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Erdinger Arena Oberstdorf im Allgäu
Die Erdinger Arena Oberstdorf im Allgäu – ein traditionelles Springerzentrum am Fuße des Schattenberges
Anlässlich der im Jahre 1909 erbauten ersten „großen“ Skisprung-Schanze auf den Halden in Oberstdorf sprang der Freiburger Bruno Biehler 22 Meter, eine damals wohl beachtete sportliche Leistung. Damals war das Skispringen in Deutschland nirgends wesentlich weiter entwickelt.
Voraussetzung für eine planmäßige Schulung im Sprunglauf waren die dafür notwendigen Sprunghügel. Die große Schanze auf den Halden erhielt auf Betreiben des damaligen Kurdirektors Hermann Schallhammer im Jahre 1925/26 einen verbesserten Ersatz in der von Architekt Hans Gschwender erbauten Schattenberg-Schanze.
Nach mehrmaligem Umbau konnte der erste Schanzenrekord von 35 Metern im Jahre 1926 (Müller, Bayrischzell) bis 1950 auf 82 Meter (Sepp Weiler, Oberstdorf) gesteigert werden.
Inzwischen haben sich in die Liste der Schanzenrekorde eine ganze Reihe weiterer prominenter Namen eingetragen.
1987 war das Schattenberg-Skistadion Schauplatz der Nordischen Skiweltmeisterschaften mit einem enormen Zuspruch zehntausender begeisterter Zuschauer. 1997 wurden die Schanzen mit einer neuartigen Aufstiegshilfe ausgestattet.
Im Jahr 1999 wurde der Zuschauer-Bereich im Stadion mit einem Kostenaufwand von 1 Million DM durch die Überbauung des Faltenbaches wesentlich verbessert. Die Faltenbach-Überbauung nimmt als Stehplatz-Tribüne 3.500 Zuschauer auf, wobei diese Maßnahme nicht zur Steigerung der Zuschauer-Kapazitäten beitragen soll, sondern der Sicherheit des neugeordneten Stadions. Die Um- u. Neubaumaßnahmen in der jetzigen Erdinger Arena Oberstdorf im Allgäu wurden im Sommer 2004 beendet.
Mit dem Skispringen auf der Schattenberg-Schanze (alt K115) zwischen Weihnachten und Neujahr beginnt in jedem Jahr die Vierschanzen-Tournee – das Auftaktspringen findet in diesem Jahr (2009) zum 58. Mal statt.
Mehr Informationen und Aktuelles finden Sie direkt auf der Hompepage der Erdinger Arena
Technische Daten
Höhe Schanzentisch: 3 m
Turmhöhe: 44 m
Anlauflänge: 108 m
Länge der Aufsprungbahn bis Beginn Radius: 174,3 m
Absprunggeschwindigkeit: 92 km/h
Kalkulationspunkt: 120 m bei 7,43 Grad
Juryweite: 137 m
Gesamtlänge bis Beginn Auslauf: 238 m
Fassungsvermögen Stadion: 27.000






