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        <title>Landwirtschaft (Oberstdorf)</title>
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        <description>Traumhafte Landschaft im Tal der Täler, klare Luft (Gütegrad I), sauberes Wasser (Mineralwasserqualität) und Menschen, die ihre Natur durch behutsame Bewirtschaftung pflegen: Milchwirtschaft bestimmt die Arbeit unserer Landwirte. Eine riesige Auswahl an Milch-, aber auch an Fleischerzeugnissen kann deshalb den qualitätsbewussten Verbrauchern angeboten werden.</description>
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            <title>Landwirtschaft (Oberstdorf)</title>
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            <title>Landwirtschaft › Das Allgäuer Braunvieh</title>
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            <description>Im Gemeindegebiet Oberstdorf werden in 69 landwirtschaftlichen Betrieben 838 Stück Vieh (Stand Viehzählung 1999) gehalten (davon 483 Milchkühe). Fast auschließlich handelt es sich um Tiere der Rasse "Allgäuer Braunvieh".</description>
            <content:encoded><![CDATA[<a href="http://www.oberstdorf.de/natur/landwirtschaft/das-allgaeuer-braunvieh.html"><img src="http://tramino.s3.amazonaws.com/s/oberstdorf/59363/150.jpg" alt="Sommertraum für Kühe"  title="Foto: Photographie Monschau" width="150" height="99" /></a><br/><br/><b>Im Gemeindegebiet Oberstdorf werden in 69 landwirtschaftlichen Betrieben 838 Stück Vieh (Stand Viehzählung 1999) gehalten (davon 483 Milchkühe). Fast auschließlich handelt es sich um Tiere der Rasse "Allgäuer Braunvieh".</b><br/><br/>
Einem Mann namens Karl Hirnbein ist es vorrangig zu verdanken, daß bei uns im Allgäu seit dem 19. Jahrhundert die Milchwirtschaft einen so hohen Stellenwert hat.

Noch im 18. Jahrhundert lebten die meisten Bewohner des Allgäus von der Weberei und dem Flachsanbau (Lein). Die Geschäfte liefen nicht mehr, die Konkurrenz aus anderen Landesteilen war zu groß und eine wirtschaftliche Not brach über das Land herein. Karl Hirnbein suchte einen Ausweg aus der Notlage. Käsereien und Sennalpen wurden gegründet und aus dem ehemaligen "Blauen Allgäu" wurde nun das "Grüne Allgäu". Die damals gezüchteten Tiere der Rasse "Allgäuer Braunvieh" entsprachen noch dem Urtyp dieser Rasse (kleine, kräftige, robuste Tiere).

Heutzutage haben die meisten der nunmehr gezüchteten Tiere das Blut amerikanischer Zuchtlinien in sich. Von diesen Kreuzungen versprach man sich eine noch bessere Milch- und Mastleistung. Reinrassige Allgäuer Braunviehtiere existieren noch einige hundert. Um diese Zuchtlinie nicht aussterben zu lassen, wird diese in besonderen Zuchtprogrammen zusätzlich gefördert und wieder reinrassig gezüchtet.

Das Braunvieh hat seine Hauptverbreitung im süddeutschen Voralpengebiet, der viehstärksten Gegend Deutschlands. Insgesamt umfasst die Gesamtpopulation 670.000 Stück, darunter ca. 340.000 Milchkühe.

Diese Rasse zeichnet sich aus durch ihre hervorragende Anpassungsfähigkeit an verschiedene Klimaregionen, die hervorzuhebende Langlebigkeit und die hohe Lebensleistung an Milch. Aufgrund der Robustheit dieser Rasse (kräftige Tiere mit harten Klauen) wird sie bevorzugt in unseren Breitengraden gehalten.	

Das Jungvieh (Jungtiere bis zur ersten Kalbung) verbringt den Sommer (Juni/Juli bis September) auf den umliegenden Alpen. Hier erhalten diese Tiere bestes Berggras mit den entsprechenden Kräutern. Mancher mag sich fragen, warum die geälpten Tiere sog. Weideschellen (Glocken) tragen. Diese Frage ist ganz einfach zu beantworten. Der Hirte hört schon am Klang der Schelle, wohin sich einzelne Tiere der Herde entfernt haben, kann diese leichter orten und zurückholen. Viele Hirten erkennen diverse Tiere sogar am Klang einer einzelnen Schelle. Im Herbst werden die verschiedenen Jungviehalpen in Oberstdorf und Schöllang zum Abschluss der Bergsaison auf dem Viehscheid erwartet. Dieser Tag ist für Bauern wie auch Hirten ein Festtag. Zu diesem Anlass werden die Jungtiere mit großen Zugschellen (große Glocken) geschmückt. Jede Herde (Alpe), welche im vergangenen Bergsommer keinen Verlust zu verzeichnen hatte, wird von einem Kranzrind angeführt. Dieses Rind wird noch zusätzlich durch einen prachtvoll gebundenen Kranz geschmückt. Die Älpung der Jungtiere ist ein wesentlicher Baustein in der Entwicklung des Tieres, bis es mit der ersten Kalbung zum ersten Mal gemolken wird.

Die Braunviehkuh wird zwischen 1,40 m und 1,50 m groß und erreicht ein Gewicht von 600 bis 850 kg. Bei der Braunviehzucht wird besonderer Wert auf die Inhaltsstoffe der Milch (vorrangig Eiweißgehalt), gute Melkbarkeit, regelmäßige Fruchtbarkeit und eine hohe Langlebigkeit gelegt. Ein Landwirt erwartet von einer guten Durchschnittskuh ab dem dritten Lebensjahr jährlich ein Kalb und entsprechend 5.000 bis 6.000 Liter Milch mit ca. 4% Fett- und 3,5% Eiweißgehalt. Hierzu muß man wissen, daß eine Kuh ca. 10 bis 11 Monate 2 x täglich Milch gibt. 6 bis 8 Wochen vor der nächsten Kalbung wird das tragende Tier trocken gestellt, d.h. die Kuh wird nicht mehr gemolken, die Milchproduktion wird durch das Tier eingestellt. Kurz vor dem Trockenstellen nimmt die Milchleistung in der Regel naturgemäß automatisch ab.

In diesen 6-8 Wochen soll sich die Kuh erholen, an Gewicht etwas zulegen und sich körperlich auf die Geburt meistens eines Kalbes (Zwillingsgeburten sind seltener) vorbereiten. Allgemein nicht bekannt ist, daß eine Kuh regelmäßig (alle 1 bis 1 1/2 Jahre) ein Kalb zur Welt bringt. Wäre dies nicht der Fall, gäbe die Kuh nicht genügend Milch und die Einnahmen des Landwirtes wären nicht mehr gesichert.

Wegen der ohnehin schlechten Milchpreise, welche durch die milchverarbeitenden Betriebe an unsere Bauern ausbezahlt werden, ist es den meisten Bauern auch nicht möglich, die Landwirtschaft im Vollerwerb zu betreiben. Die meisten Höfe in unserer Gegend werden im Nebenerwerb betrieben, d.h. die Einnahmen aus der Landwirtschaft sind als Zweiteinkommen zu sehen, der Landwirt geht noch einer weiteren Erwerbstätigkeit nach. In Oberstdorf und dem Kleinen Walsertal vermieten über 80 % der Landwirte Ferienwohnungen und Gästezimmer an Feriengäste. Sehr beliebt ist hier der Urlaub auf dem Bauernhof. Für Erwachsene und Kinder ein unvergessliches Erlebnis. Mit etwas Glück kann der Gast vielleicht sogar die Geburt eines Kalbes miterleben.

Nach einer Tragzeit von ca. 9 Monaten und 10 Tagen bringen Kühe ihre Kälber auf die Welt. Meistens ist der Bauer anwesend und greift, - wenn nötig - helfend ein. In der Regel gibt es bei der Allgäuer Braunviehrasse keine Komplikationen während der Kalbung. Das Neugeborene erhält sofort nach der Geburt die sog. Biestmilch. Diese nach dem Trockenstellen erstmals durch die Kuh wieder produzierte Milch ist meist zähflüssig und ähnelt einem Kakaotrunk. Diese erste Milch ist für das neugeborene Kalb lebensnotwendig, da das Immunsystem gestärkt wird. Abhängig von der Milchleistung und der Gesundheit der Mutterkuh und der guten Vererbung des Vatertieres (Stier) entscheidet der Landwirt, ob das Kalb als Zucht- oder Masttier aufgestellt wird.

Im ersten Lebensjahr bezeichnet man ein Jungtier als Kalb, im zweiten ein weibliches als Kalbin und im dritten (ab der 1. Trächtigkeit) als Rind. Vielfach wird diese Rasse in der Mutterkuhhaltung eingesetzt, d.h. der Landwirt läßt seine Kuh kalben und belässt das Kalb bei seiner Mutter. Diese extensive Viehhaltung bringt für den Landwirt viele Vorteile mit sich. Zunächst muß das Muttertier nicht mehr täglich zweimal gemolken werden und im Sommer können die Tiere Tag und Nacht auf geeigneten Viehweiden mit Baumbestand oder sonstigen Unterständen gehalten werden. Die durch diese Viehhaltung gewährten staatlichen Zuschüsse sind für den Landwirt nicht uninteressant. Der Absatzmarkt für das produzierte Biofleisch ist gesichert und der Landwirt kann diese Form der Hofbewirtschaftung bestens im Nebenerwerb betreiben.

Im Durchschnitt beträgt das Abgangsalter einer Kuh 6,7 Jahre. Allerdings ist hervorzuheben, daß ca. 38% des Milchviehbestandes in unserem Raum über 6 Jahre alt ist, d.h. das Allgäuer Braunvieh hat die längste Nutzungsdauer aller Intensivrassen in Deutschland.Die hiesigen Bauern kennen jedes ihrer Tiere beim Namen, mit allen seinen Schwächen (nicht leistungsbezogen). Daher herrscht meist auch eine enge Beziehung zwischen Mensch und Tier. So mancher Landwirt muß sich eine Träne verkneifen, wenn eine Kuh nach 10 Jahren und mehr den heimatlichen Stall für immer verlassen muß. Wenn auch selten, es gibt Landwirte, welche einem Tier im Stall (alle wirtschaftlichen Aspekte außer acht gelassen) das Gnadenbrot gewähren. Dies alles sind Gründe warum ca. 33% der Nachzuchten in das Ausland exportiert werden. Dort werden mit diesen Tieren neue Zuchtgruppen zusammengestellt.

Die meisten dieser positiven Aspekte für diese Rasse sind sicher auf die verantwortungsbewußte Bewirtschaftung der Höfe im Allgäu zurückzuführen. Natürlich steht bei dieser Rasse die Milchleistung im Vordergrund, allerdings wird ein sehr großer Augenmerk auch auf die Gesundheit und somit auf die lange Nutzungszeit (Langlebigkeit) gelegt. Durchschnittlich hält ein Landwirt bei uns 10-15 Milchkühe, was weit unter dem deutschen Bundesdurchschnitt liegt. Durch die immer mehr voran getriebene Globalisierung und die Orientierung am Weltmarkt können die Milch und Fleischpreise nur mühsam gehalten werden.
Es ist zu wünschen, daß möglichst viele der noch bestehenden Kleinbetriebe durchhalten können und vielleicht wieder bessere Zeiten auf sie zukommen.
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            <pubDate>Mon, 11 May 2009 05:57:18 GMT</pubDate>
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            <title>Landwirtschaft › Forstwirtschaft</title>
            <link>http://www.oberstdorf.de/natur/landwirtschaft/forstwirtschaft.html</link>
            <description>Ziel der Waldbewirtschaftung sind naturnahe, stabile und leistungsfähige Mischwälder.</description>
            <content:encoded><![CDATA[<a href="http://www.oberstdorf.de/natur/landwirtschaft/forstwirtschaft.html"><img src="http://tramino.s3.amazonaws.com/s/oberstdorf/3320/150.jpg" alt="Wald"   width="150" height="112" /></a><br/><br/><b>Ziel der Waldbewirtschaftung sind naturnahe, stabile und leistungsfähige Mischwälder.</b><br/><br/>
Diese Wälder besitzen i. d. R. einen hohen trukturreichtum, sind anpassungsfähig gegenüber Umweltveränderungen, zeigen ein hohes Regenerationspotenzial und dienen einer Vielzahl heimischer Tier- und Pflanzenarten als Lebensraum. Waldflächen, auf denen keine Nutzung stattfindet (z. B. Naturschutzgebiet "Allgäuer Hochalpen") sind wichtige
Bestandteile im Gesamtkonzept einer naturnahen Waldbewirtschaftung.

Die Bewirtschaftung zielt auf eine nachhaltige Erfüllung der ökonomischen, ökologischen und sozialen Funktionen des Waldes.

Aus einer aktuellen Statistik gehen nachfolgende Zahlen hervor:

Die Waldbestände in Oberstdorf setzen sich wie folgt zusammen:
Waldfläche 8.167.000 qm
Laubwald 100.230 qm
Nadelwald 33.211.000 qm
Mischwald 18.680.650 qm

in Tiefenbach:
Waldfläche 18.242.583 qm
Laubwald 30.621 qm
Nadelwald 695.559 qm
Mischwald 2.279.896 qm
Gebüsch 1.520 qm

in Schöllang:
Waldfläche 2.291.924 qm
Laubwald 930 qm
Nadelwald 7.110.801 qm
Mischwald 98.187 qm
Gebüsch 5.853 qm

Wussten Sie, dass in Bayerns Wäldern 5 Mrd. Bäume stehen?
Diese Zahl entspricht der Anzahl der Weltbevölkerung!
Es gibt bei uns 40 heimische Baumarten. Die häufigsten
sind Fichte, Buche Tanne, Ahorn und Eschen.]]></content:encoded>
            <pubDate>Tue, 07 Apr 2009 12:15:45 GMT</pubDate>
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            <title>Landwirtschaft › Was ist los im Wald um Oberstdorf?</title>
            <link>http://www.oberstdorf.de/natur/landwirtschaft/was-ist-los-wald-um-oberstdorf.html</link>
            <description>Rund ein Drittel der Gemeindefläche, die größer als das Fürstentum Liechtenstein ist, besteht aus Wald. Dieser Wald stellt sich in den unterschiedlichsten Formen dar.</description>
            <content:encoded><![CDATA[<a href="http://www.oberstdorf.de/natur/landwirtschaft/was-ist-los-wald-um-oberstdorf.html"><img src="http://tramino.s3.amazonaws.com/s/oberstdorf/1198/150.jpg" alt="Forstarbeiten"  title="Forstarbeiten mit dem Pferd." width="150" height="94" /></a><br/><br/><b>Rund ein Drittel der Gemeindefläche, die größer als das Fürstentum Liechtenstein ist, besteht aus Wald. Dieser Wald stellt sich in den unterschiedlichsten Formen dar.</b><br/><br/>
Zum einen der fichtenreiche und immer schon genutzte Wirtschaftswald in den Tallagen, der durch gezielte Verjüngungsmaßnahmen in einen standortsgerechten Mischwald umgewandelt wird, zum anderen aus bunt gemischten Bergwäldern die aus Fichte, Tanne, Rotbuche und Bergahorn bestehen. Nicht selten gesellen sich hier Bergulme und Esche hinzu. Oberhalb von etwa 1300 m nimmt der Anteil der Laubhölzer langsam ab und lediglich die Fichte ist noch in der Lage, einen Waldbestand zu bilden.

Ziel einer naturnahen Waldbewirtschaftung ist es, die standörtlichen Verhältnisse zu erkennen und das waldbauliche Vorgehen danach auszurichten. Kulturen müssen begründet werden sollte sich die Naturverjüngung nicht von selbst einstellen. Zu dichte Jungbestände werden aufgelockert und vorhandene Mischbaumarten zielgerecht gefördert. Der Schnee muß zwischen den kleinen Bäumchen auf den Boden fallen können! Beim heranwachsenden Wald sind immer wieder Pflegeeingriffe nötig, um die Stabilität des Bestandes zu fördern. Dabei werden nach einem Kriterienkatalog die sog. „Guten“ durch die Entnahme von „Konkurrenten“ gefördert.

Die Ziele der Waldbewirtschaftung sind, neben der Erzeugung von Holz, die Erhaltung der Waldfunktionen: Lawinenschutz, Bodenschutz, Wasserschutz (nicht nur zur Wasserreinigung! Wald verhindert den Abfluß des Oberflächenwassers am wirkungsvollsten!) und die bedeutende Erholungsfunktion des Waldes. Um schonende und zugleich der Waldbesitzstruktur (weniger als 10% der Waldfläche Oberstdorfs gehören dem Staat!) angepaßte Eingriffe in den Wald zu ermöglichen, ist eine Grunderschließung mit Forstwegen unerläßlich. Nur so können Pflegemaßnahmen durchgeführt werden die sonst aus Kostengründen für den Waldbesitzer nicht durchführbar sind.

Zum Wald gehört auch eine entsprechende Jagdbewirtschaftung. Alle Jagdböden sind verpachtet bzw. werden vom Grundstückseigentümer selbst betreut. Die Abschußzahlen haben sich nach dem Zustand der Verjüngung zu richten. Leiden die kleinen Bäumchen unter dem Verbiß einer Wildart muß dort jagdlich eingegriffen werden. Maßnahmen wie das Streichen der Pflanzen gegen den Verbiß können dabei unterstützend wirken. Der Bau eines Wildschutzzaunes erhöht nur den Verbißdruck auf die Restflächen und ist nur in Ausnahmefällen sinnvoll.

Die Waldbesitzer sind gehalten, in gefährdeten Jahren besonders auf ihre Fichtenbestände zu achten. Borkenkäferbefall kann verheerende Ausmaße annehmen. Eine laufende Kontrolle vor allem schon betroffener Bestände ist unerläßlich. Wird frischer Befall festgestellt hilft nur der sofortige Einschlag des Baumes und die Entrindung oder die Abfuhr des Holzes vor Ausflug der neuen Käfergeneration.

Wenn Sie noch Fragen haben, auch zur staatlichen Förderung, wenden Sie sich an die Forstdienststelle Oberstdorf, Försterstr. 4, Tel. 08322/4880]]></content:encoded>
            <pubDate>Tue, 07 Apr 2009 12:15:45 GMT</pubDate>
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            <title>Landwirtschaft › KULAP</title>
            <link>http://www.oberstdorf.de/natur/landwirtschaft/kulap.html</link>
            <description>Auszug Merkblatt zum Bayerischen Kulturlandschaftsprogramm–Teil A (KULAP-A).
Grundsätzliche Bestimmungen und Auflagen des Bayerischen Kulturlandschaftsprogramms</description>
            <content:encoded><![CDATA[<b>Auszug Merkblatt zum Bayerischen Kulturlandschaftsprogramm–Teil A (KULAP-A).
Grundsätzliche Bestimmungen und Auflagen des Bayerischen Kulturlandschaftsprogramms</b><br/><br/>
1. Welche Zielsetzung hat das Bayerische Kulturlandschaftsprogramm?

Mit der Förderung extensiver Bewirtschaftungsweise soll die Sanierung, Erhaltung, Pflege und Gestaltung der Kulturlandschaft gewährleistet werden.

2. Wer kann Antrag stellen?

 Inhaber von landwirtschaftlichen Betrieben mit Hofstelle, die mindestens 3 ha landwirtschaftlich genutzte Flächen (LF) selbst bewitschaften, oder landwirtschaftliche Unternehmer im Sinne des § 1 des Gesetzes über die Alterssicherung der Landwirte (ALG). Alm- und Weidegenossenschaften können im Namen und Auftrag ihrer Mitglieder Antrag stellen.

 Empfänger der Altershilfe für Landwirte (ALG) oder der Produktionsaufgabenrente (FELEG) können nicht gefördert werden.


3. Was ist zu beachten?

a) Voraussetzungen für die Gewährung der Förderung sind, dass

 Die Antragsflächen in Bayern liegen,
 der Antragssteller vor Antragstellung den Betrieb mindestens 1 Jahr selbst bewirtschaftet hat (Ausnahme bei Hofübernahme)


b) Verpflichtungen und Auflagen

 Der Viehbesatz darf bei den Maßnahmen grundsätzlich nicht mehr als 2,0 GV/ha LF im Durchschnitt eines jeden Kalenderjahres im Verpflichtungszeitraum betragen.
 Die Grundsätze der landwirtschaftlichen Praxis (z.B. Düngung, Pflanzenschutz, Bodenschutz) sind einzuhalten. Nähere Informationen hierzu erteilt das zuständige LwA.
 Im Betrieb darf insgesamt nur der Wirtschaftsdünger ausgebracht werden, der einem Viehbesatz von maximal 2,0 GV/ha LF (höchstens jedoch 170 kg Stickstoff/ha LF) entspricht. 


4. Allgemein Verpflichtungen und Bedingungen während des Verpflichtungszeitraums

 Der Antragsteller muss sich verpflichten, auf den in die Förderung einbezogenen Flächen
 für die Dauer des Bewilligungszeitraumes diese verpflichtungsgemäß zu bewirtschaftet bzw. zu pflegen,
 auf die Ausbringung von Abwässer, Klärschlamm, Fäkalien, Bioabfällen und ähnlichen Stoffen zu verzichten. Ausgenommen hiervon sind Bioabfälle, deren Bestandteile aus land- bzw. forstwirtschaftlich oder gartenbaulich genutzten Flächen stammen,
 keine Entwässerungsmaßnahmen, Planierung bzw. Auffüllungen ohne Zustimmung des LwA durchzuführen.


Maßnahmen und Bewirtschaftungsauflagen

1. Gesamtbetriebliche Maßnahmen

1.1 Bewirtschaftung des gesamten Betriebes nach den Kriterien des ökologischen Anbaus-K 14

 Der gesamte Betrieb muss ökologisch bewirtschaftet werden.
 Betriebe mit mehr als 50 % Grünland müssen in jedem Kalenderjahr im Verpflichtungszeitraum einen Mindestviehbestand (Durchschnittsbestand) von 0,5 GV/ha Hauptfutterfläche einhalten.


1.2 Umweltorientiertes Betriebsmanagement-K 10

 Verzicht auf die Ausbringung von flüssigem Wirtschafts- und Sekundärrohstoffdünger im Zeitraum vom 15.11. bis 15.02.
 Verzicht auf den Einsatz von Klärschlamm im gesamten Betrieb


In Oberstdorf beteiligt sich ein Landwirt an dieser Kulap-A Maßnahme (Stand 2002)

2. Extensive Acker-/Grünlandnutzung

2.1 Extensive Dauergrünlandnutzung – K 33/K 34
Verzicht auf flächendeckenden chemischen Pflanzenschutz (Einzelpflanzenbehandlung mit Streichgeräten/Rückenspritze ist erlaubt) und generelles Umbruchverbot der Dauergrünlandflächen.
Zusätzlich gilt:

 Die Dauergrünlandflächen sind mindestens einmal während der Vegetationsperiode zu mähen oder zu beweiden. Das Schnittgut ist landwirtschaftlich zu verwerten (Mulchverbot).
 Für wirtschaftseigene Dünger gilt ein Ausbringungsverbot zu Zeitpunkten, an denen der Boden nicht aufnahmefähig ist (z.B. gefroren, schneebedeckt, wassergesättigt).
 Die Tierhaltung ist grundsätzlich auf die betriebseigene Futtergrundlage auszurichten.


In Oberstdorf beteiligen sich der Kulap-A Maßnahme K33 25 Betriebe und K 34 93 Betriebe (Stand 2002)

3. Extensive Acker-/Grünlandnutzung

3.1 Extensivierung von Wiesen mit Schnittzeitauflagen
entsprechend den ökologischen Erfordernisse, um die standortgerechte bzw. anzustrebende ökologisch wertvolle Pflanzengesellschaft und die damit verbundene Fauna zu erhalten.




 Es werden folgende Stufen der Extensivierung unterschieden:
Stufe 1:  Schnittzeitpunkt ab dem 16. Juni
 K 51: Verzicht auf mineralische N-Düngung
Stufe 2: Schnittzeitpunkt ab dem 1. Juli
 K 55: Verzicht auf jegliche Mineraldüngung
 Verzicht auf den Einsatz von chemischen Pflanzenschutzmitteln, ausgenommen zur Einzelpflanzenbehandlung (vgl. 2.2)
 Die Wiesen sind aus natur- und umweltschutzfachlichen Gründen erst ab den oben genannten Schnittzeitpunkten zu mähen.    Das Schnittgut ist landwirtschaftlich zu verwerten.(Mulchverbot)
 In jedem Kalenderjahr im Verpflichtungszeitraum muss ein Mindestbesatz an Rauhfutterfressern (Durchschnittsbestand) im Betrieb von 0,5 GV/ha Hauptfutterfläche eingehalten werden.
 Weiden in der vegetationsarmen Zeit im Herbst (frühestens nach der zwingend erforderlichen Mahd) und im Frühjahr bis zum 15. März ist zugelassen. Soweit zum Schutze der Wiesenbrüter erforderlich, kann das Nichtbefahren der Flächen im Zeitraum vom 15. März bis zum vereinbarten Schnittzeitpunkt zur zusätzlichen Auflage gemacht werden.


In Oberstdorf beteiligen sich an der Kulap-A Maßnahme K 51 20 Betriebe und K 55 46 Betriebe (Stand 2002)

3.2 Mahd von Steilhangwiesen und Wiesen mit vergleichbarer Arbeitserschwernis

 Die Mähnutzung muss so durchgeführt werden, dass der angestrebte Schutz vor Erosion gesichert ist.
 Die Fläche muss auf Karten beim LwA ausgewiesen sein.


In Oberstdorf beteiligen sich an der Kulap-A Maßnahme K 65 38 Betriebe und K 66 27 Betriebe (Stand 2002)

3.3 Behirtung anerkannter Almen und Alpen

 Auf den einbezogenen Almen/Alpen dürfen flächendeckend keine chemischen Pflanzenschutzmittel – ausgenommen die Einzelpflanzenbehandlung (Streichgeräte,Rückenspritze) zur Sicherung ökologisch wertvoller Bestände – eingesetzt werden.

Im Oberstdorfer Gemeindegebiet beteiligen sich an der Kulap-A Maßnahme K 71 26 Alpen und K 74 10 Alpen (Stand 2002)]]></content:encoded>
            <pubDate>Tue, 07 Apr 2009 12:15:44 GMT</pubDate>
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        </item>
        <item>
            <title>Landwirtschaft › Das Aufblühen der Allgäuer Milchwirtschaft</title>
            <link>http://www.oberstdorf.de/natur/landwirtschaft/das-aufbluehen-allgaeuer-milchwirtschaft.html</link>
            <description>Wie entstand die Käsküche Deutschlands?</description>
            <content:encoded><![CDATA[<a href="http://www.oberstdorf.de/natur/landwirtschaft/das-aufbluehen-allgaeuer-milchwirtschaft.html"><img src="http://tramino.s3.amazonaws.com/s/oberstdorf/97319/150.jpg" alt="Alpe Schlappold"  title="Alpe Schlappold - Bild: Markus Buß" width="150" height="99" /></a><br/><br/><b>Wie entstand die Käsküche Deutschlands?</b><br/><br/>
Die große Agrarpolitik, verbunden mit währungspolitischen Maßnahmen, drängt immer mehr unserer Familienbetriebe an den Rand der Existenz. Die Aufgabe ihrer Betriebe würde aber nicht nur die Bauern selbst treffen und das Heer potenzieller Arbeitsloser vergrößern, sondern auch die Allgemeinheit, die im Allgäu umfangreich von und durch die Kulturlandschaft lebt.


Unwillkürlich gehen die Gedanken zurück an den Anfang der Milchwirtschaft in unserer
Region. Eigentlich ist es erst 160 Jahre her, dass sie innerhalb weniger Jahrzehnte in einer
begeisternden Art aufgeblüht ist.


Wie kam es dazu?
Natürlich hat es im Allgäu von Anfang an eine bescheidene Art von Weidewirtschaft mit Milchviehhaltung gegeben. Aber daneben hat sich bis ins 19. Jahrhundert hartnäckig der
Ackerbau gehalten, obwohl er weder vom Klima her noch von der Bodenbeschaffenheit als bodenständig anzusehen war. Die Erträge waren dementsprechend. 1765 gaben die Bekenntnistabellen“ des Amtes Gebrazhofen einen Ertrag bei Dinkel an, der gerade dreimal so groß wie die Aussaatmenge war. Im vorherrschenden System der Dreifelderwirtschaft musste jeweils 1/3 des Landes unbebaut bleiben. Es  "erholte“ sich zwar, wurde aber zum ständigen Unkrautbestand. Flurzwang und Weideordnung ketteten die Bauern auf Gedeih und Verderb aneinander. Noch 1817 schrieb Dismas Gebhard in seiner Schrift über Güterarrondierung: „Hier hauset eine Tyrannei mit furchtbarem Drucke. Der einsichtvolle Landwirt kann auf den zerstreuten Grundstücken seien Kenntnisse nicht anwenden, stets muss er seinen Gang nach dem eines langsamen und faulen Nachbarn richten.“ Bei der Tierhaltung fällt auf, dass die Milcherträge der Kühe oft nicht weit über die Versorgung des Kalbes hinausreichten. Dementsprechend lagen die Preise der Kühe niedriger als die der Schweine (15 Gulden gegen 25 Gulden), auch Stiere und Ochsen
kosteten mehr.



Warum blühte die Milchwirtschaft nicht schon früher auf?

Da sie voll an Grünlandwirtschaft gekoppelt war, muss man sich daher fragen: Warum gab es vor 1830 keine intensive Grünlandwirtschaft?
Folgende Gründe werden dafür angeben:

Weidewirtschaft kann nur auf größeren, zusammenhängenden Grünlandflächen betrieben werden. Diese aber gab es vor der Vereinödung nicht, vielmehr herrschten Streifenflur und Gemengelage vor.

Flurzwang und Weidedienstbarkeit standen einer Verbesserung der Milchwirtschaft grundsätzlich im Wege.

Der tägliche Viehtrieb durch die um das Dorf liegenden Äcker zu den am Rand der Flur kümmernden Grünflächen war äußerst erschwert.
Wiesen und Weiden galten als „Armer Leute Besitz“, ihnen wurde keinerlei Bedeutung zugemessen.

Haltbare Produkte aus der Milch gab es im heutigen Sinne nicht. Die Käse waren von minderer Qualität und geringer Haltbarkeit. Der Handel mit ihnen brachte kein Geld in
die Kassen.


Was also führte zur großen Wende?

Hier muss man an erster Stelle die Vereinödung erwähnen. Diese größte bauliche Initiative zur Selbsthilfe, die es je gab, bescherte den Bauern jene Agrarstruktur, die es ihnen endlich ermöglichte, große Flächen, noch dazu in der Nähe ihres Hofes, zu bewirtschaften. Die Vereinödung brachte im Einzelnen:


 Die Aufhebung des Flurzwangs und der Weidedienstbarkeiten.

 Eine Arrondierung der Flächen.

 Die Einführung der Vierfelderwirtschaft (zunächst wurde der Ackerbau noch beibehalten).

 Die Intensivierung der Agrarwirtschaft (wechselweise Nutzung Acker/Wiese).

 Die Erhöhung der Nutzung auf dem Grünland und damit eine Erhöhung der Intensität der Bewirtschaftung.


Dies war vor der Vereinödung alles nicht geschehen. Ein weiterer Grund zur Umgestaltung der Agrarstruktur war die Tatsache, dass gegen Ende des 18. Jahrhunderts in England der mechanische Webstuhl erfunden wurde, mit dessen Hilfe es gelang, Leinentücher wesentlich schneller und billiger zu produzieren. Dadurch verlor der Flachsanbau im Allgäu völlig die wirtschaftliche Bedeutung, die er Jahrhunderte lang gehabt hatte. Da es zu den Einnahmen des Flachsanbaus keine entsprechende Alternative gab, setzte gegen Ende des 18. Jahrhunderts eine Verarmung ohne Beispiel im Allgäu ein. Aus dieser Lage ist auch der Begriff des „Notwenders“ Carl Hirnbein zu verstehen.



Die Milchwirtschaft blüht auf!

Die aufblühende Milchwirtschaft bescherte den Bauern nun monatliche Einnahmen. Als Ackerbauern hatten sie jährlich nur einmalige Erträge, die Geld in die Kassen brachten.
Damit den Rest des Jahres zu haushalten, war sicherlich sehr schwierig. Monatliche Einnahmen dagegen kurbelten die notwendigen Investitionen an. Ein weiterer Punkt, der für
das Aufblühen der Allgäuer Milchwirtschaft sprach, waren die einsetzende Verkehrserschließung (Eisenbahnbau) und die Herstellung einer guten Käseware (Althaus, Hirnbein), die dann zu den großen Marktzentren gebracht werden konnten. Johann Althaus zeigte ab 1827, wie man große und haltbare Emmentalerlaibe herstellen konnte, Carl Hirnbein führte
eine qualitativ hochwertige Weichkäserei ein. Der Handel blühte auf. Eine der Folgen davon war die Umwandlung von Galt in Sennalpen. Deren Werte stiegen drastisch an. So wurde die Alpe Laufbichel im Jahre 1853 mit 4.700 Gulden eingeschätzt, zehnmal so viel, wie sie vorher als Galtalpe gebracht hatte. Alpsennereien schossen wie Pilze aus dem Boden, die Initialzündungen für die Milchwirtschaft hatten allesamt gewirkt.

Allgäuer Vieh, manchmal auch Importe aus Tirol, Vorarlberg oder der Schweiz züchterisch verbessert, brachte durch die einsetzende konsequente Zucht einen immer höheren Milch-
ertrag mit entsprechenden Einnahmen. Nicht zuletzt waren es also auch die Errungenschaften der sich ständig verbessernden Agrarwissenschaft, die das ihre zum Aufblühen beitrugen. Man nahm sich nun des Grünlands voll an, führte Schulen und Schulungen ein und erkannte, wissenschaftlich fundiert, die Rolle des Allgäus als Milch- und Käseküche Deutschlands.

So war das einstmals. Hoffen wir zu unser aller Gunsten, dass möglichst viele Bauern dem Allgäu erhalten bleiben, denn ohne sie wäre der Niedergang der ländlichen Kultur und der Landschaft nicht aufzuhalten.

Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung des Verfassers
Dr. Peter Nowotny
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            <pubDate>Tue, 07 Apr 2009 12:15:44 GMT</pubDate>
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            <title>Landwirtschaft › Käseolympiade 2007 in Oberstdorf</title>
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            <description>Wussten Sie, dass Oberstdorf im Jahr 2007 Ausrichter der Olympiade der "Käse aus den Bergen" war?</description>
            <content:encoded><![CDATA[<a href="http://www.oberstdorf.de/natur/landwirtschaft/kaeseolympiade-2007-oberstdorf.html"><img src="http://tramino.s3.amazonaws.com/s/oberstdorf/1171/150.jpg" alt="Käseolympiade 2007"   width="150" height="145" /></a><br/><br/><b>Wussten Sie, dass Oberstdorf im Jahr 2007 Ausrichter der Olympiade der "Käse aus den Bergen" war?</b><br/><br/>
Impressionen und Informationen zu dieser mehrtägigen Veranstaltung finden Sie unter

http://www.kaeseolympiade.de

Vom Bergkäse und anderen Allgäuer Käsearten
Bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts verstand man sich im Allgäu traditionell nur auf die Erzeugung von „Magerkäse“. Bis dahin war es den Schweizern erfolgreich gelungen, die Geheimnisse ihrer „Fettkäserei“ streng zu hüten. Man sagt, dass es Einwanderer raus dem Muotatal bei Schwyz waren, die den Allgäuern die Kunst dieser Art von Käseherstellung verrieten, die besonders im Schweizer Emmental schon damals eine lange Tradition hatte.





Zunächst wurde „Bergkäse“ nach Emmentaler Art im Allgäu wie in der Schweiz nur während der sommerlichen Weidezeit des Milchviehs von „Sennen“ genannten, fachkundigen Hirten in den Hütten hochgelegener „Alpen“ aus der täglich morgens und abends anfallenden Rohmilch hergestellt. Dieser nach Emmentaler Art hergestellte Käse war jedoch kleiner als der Schweizer Käse und – weil er nicht in temperierten Räumen, sondern in den kühlen Steinkellern der Alphütten heranreifte – hatte er auch kleinere Löcher als der „Emmentaler“. So ist es bis heute geblieben: Echter Allgäuer „Bergkäse“ stammt von einer „Hoch-Alpe“, sollte nur kleine Löcher haben und als „junger Bergkäse“ (mit milderem Geschmack) mindestens drei Monate, als „alter Bergkäse“ (mit würzigerem Geschmack) am besten mehr als ein halbes Jahr gereift sein. Sein einzigartiges Aroma bekommt dieser Bergkäse von der dazu verwendeten Milch, die infolge des kräuter und blütenreichen Futters auf den Alpweiden besonders gehaltvoll ist, sowie durch das Können und die Erfahrung des Senners. Jeder dieser aus der Tages-Milchleistung von etwa 30 Milchkühen hergestellte Bergkäse im Gewicht von rund 30 Kilogramm ist damit zugleich ein handwerklich hergestelltes Einzelstück. Schon frühzeitig führte die steigende Nachfrage
dazu, dass zunächst auch nach dem Ende der sommerlichen Alpzeit die „Alpkäserei“ im Tal fortgesetzt und schließlich dort ganzjährig betrieben wurde. 1827 stellte die Talsennerei des Ortes Weiler im Allgäu den ersten „Allgäuer Emmentaler“ her. Damit begann im Allgäu die Zeit der Käseherstellung in großem Stil. Ab 1830 kam die Erzeugung von Weichkäsen hinzu, die eine kürzere Reifezeit benötigen. Seither gehören auch „Romadur“, „Weißlacker“ und der kleine und große „Limburgerkäse“, wegen seiner typischen Form mundartlich auch „Backsteiner“ genannt, ebenfalls zu den aus Allgäuer Milch hergestellten, besonders delikaten Käsespezialitäten.

Von der Mitte des 19. Jahrhunderts an hatte fast jedes Allgäuer Dorf eine eigene Sennerei. Dieses Florieren der Milch- und Käsewirtschaft trug - in Verbindung mit dem ebenfalls schnell anwachsenden „Fremdenverkehr“ – wesentlich zum steigenden Wohlstand der Allgäuer Bauern bei. Es blieb jedoch nicht aus, dass sich die zunehmende Industriealisierung auch auf die Milchwirtschaft auswirkte. So entstanden Großmolkereien, die in großem Stil die zum Rohstoff für eine Vielzahl von Produkten gewordene „Milch“ aufkauften. Die meisten Dorfsennereien konnten da nicht mithalten und mussten nach und nach aufgeben. „Europäisierung“ und „Globalisierung“ führten durch Verschärfung des Preiswettbewerbs unter den Milcherzeugern zu weiteren Veränderungen. Nachteilig für die Allgäuer Milchbauern wirkte sich dabei vor allem aus, dass sie im Vergleich zu den Großbetrieben im Flachland infolge ihrer erheblich kleineren, aber umso aufwendigeren Bergbauern-Landwirtschaft kostenmäßig stark benachteiligt sind. Zwar ist ihre Alpenmilch unbestritten qualitativ hervorragend, aber gemessen an den Weltmarkt-Milchpreisen in der Produktion so teuer, dass die Bergbauern nur bei Erzielung entsprechender Preise auf dem Wege der Veredlung und Selbstvermarktung und mit Hilfe von Subventionen überleben können. Dass sie trotzdem nicht aufgeben, ist auch für den Tourismus von allergrößter Wichtigkeit, denn die schöne „Urlaubslandschaft“ des Allgäus ist zugleich die von den Allgäuer Bergbauern als Folge ihrer frühzeitigen Spezialisierung auf die Milch- und Viehwirtschaft geschaffene Kulturlandschaft, die der ständigen Pflege durch die traditionelle Bewirtschaftungsweise
bedarf. Obwohl dies außerhalb seiner Grenzen die Wenigsten wissen: Das Allgäu ist mehr als jeder andere Landstrich in Bayern ein Milch- und Käseland. So soll es auch bleiben – nicht zuletzt, damit das Allgäu seinen unverwechselbaren Charakter als eine der schönsten Urlaubsregionen behält. Es lohnt sich ganz besonders, diese landwirtschaftlich geprägte und traditionsreiche alpine Kulturlandschaft beim Wandern mit allen Sinnen zu erkunden und zu erleben. Dazu gehört auch das Genießen der köstlichen Allgäuer Käsespezialitäten direkt vor Ort. Entweder auf einer der schönen Sennalpen, in einer traditionellen Dorfsennerei oder bei der zünftigen Einkehr unterwegs.


Kleine Allgäuer Käsekunde

Diese kleine Allgäuer-Käse-Kunde wird dem Käsefreund bei der Einkehr und beim Einkauf die richtige Auswahl für seinen individuellen Geschmack erleichtern. Emmentaler wird aus der vollfetten Rohmilch hergestellt. Für einen Laib von rund 75 Kilogramm werden 1000 Liter Milch benötigt. Dies entspricht etwa der Tagesleistung von 70 Milchkühen, die nur mit allerbestem Qualitäts-Frischfutter oder Bergheu gefüttert werden dürfen, das nicht künstlich gedüngt worden ist.




Allgäuer Emmentaler ist ein „Lab-Käse“, was bedeutet, dass der in großen Kesseln erwärmten Milch ein aus Kälbermägen gewonnenes Ferment – „Lab“ genannt – zugesetzt wird, das die Gerinnung der Milch zur Käse-Rohmasse bewirkt. Diese wird in Holzformen zu „Laiben“ gepresst, die zur Rindenbildung in ein Salzbad gelegt werden. Die während der anschließenden Reifung entstehenden Gärgase verursachen die Löcher im Käse.

Allgäuer „Bergkäse“ wird ähnlich wie „Emmentaler“ hergestellt, nur sind die runden Laibe kleiner und werden in kühleren Gärkellern gereift, was zu weniger Gärgasentwicklung führt und damit auch die kleineren Löcher im Käse bewirkt. Je nach Alter schmeckt der Bergkäse milder oder kräftiger. Dabei gilt die Regel: Junger Bergkäse ist weicher und mild-aromatisch, je länger er reift, desto härter wird er. Die Intensität seines Aromas verstärkt sich mit dem Alter ebenso wie seine Würze, denn zur Haltbarmachung werden die Käselaibe regelmäßig von außen mit Salzlösung behandelt.

„Romadur“ und „Limburger“ sind eng miteinander verwandte Weichkäsearten. Sie haben keine Rinde, sondern sind von der so genannten „Rotschmiere“ überzogen, die von einer bestimmten Art natürlicher Milchbakterien erzeugt wird. Beide Käsearten reifen nur 2–4 Wochen und zeichnen sich durch würziges Aroma und einen unverwechselbar pikanten Geschmack aus. Ein „Romadur“ wiegt meist 150 Gramm, ein kleiner Limburger zwischen 250 und 300 Gramm. Die großen Limburger – wegen ihrer Form mundartlich „Backsteiner“ genannt – haben meist ein Gewicht von über 500 Gramm.

Der Allgäuer „Weißlacker“ ist ein halbfester, sehr pikanter Schnittkäse mit etwas höherem Salzgehalt, aber von ähnlichem Geschmack wie Romadur oder Limburger. Seinen Namen bekam dieser sehr stark „duftende“ Käse von dem lackartig glänzenden, charakteristischen Überzug, der sich während der – im Vergleich zum Romadur und Limburger längeren – Reifungszeit auf seiner Oberfläche bildet.

Der „Ziger“ manchmal auch „Zieger“ geschrieben, ist kein „Ziegenkäse“, wie es sein Namen vermuten lässt, sondern ist ein magerer besonders eiweißreicher Molken-Frischkäse, der im englischsprachigen Raum unter dem Begriff „Cottage-Cheese“ vermarktet wird.

Wichtiger Tipp: Käse ist ein lebendes Naturprodukt, das in allerbester Qualität nur direkt beim Erzeuger oder in guten Fachgeschäften erhältlich ist. Auch wenn man es anders gewohnt sein sollte: Am besten kauft man Käse nicht geschnitten, sondern am Stück und nicht zuviel auf einmal, sondern nur soviel, wie man in den nächsten drei bis vier Tagen verbraucht. So werden sie stets einen köstlichen Käsegenuss erleben. Guten Appetit!]]></content:encoded>
            <pubDate>Tue, 07 Apr 2009 12:15:44 GMT</pubDate>
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            <title>Landwirtschaft › Kühe, Käse und Kulturlandschaft</title>
            <link>http://www.oberstdorf.de/natur/landwirtschaft/kuehe-kaese-kulturlandschaft.html</link>
            <description>„Alpe“ ist die im Allgäuer Alpenraum gebräuchliche Bezeichnung für eine Alm.</description>
            <content:encoded><![CDATA[<a href="http://www.oberstdorf.de/natur/landwirtschaft/kuehe-kaese-kulturlandschaft.html"><img src="http://tramino.s3.amazonaws.com/s/oberstdorf/1176/150.jpg" alt=""   width="150" height="92" /></a><br/><br/><b>„Alpe“ ist die im Allgäuer Alpenraum gebräuchliche Bezeichnung für eine Alm.</b><br/><br/>
Bereits vor über 1000 Jahren begannen die Bauern zur Entlastung ihrer hofnahen Wiesen und Weiden im Tal oberhalb der schützenden Wälder neue Weideflächen zu erschließen.
Man nimmt an, dass schon um 1000 n.Chr. die „Alpe Schlappold“ und die „Bierenwang Alpe“ („Wang“ ist ein althochdeutsches Wort für Naturweide und lichte Wälder) am Fellhorn bestanden.

Weitere Informationen zur „Alpe Schlappold“ finden Sie unter www.alpe-schlappold.de

Bis ins 18. Jahrhundert hinein lebte die Bevölkerung von Oberstdorf am Existenzminimum. Bis zu dieser Zeit finden sich Eintragungen im Oberstdorfer Sterbebuch, wo es heißt „verhungert“. Die Milch- und Ackerwirtschaft, ergänzt durch Flachsanbau und Leinenherstellung, erbrachte nur das Notwendigste zum Leben.

Erst zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurde die aus der Schweiz stammende Emmentaler-Käserei im Allgäu eingeführt. Der Hartkäse eignete sich – anders als der Weichkäse früherer Zeiten – gut zum Handel. Dazu trugen auch die verbesserten Verkehrsbedingungen, die regelmäßig verkehrende Postkutsche und später, ab 1888, der Eisenbahnanschluß bei.

Als Folge wurde der Flachsanbau weitgehend eingestellt und aus „Galt-Alpen“ (Alpen mit Rindern, die noch keine Milch geben) wurden vermehrt „Senn-Alpen“ mit Kühen und der Herstellung von Milchprodukten. Aus dem „blauen Allgäu“ des Flachsanbaus wurde das „grüne Allgäu“ der Milch- wirtschaft. Auch die Schlappold-Alpe wurde 1868 von der Galt-Alpe zur Senn-Alpe.

Die ganzjährige Verfügbarkeit von Milch, höhere Erträge durch Düngung und Züchtung, aber auch der hohe Personalaufwand in der Sennerei führten zu Beginn des 20. Jahrhunderts wieder zu einem Rückgang der Senn-Alpen und vielerorts sogar zu einem „Almensterben“.


Erst durch die Prämienzahlung konnte diese Entwicklung aufgehalten werden. Man erkannte, dass eine gleichmäßige, schonende Beweidung der Bergwiesen dazu beitragen kann, die Bildung von Lawinen, Schneerutschungen und Erosionen zu vermeiden. Bleibt die Alpe ungenutzt, dann können die langhalmigen Gräser zu einer idealen Gleitbahn für Schneebewegungen werden.

Jedes Jahr werden rund 100 Kühe auf die Schlappold-Alpe aufgetrieben – und ca. 200 Stück Jungvieh (Galtvieh) auf die Alpe Bierenwang. Die Weidedauer umfasst etwa 100 Tage von Anfang Juni bis zum feierlichen Viehscheid – dem Allgäuer Almabtrieb. Für das Jungvieh ist der Alpsommer am 13. September zu Ende. Die Milchkühe folgen einige Tage später am „Matthästag“, dem 21. September (falls diese Tage auf einen Sonntag fallen, so finden diese Veranstaltungen einen Tag vorher statt).


Beide Tage haben große Tradition als festliche Anlässe der Land- und Alpwirtschaft. So ist die Alpwirtschaft nicht nur eine besondere Attraktion für die Besucher des Fellhorns, sondern auch ein wichtiger Beitrag zur Pflege und Erhaltung der Kulturlandschaft. Wenn jedoch zuviel Vieh aufgetrieben wird oder nicht genügend Hirten eingesetzt werden, kann dies zu Bodenwunden und Erosionen führen.]]></content:encoded>
            <pubDate>Tue, 07 Apr 2009 12:15:44 GMT</pubDate>
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            <title>Landwirtschaft › Weitere Sennalpen</title>
            <link>http://www.oberstdorf.de/natur/landwirtschaft/weitere-sennalpen.html</link>
            <description>Alpen rund um Oberstdorf.</description>
            <content:encoded><![CDATA[<a href="http://www.oberstdorf.de/natur/landwirtschaft/weitere-sennalpen.html"><img src="http://tramino.s3.amazonaws.com/s/oberstdorf/759/150.jpg" alt="Kinder auf der Sennalpe 1"  title="Ein Senner von der Alpe Schrattenwang bei der Käseherstellung. Foto: Photographie Monschau" width="150" height="99" /></a><br/><br/><b>Alpen rund um Oberstdorf.</b><br/><br/>
Alpe Eschbach

 Höhenlage: 949 m
 Öffnungszeiten; Von Anfang Mai bis Oktober
 Herzhafte Brotzeit/Einkehr wird angeboten, Verkauf von Produkten aus eigener Herstellung, keine Übernachtung,

Erreichbar:

 zu Fuß (ca. 2 ½ Std.) oder mit dem Rad (ca. ¾ Std.) von Oberstdorf aus entlang der Stillach nach Birgsau
 mit dem Bus (Haltestelle hinter der Alpe) - Linie Busbahnhof - Skiflugschanze - Birgsau

Info zur Alpe Eschbach:
Die Rechtleralpe liegt am Ende des Birsauertales, kurz bevor es durch den Buchrainer Steig hinauf in das höher gelegene Rappenalptal und seine Alpen geht.
Die Alpe wird von Familie Brutscher mit ca. 10 Stück Jungvieh und ca. 14 Milchkühen bewirtschaftet. Die hier gewonnene Milch wird täglich zu Bergkäse und Butter verarbeitet.

Alpe Oberau

 Höhenlage: 1006 – 1200 m
 Oberstdorf-Trettachtal
 Telefon: 08322/6930
 Öffnungszeiten: Mitte Mai – Mitte Oktober
 Brotzeit/Einkehr wird angeboten, keine Übernachtung

Erreichbar:

 Vom Renksteg-Parkplatz Oberstdorf aus erreicht man auf schattigem Weg über Christlessee und Spielmannsau in 1 ¾ bis 2 Stunden die Sennalpe Oberau.
 Vom Oybele-Parkplatz (Talstation Nebelhorn) an der Trettach entlang über Gruben, Dietersberg, Gottenried und Spielmannsau ebenfalls in 1 ¾ bis 2 Stunden.

Info zur Alpe Oberau:
Die Alpe liegt auf 1006 m Höhe, angeschlossen ist die Jungviehalpe Untermädele auf 1200 – 1650 m Höhe. Die Alpen sind im Besitz der Rechtler und werden von der Familie Wolfgang Finkel bewirtschaftet.
Ca. 60 Stück Jungvieh und ca. 12 Kühe werden gesömmert. Die gewonnene Milch wird täglich zu einem Laib Sennalp-Bergkäse und Butter verarbeitet.

Alpe Schrattenwang-Söllereckbahn

 Höhenlage: 1400 m
 Sennalpkäser: Familien Müller und Krumbacher, Telefon: 08322/8198
 Öffnungszeiten Sommer: Mitte Mai bis Anfang November
 Öffnungszeiten Winter: Mitte Dezember bis Mitte April
 Brotzeit/Einkehr wird angeboten, keine Übernachtung,
 Möglichkeit, beim Käsen zuzuschauen von Juni bis September täglich von 8 Uhr bis 10 Uhr

Erreichbar: über die Söllereckbahn (von der Bahn ca. 10 Minuten)

Info zur Alpe Schrattenwang:
Die Alpe Schrattenwang wird 1795 ein Vorsäß der Alpe Söller genannt. 1833 wurden die beiden Alpen getrennt. Im 13. Jahrhundert wird die Alpe als Lehensalpe vom Kloster St. Ulrich und Afra in Kempten ausgewiesen.
Sie liegt an dem ehemaligen Kirchweg von Riezlern nach Fischen.
Seit 30 Jahren wird die Alpe von der Familie Krumbacher gepachtet. Im Sommer ist die Alpe mit ca. 20 Kühen, einem Stier und Schweinen beschlagen.

Sölleralp Oberstdorf

 Höhenlage: 1523 m
 Telefon: 08322/4971
 Öffnungszeiten; Von Anfang Juni bis Ende Oktober
 Brotzeit/Einkehr wird angeboten, keine Übernachtung

Erreichbar:

 Auffahrt mit der Söllereckbahn, Richtung Freibergsee/Söllereck/Fellhorn, Gehzeit zur Sölleralp ca ½ - 1 Stunden, danach Möglichkeit zum weiterwandern zum Fellhorn oder zur Kanzelwand

 Auffahrt mit der Fellhornbahn, über Fellhorn-Söllereck zur Sölleralp, weiter über Hochleite wieder zur Fellhornbahn oder zur Söllereckbahn bzw. über die Mitttelalp ins Kleinwalsertal

 Auffahrt mit der Kanzelwandbahn, über Fellhorn-Söllereck zur Sölleralp, weiter über Hochleite zur Fellhornbahn oder zur Söllereckbahn, bzw. über die Mittelalp ins Kleinwalsertal

Info zur Sölleralp:
Die urige Sölleralp wurde erstmals um 1100 erwähnt. Sie war damals im Besitz des Klosters Allerheiligen zu Schaffhausen. 1469 wurde sie von Graf Hugo von Montfort erworben. Von Johanni bis Michaeli weideten bis zu 200 Stück Galtvieh um die Alpe. Seit Beginn dieses Jahrhunderts ist sie eine Sennalpe und gehört heute den Rechtlern und wenigen Privatweidebesitzern.
Die Alpe wird von der Familie Florian Tauscher bewirtschaftet. Die Milch, aus der täglich Butter und Bergkäse gewonnen werden, wird noch wie früher in einem Käskessel über der offenen Feuerstelle erhitzt.


Alpe Schattwald-Rohrmoos

 Höhenlage: 1000 - 1200 m
 Oberstdorf - Rohrmoos
 Tel. 0170 / 58 41 291
 Öffnungszeiten: Mitte Mai - Mitte Oktober
 Brotzeit/Einkehr wird geboten, Mitnahme von Käse ist möglich, keine Übernachtung

Erreichbar: Zu Fuß oder mit dem Auto (Mautstr.) zu erreichen über die Fahrstrasse aus Tiefenbach nach Rohrmoos.

Info zur Alpe Schattwald-Rohrmoos:
Die Schattwald-Alpe liegt auf 1.050 m Höhe direkt an der Rohrmooser Straße zwischen "Zimmerplätz" und Rohrmoos auf der südlichen Seite des Starzlachtales am Fuße der Kakenköpfe. Sie befindet sich im Besitz der Fürsten von Waldburg-Wolfegg und wird heute als Jungvieh und wieder als Sennalpe genutzt, wie bereits bei Ihrer ersten Erwähnung 1498.]]></content:encoded>
            <pubDate>Tue, 07 Apr 2009 12:15:44 GMT</pubDate>
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            <title>Landwirtschaft › Verbraucherschutz: Molkereien</title>
            <link>http://www.oberstdorf.de/natur/landwirtschaft/verbraucherschutz-molkereien.html</link>
            <description>Wissenswertes über die Molkereien</description>
            <content:encoded><![CDATA[<b>Wissenswertes über die Molkereien</b><br/><br/>
Wer glauben möchte, die Kerry Gold – Original irische Butter komme wirklich aus Irland, sollte sich zuvor die fünfstellige "Veterinär-Kontrollnummer" auf der Packung ansehen: Sie besteht – zwischen "D" für 'Deutschland' und "EWG" – aus zwei Buchstaben für das Bundesland (siehe unten) und drei Ziffern für den jeweiligen Betrieb. Wenn bei der Kerry Gold z. B. "NW 310" vermerkt ist, ist damit die 'Vereinigung Rheinischer Molkereien' in Krefeld gemeint, und das liegt bekanntlich nicht in Irland, sondern in Nordrhein-Westfalen.



















Die vollständige Liste aller Molkereien findet sich in der Bekanntmachung der in der Bundesrepublik Deutschland zugelassenen Betriebe für die Herstellung und Vermarktung von Rohmilch, wärmebehandelter Milch und Erzeugnissen auf Milchbasis, die beim Bundesministerium für Gesundheit erhältlich ist. Die aufgeführten Betrieb fallen in drei Gruppen:
MBE = Milch-Bearbeitungsbetrieb
MSA = Milch-Sammelstelle
MVE = Milch-Verarbeitungsbetrieb]]></content:encoded>
            <pubDate>Tue, 07 Apr 2009 12:15:44 GMT</pubDate>
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            <title>Landwirtschaft › Oberstdorfer Landwirte in der Offensive</title>
            <link>http://www.oberstdorf.de/natur/landwirtschaft/oberstdorfer-landwirte-der-offensive.html</link>
            <description>Zum Erhalt unserer Kulturlandschaft mit grünen Wiesen braucht der Oberstdorfer Landwirt die Unterstützung des Tourismus. Denn viele Bauern haben als zweites wirtschaftliches Standbein Gästezimmer und Ferienwohnungen im Angebot. Und sie haben einen weiteren Trumpf in der Tasche:</description>
            <content:encoded><![CDATA[<a href="http://www.oberstdorf.de/natur/landwirtschaft/oberstdorfer-landwirte-der-offensive.html"><img src="http://tramino.s3.amazonaws.com/s/oberstdorf/1183/150.jpg" alt="Landwirtschaft"   width="150" height="83" /></a><br/><br/><b>Zum Erhalt unserer Kulturlandschaft mit grünen Wiesen braucht der Oberstdorfer Landwirt die Unterstützung des Tourismus. Denn viele Bauern haben als zweites wirtschaftliches Standbein Gästezimmer und Ferienwohnungen im Angebot. Und sie haben einen weiteren Trumpf in der Tasche:</b><br/><br/>
Als die viel diskutierte Pisa-Studie belegte, dass die deutschen Kinder in Mathematik und Rechtschreibung europaweit hinterher hinken, war das Entsetzen groß.

Ebenso groß dürfte die Entgeisterung darüber sein, dass ein großer Prozentsatz der Kleinen noch niemals mit den Eltern im Wald spazieren gegangen ist, noch keine Kühe und Kälber gesehen hat und fest behauptet, Kühe seien lila.

Den Oberstdorfer Landwirt Max Hornik und seine Berufskollegen stimmt es natürlich nachdenklich, dass immer weniger Gäste mit der Natur und der Tierwelt vertraut sind. Er weiß, dass viele Kinder erst in ihrem Urlaub mit Tieren und Pflanzen auf Tuchfühlung gehen. Und er weiß auch, dass der weitaus größte Teil der Oberstdorf-Gäste unters Nebelhorn kommt, um sich hier inmitten der schönen Landschaft und der frischen Luft ausgiebig zu erholen. „Die so genannten Mega-Events und kulturellen Schwergewichte spielen dabei höchstens angenehme Nebenrollen“, zitiert der Bauernobmann aus der repräsentativen Gästebefragung von Dr. Bauer aus Kempten.
Eine Hauptrolle gebühre dagegen den Landwirten, denn die sorgten dafür, dass die Urlauber ihre Begeisterung für die schöne Landschaft bewahren könnten. „Wenn wir Bauern nicht wären, wäre es bald aus mit den satten grünen Wiesen und dem munteren Schellengeläut der Kühe entlang der Wanderwege“, so Hornik.


Zum Erhalt unserer Kulturlandschaft mit grünen Wiesen braucht der Oberstdorfer Landwirt die Unterstützung des Tourismus. Denn viele Bauern haben als zweites wirtschaftliches Standbein Gästezimmer und Ferienwohnungen im Angebot. Und sie haben einen weiteren Trumpf in der Tasche:


Oberstdorfer Fleischdelikatessen von Kälbern, die ausschließlich mit Muttermilch gemästet wurden, das Fleisch heimischer Rinder und natürlich auch Frischmilch und Bergkäse; alles Angebote, deren Ursprung und Produktion der Verbraucher ganz genau nachvollziehen kann.

Um ihr Bild auch in der Öffentlichkeit wieder ins rechte Licht zu rücken, gehen die Bauern jetzt in die Offensive, selbstbewusst und mit vielen Aktionen.
So sollen ganze Schulklassen und Kindergärten eingeladen werden, dem Bauern bei der Stallarbeit über die Schulter zu schauen. Die Bäuerinnen werden die Öffentlichkeit in Dia-Vorträgen ihre Aufgaben veranschaulichen. Ein Ferienprogramm für Kinder wird ebenso dabei sein wie geführte Alpwanderungen und Sensenmähkurse.

Der Oberstdorfer Landwirt ist Kulturlandschaftsträger und Garant der schönen Heimat. Er braucht die Unterstützung der Gäste, um Oberstdorf auch weiterhin so schön und einladend zu zeigen.

Max Hornik und seine Kollegen versichern: „Wir geben dafür unser Bestes.“]]></content:encoded>
            <pubDate>Tue, 07 Apr 2009 12:15:44 GMT</pubDate>
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