schreibt der der Oberstdorfer Buchdrucker und Verleger Karl Hofmann in seinem „Führer durch Ort und Landschaft“: „Die früheren Bewohner, deren Vorfahren vor mehreren hundert Jahren aus dem Lechtal kommend sich hier angesiedelt hatten, verkauften (1892) ihre angestammte Heimat an eine Kemptener Kapitalgesellschaft, die dort ein Wasserkraftwerk bauen wollte“. Kurz danach veräußerten jedoch die Kapitalgeber ihre neuen Liegenschaften an den Wormser Baron Cornelius Freiherr von Heyl zu Herrnsheim,
der sie als Jagdsitz nutzte. Der Lokalchronist Alois Schratt (Fronz-Alise) schreibt über die Ursprünge von Gerstruben, ohne verläßliche Quellen zu nennen:
„Die erste Kunde einer festen Ansiedlung im oberen Allgäu oder im Illerquellgebiet bezieht sich auf das hochgelegene Thal des Dietersbaches, dem heutigen Weiler Gerstruben, 1040 Pariser Fuß hoch mit 335 von Lawinen vom Wald freigehaltenen Abhängen, die keiner Rodung bedurften“. Die damaligen Siedlungen wurden mit den umliegenden Äckern und Feldern entweder mitten in den Wald gerodet, der zugleich das Baumaterial für Wohnhäuser und Wirtschaftsbauten lieferte, oder auf einer ehemaligen Alpe angelegt, wo keine Rodung mehr notwendig war. Die Talsohlen waren vor der späteren Besiedlung und Urbarmachung von den ungebändigten Bächen und Flüssen übersteint und versumpft und damit wesentlich siedlungsfeindlicher als die seitlichen Höhen und Terrassen. Die geographische Lage von Gerstruben und dem Traufberg hat jedoch auch noch zu anderen Spekulationen Anlaß gegeben. Es war schon früh bekannt, daß die hintersten Orte vieler Hochtäler nicht über die schwer zugängliche Talschluchten, sondern über die leichter begehbaren Pässe besiedelt wurde, wie z. B. die Siedlungen der Lechtaler Seitentäler Kaisers. Gramais und Pfafflar. Ebenfalls ist schon bekannt, daß in Gerstruben und dem Traufberg Tiroler Untertanen ansässig waren und wenigstens die Bewohner des Traufbergs in ihrer Steuer und Wehrpflicht noch lange zu Tirol gehörten. Dies führte dann zu dem Schluß, daß diese Allgäuer Hochtäler ebenfalls über den Bergkamm aus der jenseitigen Talschaft besiedelt wurden. Etwas präzisier beschreibt der Chroniker Hans Schedle die Besiedlung des Dietersbachtals und stützt sich dabei bis auf unsere Zeit erhaltene Unterlagen. Danach erfolgte die erste Ansiedlung in Gerstruben bereits im 9. Jahrhundert, und es hat sich bis heute eine Volksüberlieferung erhalten, daß die Bewohner von Gerstruben 893 zum Pfarrsprengel Agathazell bei Burgberg gehörten. Zum vermutlich ältesten Ort Gerstruben im Gemeindebezirk Oberstdorf „führte ein Fußweg von Gruben aus am Dietersberg entlang aufwärts zur Hochlage von Gerstruben“. Diesen sollen die Gerstrubener seiner Zeit im Sommer zu ihren weiten Kirchgängen nach Agathazell benutzt haben. Ob diese Überlieferung der Wahrheit entspricht, oder ob es nur um eine Legende handelt, ist nicht mehr genau festzustellen. Aber man darf ihr - zumindest als von Generation zu Generation weitergebene Erzählung - einen Platz in der Geschichte Gerstrubens einräumen. 

Vorteile einer Höhensiedlung

Höhensiedlungen wie Gerstruben einer sehr frühen Besiedlung zuzuschreiben, hat zweifellos seine Berechtigung in der bevorzugten Lage dieser Orte. Die Weideplätze liegen überwiegend oberhalb der Baumgrenze und bieten ein besonders gutes Futter.
Die windgeschützte, sonnige Lage und ein fruchtbarer Lößboden (Rube) bieten
Eignen sich zum Anbau von Gemüse und winterhartem Getreide. Das Tiroler Untertanenverzeichnis von 1427 weist für das unter Oberstdorf genannte Gerstruben 31 Tiroler Familien aus, die auf Grund mangelnder Kenntnis über ihre Herkunft zwangsläufig als Tiroler Einwanderer angesehen wurden. Zu den vorhandenen Zeugnissen der frühen Nutzung solcher Hochtäler gehören auch die Namen, 
die der Mensch den Landschaftsformen und Fluren seiner Heimat gegeben hat, denn
gerade sie weisen oft auf die erste Zeit der landwirtschaftlichen Erschließung und Nutzbarmachung zurück. Ein umfassendes Werk über die Flurnamen der Gemeinde Oberstdorf blieb bis heute erhalten und daraus erfahren wir die die ursprünglichen Flurnamen im Gerstruber und Traufberger Gebiet. Im Ortsnamen Gerstruben weist der erste Teil dieses Wortes auf den frühen Ackerbau in der beträchtlichen Höhenlage von etwa 1150 m hin. Außerdem ist der Ortsname Gerstruben bereits 1311 durch die urkundlich Erwähnung einer „Gerstruwerin“ belegt Daß besonders Gerste das geeignetste Getreide für das rauhe Klima hochgelegener Siedlungen ist, liegt daran, 
daß die Gerste die kürzeste Vegetationszeit und den geringsten Wasserbedarf von allen Getreidearten hat und Hitze und Kälte am besten verträgt. Siedlungsgeschichtlich am interessantesten ist jedoch der Namensteil „-ruben“, denn dieser geht auf das vorromanische Wort ,,rovina" zurück, was soviel wie „Erdablagerung" oder „Lößboden-Geschiebefläche" bedeutet. In dieser Bedeutung für überwachsener Murkegel oder Geröllaufschüttung ist dieses Wort auch an anderen Orten im Oberallgäu namensgebend.

Rettenberger fördern die Ansiedlung von „Walsern“

Zunächst siedelten mit Erlaubnis des Freiherrn von Vaz die ersten „Walliser“ aus dem
Goms in der Schweiz an. Ihre Herren schätzten nicht nur den wirtschaftlichen Nutzen dieser kundigen Viehzüchter, die aus dem Wallis stammenden Männer waren vor allem wegen ihrer Wehrtüchtigkeit begehrt. Einstmals gehörte das gesamte Oberallgäu zum Besitz des mächtigen Adelsgeschlecht der Rettenberger, zu dem neben umfangreichen Ländereien im Oberallgäu, Lechtal und Tannberg auch die Vogtei über sämtliche klösterlichen Besitzungen im Oberillertal gehörte. Auch der „Wildbann am Mittelberg“ (heutiges Kleinwalsertal) des Hochstifts Augsburg lag damals in ihren Händen.) Als die Expansionsbestrebungen Tirols zunahmen, lag den Rettenbergern viel daran, tüchtige Krieger anzusiedeln. Vermutlich war dies ein wichtiger Grund, Siedler aus dem Wallis anzuwerben und diese an den strategisch wichtigen Übergängen nach Tirol seßhaft werden zu lassen. Der Zeitpunkt der Besiedlung des „Mittelberg und Taniberg sprechen ebenso dafür, wie die ungewöhnlich günstigen Bedingungen, zu denen den „Walsern“ die Ansiedlung gestattet wurde. Die Rettenberger Ritter waren auch ihre „Schirmherren“, obwohl sie zu dieser Zeit im Walsertal und am Tannberg keinen rechtlich gesicherten Grundbesitz, sondern es nur als Wildbann vom Hochstift Augsburg „zu Lehen“ hatten. Wir wissen dies aus den Aufzeichnungen eines „Gorrgen Hildprannds Aman zu Tennberg". (Das ihnen auferlegte Schirmgeld von jährlich einem Käse deckt sich mit der beschriebene Abgabe von einem Käse für ein „freies Waldlehen" innerhalb der Rettenberger Besitzungen.) Die Startbedingungen für die Walser waren verlockend: Nur eine symbolisch zu verstehende Abgabe von einem Käse im Jahr, die Bewahrung ihrer Freiheit und sogar ein eigenes Gericht. Wenn diese Rettenberger jedoch ein so großes Interesse daran hatten, im Tannberg und im Kleinen Walsertal wehrtüchtige Menschen als Schutz gegen die Expansionsbestrebungen Tirols anzusiedeln, so muß ihnen auch daran gelegen haben, das Traufberger und Gerstruber Tal zu besiedeln, oder die vorhandene Besiedlung zu verstärken. Mehrere Anzeichen weisen darauf hin, daß die Besiedlung Gerstrubens und des Traufbergs unter den gleichen Voraussetzungen geschah, wie die des Kleinen Wa&amp;hellip;]]></content:encoded>
            <pubDate>Thu, 24 Sep 2009 15:05:27 GMT</pubDate>
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            <title>Tradition › Interview mit den Organisatoren des Oberstdorfer Advents</title>
            <link>http://www.oberstdorf.de/dorf/tradition/interview-mit-organisatoren-oberstdorfer-advents.html</link>
            <description>Mit einer erfrischenden Mischung aus Volksmusik, Mundart und  Klassik ist der noch junge Veranstaltungsreigen längst zum Lichtpunkt in der stillen Zeit geworden.</description>
            <content:encoded><![CDATA[<a href="http://www.oberstdorf.de/dorf/tradition/interview-mit-organisatoren-oberstdorfer-advents.html"><img src="http://tramino.s3.amazonaws.com/s/oberstdorf/916/150.jpg" alt="Oberstdorfer Adventskranz"  title="Im Dezember beim Oberstdorfer Advent." width="150" height="83" /></a><br/><br/><b>Mit einer erfrischenden Mischung aus Volksmusik, Mundart und  Klassik ist der noch junge Veranstaltungsreigen längst zum Lichtpunkt in der stillen Zeit geworden.</b><br/><br/>
bq. Wenn es reihum freiher dünkled,
wenn kui Scheane mea am Himmel fünkled, 
wem 'ba d'Hond voar Öüge numma gsiecht, 
no isch 'ba froah am kleinschde Liecht, 
des is zeiget, dass es ündr viela Lidd 
öü hi und da no Mensche gidd … 
von Martin Hehl 

Wann ist es besinnlicher, schöner und heimeliger als in der Vorweihnachtszeit? Sich bei Volksmusik und Mundart zu entspannen, die echte Kultur der Heimat zu genießen. Gemeinsam einen Becher Glühwein oder Punsch zu trinken, 
Kerzen anzuzünden, „an Huigarde hong, dr Museg lose“. Heiteres und Tiefgründiges in Oberstdorfer Mundart, echte Volksmusik und Klassik: all dies hat der „Oberstdorfer Advent“ zu bieten. 

Wir sprachen mit Gretel Kissner, Martin Hehl und Helga Große Wichtrup, die gemeinsam mit Ursula Sabel vor einigen Jahren mit viel Energie diesen inzwischen hochgelobten und beliebten Veranstaltungsreigen ins Leben gerufen haben. 

Was bedeutet in einer Zeit, wo es Lebkuchen schon im Spätsommer zu kaufen gibt, der Advent überhaupt noch?

Gretel Kissner: Die Adventszeit hat eine lange christliche Tradition, insofern haben wir ja nicht das Rad neu erfunden. Eigentlich sollte diese Zeit aber ruhig und besinnlich sein, an das Erscheinen von Jesus Christus erinnern, leider ist heutzutage das Gegenteil der Fall. Hektik und Hast bestimmen die Vorbereitungen für das 
Weihnachtsfest. Dem wollten wir etwas entgegensetzen und den Menschen auf der Suche nach ein bisschen Entspannung ein Angebot machen.

Martin Hehl: In unseren Plänen war nie an ein „E“-vent gedacht, sondern immer an den „Ad“vent, bei dem das gemeinsame Fest im Vordergrund stehen sollte. Denn feiern kann man nur miteinander. 

Worin unterscheidet sich der „Oberstdorfer Advent“ von den vielen anderen Märkten in der Region?

Gretel Kissner: Wir wollten keinen Weihnachtsmarkt, wo es überall glitzert und flimmert in Grün und Rot. Wir wollten etwas, das sich abhebt von all dem, was überall stattfinden kann und nichts Originäres hat. Dazu müssen wir vielleicht vorausschicken, dass Oberstdorf bis dahin den Christkindles-Markt am Marktplatz hatte, der jedoch ein eher kümmerliches Dasein frönte. Tja, und dann kam Hindelang mit seinem großen Christkindlmarkt. Da stand für uns fest: entweder wir machen gar nichts mehr oder etwas ganz anderes, denn den Event dort hätten wir ohnehin nicht toppen können und wollen. 

_Gab es Fürsprecher für diese Art, in Oberstdorf den Advent zu feiern?_

Gretel Kissner: Zunächst hielt sich die Begeisterung in Grenzen. Wir waren wirklich nur ein kleiner Arbeitskreis, der mit viel Idealismus ans Werk gegangen ist und sich erst mit einem schon fertigen Konzept präsentierte. Der damalige Bürgermeister Thomas Müller hat uns allerdings sehr unterstützt, damit die Idee auch 
wirklich in die Tat umgesetzt werden konnte. Auch die OTG hat uns mit Räumlichkeiten und Technik von Anfang an zur Seite gestanden.

_Wie sah das Konzept aus?_

Helga Große Wichtrup: Klar war für uns von Beginn an, dass wir uns unserer echten und kraftvollen Kultur bedienen wollen, die unsere Heimat so eindrücklich prägt. Inhaltlich war somit der Rahmen durch Volksmusik und Mundart schon abgesteckt. Außerdem wollten wir der Jugend ein Forum bieten. Die Klassik ist dann hinzu gekommen, weil wir der traditionellen Volksmusikveranstaltung „S'wiehnächded“ in der katholischen Pfarrkirche nicht durch 
ein ähnliches Programm am gleichen Wochenende Publikum wegnehmen wollten. 

Martin Hehl: Heimelig und besinnlich sollte es sein, kein Merry-X-Mas-Event, sondern gemeinsam zu feiern, war uns wichtig und statt irgendwelchen Firlefanz zu verkaufen, wollten wir einen klei- nen, aber feinen Fierantenmarkt, auf dem vor allem Einheimische ihre Waren anbieten können, die auch tatsächlich etwas mit dem 
Advent zu tun haben. Außerdem sind unsere Veranstaltungen allesamt kostenlos. Als „Gage“ für unsere großen und kleinen Künstler darf das zufriedene Publikum am Ausgang aber gern eine Spende geben. 

Helga Große Wichtrup: Alles in allem soll unser Programm klein und erlesen sein. Mit einem XXL-Format allerdings werben wir doch: Unser Adventskranz vor dem Oberstdorf-Haus hat einen Durchmesser von stattlichen 7,5 Meter. Das Fichtendas kommt frisch aus dem Gemeindewald und wird von unseren Bauhofmitarbeitern zu diesem enormen Kranz gebunden. 

Gibt es immer wiederkehrende Programminhalte? 

Helga Große Wichtrup: Eigentlich hat unser Advent von Beginn an das immer gleiche Muster. Das ist inzwischen so gewachsen, dass wir davon nicht abrücken wollen. Jeden Samstag im Advent versammeln sich viele Menschen gegen 17 Uhr vor dem großen Adventskranz. Zunächst zünden Pfarrer Peter Guggenberger von der katholischen Kirche und Pfarrer Markus Wiesinger von der evangelischen Kirche die Kerze an und erläutern die religiöse Bedeutung des Advents als die Zeit, in der Christus das Licht in die Welt gebracht hat. Musik von Alphornbläsern, Jodlern oder 
Trachtengesang begleitet das Zeremoniell und es werden gemeinsam Lieder gesungen. Anschließend folgt das einstündige Programm im Oberstdorf Haus. Danach kann man noch gemütlich über den kleinen Markt bummeln, eine Bratwurst essen oder Glühwein trinken. Nachher geht man heim und ist in einer gemütlichen Stimmung. Wir haben die Termine bewusst so früh gelegt, damit auch die Kinder dabei sein können. 

Ein Erfolgskonzept? 

Gretel Kissner: Am Anfang haben wir wirklich nicht gewusst, ob überhaupt jemand kommt zu unserem Advent. Doch die Veranstaltungen waren von Beginn an immer voll. Die Leute sind wirklich begeistert, kommen nicht nur an einem Samstag, sondern freuen sich schon aufs nächste Wochenende mit dem „Oberstdorfer Advent“. 

Helga Große Wichtrup: Nicht nur Einheimische, sondern auch sehr viele Gäste wissen unseren „Oberstdorfer Advent“ inzwischen sehr zu schätzen. Weil in den vergangenen Jahren der Kleine Kursaal aus allen Nähten zu platzen drohte, ziehen wir in diesem Jahr in den Großen Kursaal um. Und noch etwas ist neu in diesem Jahr: Wir sind zwar stolz auf unsere Samstags-Tradition, können die aber heuer nicht ganz durchhalten. Denn weil unsere zweite 
Veranstaltung auf den 6. Dezember fiele, treten wir vor den Klausen ins zweite Glied zurück und feiern nun am Sonntag, 7. Dezember. Und auch die „Riebige Schtünd“ muss in diesem Jahr am 21. Dezember und damit an einem Sonntag stattfinden.
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            <pubDate>Tue, 07 Apr 2009 12:15:46 GMT</pubDate>
            <guid isPermaLink="false">http://www.oberstdorf.de/dorf/tradition/interview-mit-organisatoren-oberstdorfer-advents.html</guid>
        </item>
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            <title>Tradition › Der Brunnenmacher aus Schöllang</title>
            <link>http://www.oberstdorf.de/dorf/tradition/der-brunnenmacher-aus-schoellang.html</link>
            <description>Toni Thannheimer aus Schöllang ist einer der wenigen Brunnenmacher. Der Brunnenmacher war und ist kein Lehrberuf. Mitbringen muß man handwerkliches Geschick im Umgang mit Holz und evtl. das Wissen über die Mondphasen und Tierkreiszeichen.</description>
            <content:encoded><![CDATA[<a href="http://www.oberstdorf.de/dorf/tradition/der-brunnenmacher-aus-schoellang.html"><img src="http://tramino.s3.amazonaws.com/s/oberstdorf/216/150.jpg" alt="Handgemacher Holzbrunnen"   width="150" height="104" /></a><br/><br/><b>Toni Thannheimer aus Schöllang ist einer der wenigen Brunnenmacher. Der Brunnenmacher war und ist kein Lehrberuf. Mitbringen muß man handwerkliches Geschick im Umgang mit Holz und evtl. das Wissen über die Mondphasen und Tierkreiszeichen.</b><br/><br/>
Der Holzeinschlag, die Lagerung und Verarbeitung sollte nur an bestimmten Zeichen erfolgen, damit die Brunnen dauerhaft ihren Dienst erfüllen und nicht vorzeitig verrotten.

Mit der Einführung von Guß- und Stahlrohren ist der Brunnenmacher etwas in Vergessenheit geraten. Lediglich einzelne Dorfbrunnen sowie Brunnen für Alpen und Viehweiden werden noch hergestellt.

Das wichtigste Werkzeug eines Brunnenmachers ist heute die Motor- bzw. Kettensäge sowie eine Fräse zum Ausfräsen der Brunnentröge. Der altbewährte "Hohldeichsel"
dient meist nur noch zur Dekoration.

Die heute in Auftrag gegebenen Brunnen sollten meist möglichst urig aussehen. Hierzu werden astige, schnellwüchsige Randfichten verarbeitet. Da die Oberfläche glatt und sauber verschliffen werden sollen, muß das Holz entgegen jeder forstwirtschaftlichen Regel „im Saft“ geschlagen werden.]]></content:encoded>
            <pubDate>Tue, 07 Apr 2009 12:15:39 GMT</pubDate>
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            <title>Tradition › Der Gemsbartbinder aus Oberstdorf</title>
            <link>http://www.oberstdorf.de/dorf/tradition/der-gemsbartbinder-aus-oberstdorf.html</link>
            <description>Der einzige Oberstdorfer Gemsbartbinder ist Otto Schall. Der Gemsbart entsteht aus dem Haar eines Gemsbocks – am schönsten ist das Winterkleid. Je schwärzer das Haar des Bocks ist, um so wertvoller ist später der Bart.</description>
            <content:encoded><![CDATA[<a href="http://www.oberstdorf.de/dorf/tradition/der-gemsbartbinder-aus-oberstdorf.html"><img src="http://tramino.s3.amazonaws.com/s/oberstdorf/217/150.jpg" alt="Gämsbartbinder bei der Arbeit"  title="Otto Schall ist der einzige Oberstdorfer Gämsbartbinder." width="150" height="220" /></a><br/><br/><b>Der einzige Oberstdorfer Gemsbartbinder ist Otto Schall. Der Gemsbart entsteht aus dem Haar eines Gemsbocks – am schönsten ist das Winterkleid. Je schwärzer das Haar des Bocks ist, um so wertvoller ist später der Bart.</b><br/><br/>
Außerdem benötigt man einen guten „Reif’n“. Der Reif’n, das sind die Spitzen des Bartes. Je weißer der Reif’n, um so schöner der Bart.

Brauchen kann man alle Haare am Halsstreifen des Tieres. Sie sind zwischen fünf und zwanzig Zentimeter lang und reichen vom Halswirbel bis zum Steiß. Am „Fidle“ – dem Hinterteil – des Bocks sind die Haare am längsten. Die Haare werden fein säuberlich nach Längen zu Büscheln sortiert. Jeder Büschel hat 40 bis 50 Haare und jeder Bart 150 bis 200 Büschel. Auf diese Weise kommt ein Gämsbart auf 8000 bis 10000 Haare.

Jede Haarlänge wird extra an einen vernickelten, eingekerbten Draht gebunden, damit er schön fällt. Zum Schluß wird das Drahtende mit grünem Garn

]]></content:encoded>
            <pubDate>Tue, 07 Apr 2009 12:15:39 GMT</pubDate>
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            <title>Tradition › Die Kranzbinderinnen aus Oberstdorf</title>
            <link>http://www.oberstdorf.de/dorf/tradition/die-kranzbinderinnen-aus-oberstdorf.html</link>
            <description>Einige wenige Kranzbinderinnen stellen noch nach alter Sitte den Kopfschmuck her, mit dem das schönste Rind jeder Alpe beim Alpabtrieb geschmückt wird.</description>
            <content:encoded><![CDATA[<a href="http://www.oberstdorf.de/dorf/tradition/die-kranzbinderinnen-aus-oberstdorf.html"><img src="http://tramino.s3.amazonaws.com/s/oberstdorf/5461/150.jpg" alt="Kranzbinderin Jule Schleich"  title="Kranzbinderin Jule Schleich (rechts im Bild) schmückt das Kranzrind." width="150" height="158" /></a><br/><br/><b>Einige wenige Kranzbinderinnen stellen noch nach alter Sitte den Kopfschmuck her, mit dem das schönste Rind jeder Alpe beim Alpabtrieb geschmückt wird.</b><br/><br/>
Etwa 25 bis 30 Kränze sind es in dem jedem Herbst, mit denen die Rinder und Kühe der Oberstdorfer Alpen gekrönt werden. 
Stundenlange Vorbereitungen gehen der eigentlichen Arbeit am Kranz voraus, für dessen Vollendung noch einmal vier Stunden gebraucht werden. 

Es werden tausende von getrockneten Naturblumen und künstlichen Alpenblumen auf einem Drahtgestell zu einem farbenprächtigen Gebilde zusammen gebunden. Die eingearbeiteten Spiegel sollen beim Alpabtrieb die bösen Geister am Wegesrand bannen.

Am Tage des Viehscheides heißt es dann für die Kranzbindern, pünktlich überall dort zur Stelle zu sein, wo sich Vieh und Hirten zum Einzug ins Tal vorbereiten. Dann wird die Schönheitskönigin unter den Rindern geholt, die bereits auf der Alpe mit Maßband und nach bestimmen Schönheitsidealen gewählt wurde, von Jule Schleich mit dem üppigen Kopfschmuck gekrönt. Nur wenn während des Sommers der Viehbestand einer Alpen von Krankheit, Absturz oder einem anderen Unglück verschont blieb, darf vom Oberhirten die so geschmückte Kranzkuh zum Scheidplatz geführt werden.]]></content:encoded>
            <pubDate>Tue, 07 Apr 2009 12:15:39 GMT</pubDate>
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            <title>Tradition › Der Oberstdorfer Schindelmacher</title>
            <link>http://www.oberstdorf.de/dorf/tradition/der-oberstdorfer-schindelmacher.html</link>
            <description>Oberstdorfer Schindelmacher Martin Rietzler und andere Oberstdorfer Schindelmacher fertigen die Schindeln aus einheimischem, einjährigen Fichtenholz.</description>
            <content:encoded><![CDATA[<a href="http://www.oberstdorf.de/dorf/tradition/der-oberstdorfer-schindelmacher.html"><img src="http://tramino.s3.amazonaws.com/s/oberstdorf/220/150.jpg" alt="Schindelmacher.jpg"   width="150" height="223" /></a><br/><br/><b>Oberstdorfer Schindelmacher Martin Rietzler und andere Oberstdorfer Schindelmacher fertigen die Schindeln aus einheimischem, einjährigen Fichtenholz.</b><br/><br/>
Der Schlag des Holzes muß an einem kurzen Tag (Wintertag, da wenig Wassereinlagerung) erfolgen. Haltbarkeit je nach Dachneigung ca. 30 Jahre.

Die Art, Häuser mit Schindeln zu bedecken, ist Tausende von Jahren alt und auf fast allen Kontinenten anzutreffen: Kanada, Schweden, Norwegen, Polen, Russland, Ungarn, im Alpenland und Mitteleuropa. Überall kannte man dieses Verfahren. Je nach Land gibt es verschiedene Formen und Techniken der Herstellung.]]></content:encoded>
            <pubDate>Tue, 07 Apr 2009 12:15:39 GMT</pubDate>
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            <title>Tradition › Schuhmacher mit Geschichte</title>
            <link>http://www.oberstdorf.de/dorf/tradition/schuhmacher-mit-geschichte.html</link>
            <description>Es gibt längst keine Werkstatt mehr, wo in den besten Zeiten der Meister Franz Schratt, der Erfinder des Haferl Schuhs mit 30 Gesellen und Lehrlingen Schuhwerk für Könige und Generäle, Industrielle und Einheimische fertigte.</description>
            <content:encoded><![CDATA[<a href="http://www.oberstdorf.de/dorf/tradition/schuhmacher-mit-geschichte.html"><img src="http://tramino.s3.amazonaws.com/s/oberstdorf/221/150.jpg" alt="Der grösste Bergschuh der Welt"   width="150" height="85" /></a><br/><br/><b>Es gibt längst keine Werkstatt mehr, wo in den besten Zeiten der Meister Franz Schratt, der Erfinder des Haferl Schuhs mit 30 Gesellen und Lehrlingen Schuhwerk für Könige und Generäle, Industrielle und Einheimische fertigte.</b><br/><br/>
Das dem Huf einer Gämse nachempfundene derbe Schuhwerk der Trachtler, welches der im Bergbauerndorf ansässige Franz Schratt zu Napoleons Zeiten in mühseliger Handarbeit nähte, trat einen Siegeszug durch die Welt an. Bis nach Japan eroberte der rustikale Treter als Mode-Trendsetter die Trottoirs. Für die Urform des „Haferl-Schuhs“ bestand indes kein Erstgeburtsrecht. Jeder tüchtige Meister durfte sich mit eigenen „Grobgenähten“ an die Sohlen des Erfinders heften.

Es war erst der Enkel, nämlich der sammelwütige Josef, der von dem Erfindungsreichtum seines Ahns profitierte. Als Meister seines Faches auch in der Reklame heimste er bald Auszeichnungen in aller Welt ein und band adelige Kundschaft in halb Europa an sich. 

Nicht nur Bayerns letzter König, Ludwig III., ließ sich ein in der eigenen Gerberei butterweich getrimmtes Fußleder samt Gamaschen anpassen. Sondern auch die Königin der Niederlande, die Könige von Württemberg und Sachsen, der Herzog von Kalabrien und Hundertschaften von Großherzögen, Fürsten, Prinzen und Grafen nebst Gemahlinnen promenierten in den Schuhen des Schusters aus dem Bergbauernort.
Nicht umsonst wurde Schratt der Titel „Schuhmacher der Könige“ verpasst. Er war aber auch ein „König der Schuhmacher“, wie seine vielen Goldmedaillen besagen. Es muss die Verarbeitung gewesen sein, welche die Produkte so begehrlich machten. Es waren perfekte Schuhe mit irrsinnigen Nähten.

Eigentlich zog Josef Schratt, ein Nachkomme von Franz Schratt, gleich zweimal den größten Schuh der Welt übern Leisten, zuerst 1930 und dann nochmals 1950. Vor der Premiere hatte das Hausmädchen zunächst die Kreidezeichnung auf dem Werkstatt-Fußboden als „Geschmier“ fein säuberlich aufgewischt. Dies konnte den eifrigen Meister aber nicht hindern. Ebenso wenig ein amerikanischer Botschafts-Attaché, der den Rekord für seine USA reklamieren wollte. Weil nach dem Zweiten Weltkrieg Leder knapp war, zerlegte Schratt sein erstes Titanenstück. Wenige Jahre später schnürte er einen noch gewaltigeren Weltrekord-Schuh, der bis heute im Heimatmuseum steht.]]></content:encoded>
            <pubDate>Tue, 07 Apr 2009 12:15:39 GMT</pubDate>
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            <title>Tradition › Die „Wilden Klausen“ von Oberstdorf</title>
            <link>http://www.oberstdorf.de/dorf/tradition/die-wilden-klausen-von-oberstdorf.html</link>
            <description>Zu Beginn des Winters, wenn sich das Jahr dem Ende zuneigt und die Zeit der kürzesten Tage und der längsten Nächte gekommen ist, machen es sich die Menschen daheim in der warmen Stube gemütlich und treffen, hoffentlich ohne Stress, ihre Vorbereitungen für das nahende Weihnachtsfest.</description>
            <content:encoded><![CDATA[<a href="http://www.oberstdorf.de/dorf/tradition/die-wilden-klausen-von-oberstdorf.html"><img src="http://tramino.s3.amazonaws.com/s/oberstdorf/5077/150.jpg" alt="Klausen"  title="Klausen" width="150" height="99" /></a><br/><br/><b>Zu Beginn des Winters, wenn sich das Jahr dem Ende zuneigt und die Zeit der kürzesten Tage und der längsten Nächte gekommen ist, machen es sich die Menschen daheim in der warmen Stube gemütlich und treffen, hoffentlich ohne Stress, ihre Vorbereitungen für das nahende Weihnachtsfest.</b><br/><br/>
Dies ist aber auch die Zeit, in der alte und neue Bräuche lebendig werden. Besonders in alpenländlichen Regionen ist mancher alte Brauch aus grauer Vorzeit erhalten geblieben. 
So gibt es seit alters her im Allgäu und insbesondere in Oberstdorf das „Klausentreiben“. Es dürfte sich hierbei um einen der ältesten Kulturbräuche der heidnischen Zeit handeln.

Damals in den langen, dunklen Winternächten wurde die Furcht der Menschen vor bösen Geister oft übermächtig. Dann kleideten sich mutige junge Burschen in Fell- und Ledergewänder, setzten sich Tierköpfe oder Kappen mit Hirschgeweihen oder Ochsenhörnern auf den Kopf und zogen johlend mit Schellen- und Kettengerassel durch die engen Gassen, um die bösen Nachtgeister, die Druden und Schatten aus ihrem Dorf zu vertreiben. Wehe dem, der diesen wilden Horden begegnete.

Auch die Christianisierung im 7. und 8. Jahrhundert konnte die Furcht vor Geistern und Dämonen nicht verdrängen, und so blieb dieser Brauch lange in der alten Form erhalten.
Bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts durften nur alteingesessene Oberstdorfer beim „Wilden Klausentreiben“ mitmachen. 

Heute wird diese Regel nicht mehr so streng gesehen. Es sind auch nicht mehr die bösen Geister, die die jungen Burschen am Abend des 6. Dezember, dem St. – Nikolaus – Tag, in den Straßen von Oberstdorf jagen. Sie haben es mehr auf vorwitzige junge Mädchen und allzu neugierige Zuschauer abgesehen, die auch schon mal eine kräftige Abreibung mit Schnee oder mit der Rute riskieren. 

Zwei Tage vorher, am 4. Dezember (St. Barbara) treffen sich ebenfalls bei Einbruch der Dunkelheit die Oberstdorfer Mädchen zum "Klausenbärbel-Treiben".
In hexenähnlicher Verkleidung, mit Ruten und Schellen laufen auch sie durch Oberstdorfs Strassen und machen diese "unsicher".

Dafür das alles im Rahmen bleibt, sorgt heutzutage der Gebirgstrachten- und Heimatschutzverein.

Allerdings ist dies nicht jedermanns Sache, sogar viele Einheimische bleiben lieber gemütlich bei Glühwein in Ihren Stuben und betrachten das Geschehen vom sicheren Fenster. Vor allem Kleinkinder oder Personen die den Brauch nicht kennen sollten diesem Rat folgen.

Gut zu wissen

Am "Klausentag" haben gewöhnlicherweise sämtliche öffentliche Infrastruktureinrichtugen ab 18.00 Uhr oder früher geschlossen. 

Dies gilt ebenfalls für ca. 98% der Gastronomie. Nahezu alle Restaurants, Bistros oder andere Lokalitäten haben an diesem Tag nicht geöffnet.]]></content:encoded>
            <pubDate>Tue, 07 Apr 2009 12:15:39 GMT</pubDate>
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            <title>Tradition › Funken-Sonntag</title>
            <link>http://www.oberstdorf.de/dorf/tradition/funken-sonntag.html</link>
            <description>Pünktlich zum Beginn der Fastenzeit, dem ersten Sonntag nach Fasnacht erleuchten Funkenfeuer an vielen exponierten Stellen um den Oberstdorfer Nachthimmel.</description>
            <content:encoded><![CDATA[<a href="http://www.oberstdorf.de/dorf/tradition/funken-sonntag.html"><img src="http://tramino.s3.amazonaws.com/s/oberstdorf/6791/150.jpg" alt="Funken am Jauchenkreuz"   width="150" height="200" /></a><br/><br/><b>Pünktlich zum Beginn der Fastenzeit, dem ersten Sonntag nach Fasnacht erleuchten Funkenfeuer an vielen exponierten Stellen um den Oberstdorfer Nachthimmel.</b><br/><br/>
Der Ursprung dieses alten Brauches ist bis heute unklar und hat viele mögliche Erklärungen. Zum einen erinnert es an die Oster- und Sonnwendfeuer und wird erklärt als das Verbrennen des "Bösen" - der Hexe - zum Ende des Winters hin, um die Kraft der Sonne zu stärken und Unheil abzuwenden. Zum anderen wird das Funkenfeuer mit den Fruchtbarkeitsriten und Brandopfern der Kelten in Verbindung gebracht.

Heute ist das Funkenfeuer ein geselliger und optisch reizvoller Anlass. Obendrein beschert es Gaumenfreuden in Form von süßen "Funke-Kiechle", die zum Funkenfeuer einfach dazugehören.]]></content:encoded>
            <pubDate>Tue, 07 Apr 2009 12:15:39 GMT</pubDate>
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            <title>Tradition › Viehscheid</title>
            <link>http://www.oberstdorf.de/dorf/tradition/viehscheid.html</link>
            <description>Im Frühsommer wird das Jungvieh alljährlich zur Sommerfrische auf die Berge geschickt. Hundert Tage ungefähr bleiben sie droben, wo die Luft nicht nach Benzin riecht und das Gras noch ohne Bleigehalt durch den TÜV käme, wenn es dafür einen gäbe.</description>
            <content:encoded><![CDATA[<a href="http://www.oberstdorf.de/dorf/tradition/viehscheid.html"><img src="http://tramino.s3.amazonaws.com/s/oberstdorf/61361/150.jpg" alt="Viehscheid Schöllang - Kranzrind Hintere Seealpe"  title="Viehscheid Schöllang - Kranzrind Hintere Seealpe" width="150" height="200" /></a><br/><br/><b>Im Frühsommer wird das Jungvieh alljährlich zur Sommerfrische auf die Berge geschickt. Hundert Tage ungefähr bleiben sie droben, wo die Luft nicht nach Benzin riecht und das Gras noch ohne Bleigehalt durch den TÜV käme, wenn es dafür einen gäbe.</b><br/><br/>
Im Allgäu gibt es keine Sennerinnen. Hier sind nur Alphirten für das Wohl und Wehe der Kühe zuständig. Sie stehen in einem guten Ruf, die Allgäuer Alpweiden und ihre Hirten, denn Jahr für Jahr kommt nicht nur das eigene Vieh aus dem Tal, es finden sich auch viele Saisongastrinder aus dem Unterland zur Erholung auf den Oberstdorfer Alpen ein. 

Mit großen und kleinen Glocken um den Hals bimmeln sie in würdevoller Gelassenheit durch den Sommer, was gar manchen rastlosen Urlauber in tiefstem Herzen erfreut und ihn den Rest seiner Ferientage gemächlicher verbringen läßt. 

Geht im September die Weidezeit zu Ende und ist keinem Tier ein Unheil geschehen, was vom Hirten und den wackeren Heiligen St. Wendelin und St. Rochus mit vereinten Kräften vermieden wurde - kommen die großen Tage: der Oberstdorfer und der Schöllanger Viehscheid.

Voraus der Alphirt mit seinem wunderschönen Kranzrind, die Herde im Gefolge hinterher. Als Kranzrind wird das schönste Tier ausgewählt und mit einem voluminösen Gebilde aus Zweigen, Blumen und Bändern geschmückt dasss es eine wahre Pracht ist.
Die Schelle am Hals steht dem Kranz auf dem Kopf an Größe und Schönheit nicht nach - und das alles trägt eine gestandene Allgäuer Kuh mit stoischem Gleichmut zu Tal. Zum Stolz des Hirten und zur Freude aller Kurgäste. Das Wort Viehscheid besagt, dass das Vieh auf einem großen Platz "geschieden" wird: ein jedes kommt wieder zu seinem Besitzer. Hier findet ein wahres Volksfest statt mit Blasmusik, Würstlbuden und viel, viel Bier. Grad schön ist's.

Das Allgäuer Braunvieh ist ein Markenzeichen für unser Land. Es ist gesund und schön, hat Charakter und seiner gesellschaftlichen Stellung gemäß gewisse Vorrechte. Das sollte ein jeder bedenken, der sich in seinem dicken Auto plötzlich eingekreist sieht von Schwänzen, Hörnern und ernsten Kuhgesichtern. Das Rindvieh hat hier die ältesten Rechte, und die gilt es auch in der Hektik des 20.Jahrhunderts zu respektieren.

Aktuelle Informationen finden Sie unter Viehscheid-Termine .]]></content:encoded>
            <pubDate>Tue, 07 Apr 2009 12:15:37 GMT</pubDate>
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        </item>
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            <title>Tradition › Der Korbflechter aus Oberstdorf</title>
            <link>http://www.oberstdorf.de/dorf/tradition/der-korbflechter-aus-oberstdorf.html</link>
            <description>Korbflechterei Ammann in Oberstdorf: Ob nun ein Wäsche-, Einkaufs-, Papierkorb oder ein Blumenübertopf – alles wird in der Korbflechterei Ammann in Oberstdorf von Hand produziert. Eine Säge ist die einzige Maschine die verwendet wird.</description>
            <content:encoded><![CDATA[<a href="http://www.oberstdorf.de/dorf/tradition/der-korbflechter-aus-oberstdorf.html"><img src="http://tramino.s3.amazonaws.com/s/oberstdorf/218/150.jpg" alt="Korbflechter Ammann"   width="150" height="105" /></a><br/><br/><b>Korbflechterei Ammann in Oberstdorf: Ob nun ein Wäsche-, Einkaufs-, Papierkorb oder ein Blumenübertopf – alles wird in der Korbflechterei Ammann in Oberstdorf von Hand produziert. Eine Säge ist die einzige Maschine die verwendet wird.</b><br/><br/>
Neben „Gebrauchskörben“ entstehen auch kunstvolle Flechtwerke für Stuhllehnen und Heizkörperverkleidungen - der Vielfalt sind keine Grenzen gesetzt.

Das Rohmaterial ist unterschiedlich. Alle Weiden sind einjährig; sie werden geschält, ungeschält, gehobelt und geschnitten verarbeitet und werden von Plantagen in Spanien bezogen.

Die wildwachsenden deutschen Pflanzen sind nicht biegsam genug und würden beim Verarbeiten zu leicht brechen, denn das Mark der Weiden muß möglichst wenig ausgebildet sein, um größte Biegsamkeit zu gewährleisten.

Selbstverständlich werden nicht nur Neuanfertigungen, sondern auch Reparaturen erledigt.]]></content:encoded>
            <pubDate>Tue, 07 Apr 2009 12:15:37 GMT</pubDate>
            <guid isPermaLink="false">http://www.oberstdorf.de/dorf/tradition/der-korbflechter-aus-oberstdorf.html</guid>
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