Oberstdorf bietet verschiedene Klimazonen auf drei Höhenlagen: schonendes Klima im Tal, Wechselklima bis 1.200 m und Reizklima auf den Gipfeln. Neben dem Reizklima bringt eine Begehung der Klettersteige Ihren Körper auf Hochtouren. Nervenkitzel pur, wenn Sie am Seil gesichert, über eine Leiter steile Felswände erklimmen oder Schluchten passieren.
Oberstdorf › Wandern › Bergsteigen
Richtiges Verhalten
Die Grundregeln für richtiges Verhalten in den Bergen!
Grundregeln:
1. Die ersten Tage des Bergurlaubs langsam angehen und sich an die Höhenluft gewöhnen.
2. Wegstrecken eher defensiv planen, kalkulieren Sie Zeit für ausgiebeige Pausen ein.
3. Schätzen Sie ab, ob die Tour für alle Teilnehmer mit Genuss zu schaffen ist.
4. Achten Sie auf die Tageszeiten und eine rechtzeitige Rückkehr vor Einbruch der Dunkelheit.
5. Überlegen Sie frühzeitig aufzubrechen; dies gilt vor allem bei sehr langen Wanderungen (über 8 Stunden), unklaren Wetteraussichten, starker Tageserwärmung und Gewitterneigung am Nachmittag.
6. Erkundigen Sie sich im Vorfeld genau über das Wetter und nehmen Sie die Ankündigungen von Kaltfronten, Gewittern oder Schneefall (auch im Hochsommer!) ernst!
7. Informieren Sie Angehörige, Hüttenwirte (Hüttenbuch!), oder Vermieter über Tourenverlauf und voraussichtliche Rückkehrzeit. Sollten Sie Ihre Pläne bei einer Tour ändern (z.B. Hüttenübernachtung) informieren Sie unbedingt die betreffenden Personen im Tal.
8. Wenn Sie unerfahren sind machen Sie Ihre ersten alpinen Gehversuche mit örtlichen Wander- oder Bergführern bzw. erfahrenen Begleitern.
9. Bleiben Sie auf den markierten Wegen, vermeiden Sie Abkürzungen.
....für das Übernachten auf DAV-Schutzhütten
1. Beachten Sie die Hüttenordnung!
2. Denken Sie an Hüttenschuhe und eine Hüttenschlafsack. Dieser ist Pflicht auf DAV-Schutzhütten!
3. In der Hochsaison ist es ab einer gewissen Personenzahl sinnvoll sich anzumelden (meist ab 6 Personen). Für weniger Personen ist keine Anmeldung notwendig.
4. Falls Sie vorreserviert haben und Ihr Lager nicht in Anspruch nehmen ist eine Absage hilfreich
....für Familien
1. Gehzeiten und SChwierigkeit des Weges müssen dem Alter und dem Leistungsvermögen der Kinder entsprechen.
2. Kinder brauchen bei Bergtouren genügend Pausen, bzw. Spiel- & Freizeit um sich zu erholen.
3. Ersatz(unter-)wäsche, warme Kleidung und Regenschutz für die Kinder nicht vergessen.
4. Kinder nur im sicheren und überschaubaren Gelände vorraus gehen lassen. Beim Aufstieg bleibt der Erwachsene dicht hinter dem Kind um mögliche Abrutscher abzufangen oder um bei großen Stufen Hilfestellung zu geben.
5. Vermeiden Sie vor allem bei kleineren Kindern Situationen oder Aktionen vor denen das Kind Angst hat. Steinschlaggefährdetes Gelände ist unbedingt zu vermeiden.
6. Ein Seilstück (9 Milimeter, 10 Meter Länge) sowie ein Gurt für die Kinder soltte bei Wegen mit ausgesetzten Stellen dabei sein.
....für die richtige Ausrüstung
1. Grundsätzlich gilt; für alle Touren in alpinem Gelände außerhalb der gesicherten Wege, sind knöchelhohe Bergschuhe mit Profilsohle Vorraussetzung!
2. Auf entsprechende, der Jahreszeit angepasste Bekleidung achten!
3. Regen- oder Kälteschutz soltten immer dabei sein!
4. Bei Touren in unbekanntem Gelände sind Wanderkarten hilfreich.
5. Auf ausreichend Sonnenschutz (Sonnencreme, Sonnenbrille, Kopfschutz) achten.
6. Ein Erste Hilfe Set samt Rettungsdecke können im Notfall Leben retten.
7. Mobiltelefone können die Rettungszeit erheblich verkürzen. Lassen Sie das Handy eingeschaltet; im Notfall können Sie so geortet und Ihr Standort ermittelt werden. Der Akku sollte daher für eine Tour immer geladen sein.
8. Teleskopstöcke können die Gelenke - besonders beim bergab gehen - erheblich entlasten.
9. Taschen- oder Stirnlampen für Spätherbsttouren oder Hüttenübernachtungen empfehelenswert.
....für unsere Natur
1. Benutzen Sie wann immer möglich die öffentlichen Verkehrsmittel & parken Sie umweltbewusst.
Die zentralsten Parkplätze in Oberstdorf befinden sich am Ortseingang nur wenige Gehminuten vom Busbahnhof entfernt (P1 und P2).
2. Bleiben Sie auf den Wegen! Latschenfelder, Gebirgswiesen oder Gebirgswald sind Lebensräume für Wildtiere.
3. Hunde gehören an die Leine!
4. Geben Sie Ihren Mitmenschen eine Chance die natur so aufzufinden wie Sie selbst vorgefunden haben. Nehmen Sie Ihren Müll wieder mit nach Hause!
5. Schließen Sie jedes Viehgatter, das Sie selbst geöffnet haben. Entlaufenes Alpvieh bringt den Hirten oder Bergbauern erheblich Mehrarbeit.
Verhalten beim Bergunfall
- Ruhe bewahren und überlegt handeln
- Erste Hilfe nach besten Wissen und den eigenen Möglichkeiten leisten, Improvisation ist besser als gar nichts tun!
Was man immer tun kann;
a) Notfallmeldung abgeben
b) Verletzen aus Gefahrenzone bringen, situationsgerecht lagern
c) Verletzen intensiv betreuen, zuwenden, nicht alleine lassen
Die 5 W`s der Alamierung
- Wer meldet (Name + Rückrufnummer)
- Was ist passiert (Art & Schwere der Verletzung)
- Wo ist es passiert (möglichst genaue Ortsangabe)
- Wieviele Verletzte (Anzahl der Verletzten, Beteiligten)
- Wann ist der Unfall passiert (auf Nachfragen ruhig und überlegt antworten)
Nach dem Absetzen eines Notrufes mit dem Handy nicht telefonieren, um die Verbindung für Rückfragen der Einsatzkräfte frei zu halten.
Notrufnummern in den Allgäuer Alpen
deutschlandweit / europaweit: 112
(Achtung Funklöcher!)





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