Zwei Schönheiten - in der Kuhwelt
Frühlingswiese im Oberstdorfer Süden
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Oberstdorfer Landwirte in der Offensive

Zum Erhalt unserer Kulturlandschaft mit grünen Wiesen braucht der Oberstdorfer Landwirt die Unterstützung des Tourismus. Denn viele Bauern haben als zweites wirtschaftliches Standbein Gästezimmer und Ferienwohnungen im Angebot. Und sie haben einen weiteren Trumpf in der Tasche:

Als die viel diskutierte Pisa-Studie belegte, dass die deutschen Kinder in Mathematik und Rechtschreibung europaweit hinterher hinken, war das Entsetzen groß.

Ebenso groß dürfte die Entgeisterung darüber sein, dass ein großer Prozentsatz der Kleinen noch niemals mit den Eltern im Wald spazieren gegangen ist, noch keine Kühe und Kälber gesehen hat und fest behauptet, Kühe seien lila.

Den Oberstdorfer Landwirt Max Hornik und seine Berufskollegen stimmt es natürlich nachdenklich, dass immer weniger Gäste mit der Natur und der Tierwelt vertraut sind. Er weiß, dass viele Kinder erst in ihrem Urlaub mit Tieren und Pflanzen auf Tuchfühlung gehen. Und er weiß auch, dass der weitaus größte Teil der Oberstdorf-Gäste unters Nebelhorn kommt, um sich hier inmitten der schönen Landschaft und der frischen Luft ausgiebig zu erholen. „Die so genannten Mega-Events und kulturellen Schwergewichte spielen dabei höchstens angenehme Nebenrollen“, zitiert der Bauernobmann aus der repräsentativen Gästebefragung von Dr. Bauer aus Kempten.
Eine Hauptrolle gebühre dagegen den Landwirten, denn die sorgten dafür, dass die Urlauber ihre Begeisterung für die schöne Landschaft bewahren könnten. „Wenn wir Bauern nicht wären, wäre es bald aus mit den satten grünen Wiesen und dem munteren Schellengeläut der Kühe entlang der Wanderwege“, so Hornik.

Zum Erhalt unserer Kulturlandschaft mit grünen Wiesen braucht der Oberstdorfer Landwirt die Unterstützung des Tourismus. Denn viele Bauern haben als zweites wirtschaftliches Standbein Gästezimmer und Ferienwohnungen im Angebot. Und sie haben einen weiteren Trumpf in der Tasche:

Oberstdorfer Fleischdelikatessen von Kälbern, die ausschließlich mit Muttermilch gemästet wurden, das Fleisch heimischer Rinder und natürlich auch Frischmilch und Bergkäse; alles Angebote, deren Ursprung und Produktion der Verbraucher ganz genau nachvollziehen kann.

Um ihr Bild auch in der Öffentlichkeit wieder ins rechte Licht zu rücken, gehen die Bauern jetzt in die Offensive, selbstbewusst und mit vielen Aktionen.
So sollen ganze Schulklassen und Kindergärten eingeladen werden, dem Bauern bei der Stallarbeit über die Schulter zu schauen. Die Bäuerinnen werden die Öffentlichkeit in Dia-Vorträgen ihre Aufgaben veranschaulichen. Ein Ferienprogramm für Kinder wird ebenso dabei sein wie geführte Alpwanderungen und Sensenmähkurse.

Der Oberstdorfer Landwirt ist Kulturlandschaftsträger und Garant der schönen Heimat. Er braucht die Unterstützung der Gäste, um Oberstdorf auch weiterhin so schön und einladend zu zeigen.

Max Hornik und seine Kollegen versichern: „Wir geben dafür unser Bestes.“

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