Wegbeschreibung
Ausgangspunkt unserer Wanderung ist das Oberstdorf Haus. Es geht ab hier südlich vorbei an den Loretto Kapellen zum Renksteg. Von hier geht es gleich zu Beginn unserer Tour auf den Burgstallsteig, der den steilsten und auch längsten Anstieg des Tages darstellt. Der Burgstallsteig hat seinen Namen durch den früheren Standort einer Burg in der Nähe, wobei „Stall“ hier als „Standort einer Burg“ zu verstehen ist. Nach dem ersten Anstieg verläuft der Weg flacher, am Golfplatz von Oberstdorf vorbei Richtung Süden. Die 9-Loch Anlage ist die südlichste Deutschlands und aufgrund Ihres bezaubernden Bergpanoramas weit über die Grenzen des Allgäus hinaus beliebt. Nach etwa 10 Minuten Fußmarsch am Himmelschrofenmassiv entlang gabelt sich der Weg. Wir bleiben auf gleicher Höhe und nehmen den rechten Abzweig Richtung Christlessee. Wenn dieser im Winter gesperrt ist, gibt es die Alternative über die Fahrstrasse entlang der Trettach. Schon bald schimmert uns ein dunkles Blau als erster Vorbote des Christlessees entgegen. Der Christlessee liegt nördlich des Wassergewinnungsgebietes und wird stets mit frischem Quellwasser versorgt. Da dieses Wasser Sommer wie Winter eine Temperatur von konstant 4° C aufweist, gefriert dieser tiefblaue und bis zum Grund glasklare See niemals. Weiter geht es über die Truppersoybrücke auf der wir an diesem Tag zum ersten Mal das Flussufer der Trettach queren, nach wie vor Richtung Süden zur Spielmannsau. Während eines letzten kurzen Anstieges passieren wir die Kapelle „Christi Geburt“ die 1695 unter dem Namen „Marien-Krönungskapelle“ erstmals erwähnt wird. Kurze Zeit später erreichen wir unser heutiges Tagesziel die Spielmannsau. Wenn wir von hier aus Richtung Süden blicken, haben wir bei guter Sicht einen einmaligen Ausblick auf den Gipfel der Trettachspitze – wohl einem der markantesten Gipfel der Allgäuer Alpen. Auf dem zunächst gleichen Weg zurück wandern wir noch einmal an der Kapelle vorbei über die Truppersoybrücke bevor wir rechts auf dem Dammweg Richtung Oberstdorf bleiben. Aber schon im „Gottenried“ der nächsten Möglichkeit, wechseln wir erneut auf das Ostufer der Trettach. Hier wurde im 19. Jahrhundert in den Wintermonaten für Kinder des Tales Schulunterricht abgehalten, die oft unter schwersten – heute unvorstellbaren -Bedingungen zur Schule kommen mussten. Über den Dietersberg und Gruben geht es gemächlich bergab nach Oberstdorf. Am Schluss rücken wir noch einmal ganz eng an die Trettach heran bevor sich der weite Oberstdorfer Talkessel öffnet und wir die Mühlenbrücke an der Oybele Halle in Oberstdorf erreichen. Weiter geht es über den Mühlenweg zum Ausgangspunkt dem Oberstdorf Haus zurück.
Einkehrmöglichkeiten: Cafe am Christlessee, VdK Waldhotel, Berggasthaus Spielmannsau, Berggasthaus Riefenkopf, Café Jägerstand