Los geht es im Zentrum Oberstdorfs, dem Marktplatz, - genauer gesagt zwischen der katholischen Kirche und dem alten Rathaus. Vom Startpunkt aus führt Sie die erste Etappe der Radtour auf der Prinzenstraße weiter über die Lorettostraße in Richtung Süden. Nach nur einem Kilometer gelangen Sie zu den Kapellen in St. Loretto, deren Besichtigung Sie sich auf keinen Fall entgehen lassen. Die seltenen Schätze und Reichtümer der Wallfahrtskapellen werden Sie beeindrucken:
In der kleinen Appachkapelle sind alte Fresken aus dem Jahre 1700 freigelegt worden. Die Marienkapelle birgt zahlreiche plastische Bildwerke sowie den schönsten Rokokoaltar des oberen Allgäus. Eine reiche Sammlung an barocken Kunstwerken, u. a. einen Palmesel aus dem Jahre 1729, erwartet Sie in der Josefskapelle.
Nach der ausgiebigen Besichtigungstour führt Sie die Route weiter über die Lorettostraße, bis sich die Straße linkerhand, am sogenannten Scheibenhaus, teilt. Dort biegen Sie halblinks ein und radeln entlang der Obstbaum-Allee weiter in Richtung Süden. Nach der Überquerung der Fahrstraße nach Spielmannsau geht es weiter, der Allee folgend, zur Zimmeroybrücke.
Auf der linken Seite des Stillachdammes (Weg Nr. 20) führt der Weg weiter aufwärts in Richtung Stillachtal bis zur "Flucht" (Lawinendach). Dort wechseln Sie nach links auf die Asphaltstraße, die Sie weiter an der Stillach entlang bis nach Faistenoy an der Fellhornbahn führt. Von dort aus geht es auf der für den PKW-Verkehr gesperrten Straße hinein ins wunderschöne Birgsautal. Zweites Etappenziel ist der beschaulich gelegene Weiler Birgsau, welcher zehn Häuser und eine Kapelle, in der der heilige Wendelinus verehrt wird, umfasst.
Zurück radeln Sie zunächst für ca. 1,5 km die alte Birgsauer Straße inmitten bunter Blumenwiesen über Anatsstein. Wer es besonders eilig hat, kann auf der unmittelbar nach Anatsstein einmündenden Asphaltstraße direkt nach Oberstdorf zurückfahren. Wer aber noch Lust und Kraft hat, die Umgebung weiter zu erkunden, überquert die Asphaltstraße und fährt auf dem schmalen Steg über die Stillach, Richtung Fellhornbahn-Talstation. Dort führt der Weg langsam ansteigend über Ringang zum herrlich gelegenen Weiler Schwand.
Ein reizvoller Abstecher über den Weg Nr. 24 führt zur Skiflugschanze, dem „Wächter des Freibergsees“.
Bis heute gilt der Bau der Heini-Kopfer-Skiflugschanze, die ausschließlich auf Höhe des Absprungtisches mit Felsankern im Berg gehalten wird, als statische Meisterleistung. Der Aufzug bringt Sie zum Anlaufturm hinauf. Von hier können Sie nachvollziehen, wie sich die jungen Skisportler fühlen müssen, bevor sie sich wagemutig in die Tiefe stürzen. Der Schanzenrekord liegt heute bei 225,5m.
Falls Sie die Badehose im Gepäck haben, lohnt sich ein erfrischender Sprung in den Freibergsee. Der größte See des Gemeindegebietes liegt idyllisch eingebettet in einem bewaldeten Kessel.
Die Rückfahrt verläuft wieder auf dem gleichen Weg bis Schwand, da die übrigen Wege vom Freibergsee ins Tal für Radfahrer zu steil sind. Auch ab Schwand muss auf einer Länge von etwas einem Kilometer ein Höhenunterschied von ca. 100 Metern überwunden werden. Wer unsicher ist, schiebt hier lieber sein Rad. In der Ebene angekommen, befinden Sie sich unmittelbar am Auslauf der Heini-Klopfer-Skiflugschanze. Talauswärts geht es auf dem linken Uferdamm (Weg Nr. 20) wieder zurück nach Oberstdorf.