05. Dezember

Die Allgäuer Alpen

Oberstdorf  ›  Oberstdorfer Adventskalender  ›  5. Dezember
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Seltene, oft auch geschützte Tier- und Pflanzearten und ein landschaftlich beeindruckend abwechslungsreiches Gebirge, begründet auf einer Vielfalt an Gesteinsarten im Boden. Extreme Wetter- und Klimaverhältnisse die eine besonders üppige Vegetation begünstigen.

Die Allgäuer Alpen befinden sich auf der Alpennordseite. Sie gehören geographisch noch zu den Ostalpen, befinden sich aber unmittelbar an deren westlicher Grenze. Die Gebirgsgruppe besitzt eine Ausdehnung von ungefähr 75km Länge und 50km Breite. Ihr faszinierender Reichtum im Gesteinsaufbau und das daraus folgende, vielfältige Landschaftsbild sind außergewöhnlich. Besonders beeindruckend sind die steilen Grasberge mit ihren nahezu senkrechten Grashängen bis zum Gipfel.

Auf mittlerer Höhe

Den Sockel des zentralen Allgäuer Hauptkamms bilden die Ablagerungsschichten des Fleckenmergels. Der Fleckenmergel bringt besonders fruchtbare und schnell abtrocknende Böden hervor. So befinden sich die meisten mit Vieh bewirtschafteten Alpen mit ihren saftig grünen Wiesen auf diesem Untergrund. Vermoorte Feucht- und Streuwiesen mit einer Vielzahl seltener Blumen und tief eingeschnittenen Tobeln sind typische Anzeichen einer Flyschzone, einer überwiegend aus Ton und Sandstein bestehenden Gesteinseinheit. Im Westen formte das Regenwasser den Schrattenkalk im Gottesackergebiet zu einem der alpenweit außerordentlichsten Karstlandschaften. Die nahezu vegetationslose Zone, die tief zerklüftete Spalten und die Felsrisse sowie die messerscharfen Gesteinsformationen erinnern an einen versteinerten Gletscher. Von weitem kann er mit einem tristen, grauen und endlosen Friedhof – einem Gottesacker – verglichen werden.

Im Tal

Die Tallagen Oberstdorfs sind vom Gletscherschliff der letzten Eiszeit geprägt, die seit 2,5 Millionen Jahren bis heute andauert und Kälte- sowie Wärmeperioden beinhaltet. In den kältesten Phasen haben die Gletscher im Oberallgäu eine Höhe von bis zu 2.000 Metern erreicht. Nur die höchsten Gipfel der Allgäuer Alpen ragten aus dem Eis hervor. Aus den großen Seitentälern Oberstdorfs krochen die Talgletscher gemächlich Richtung Süden. Hierbei modellierten sie deren heutige Geländeform (Beispiel: Das Stillachtal). Kleinere Seitengletscher konnten sich nicht so tief eingraben, daraus sind viele etwas höher liegende und überschaubare Seitentäler entstanden (Beispiel: Das Dietersbachtal). Als die Gletscher zurückgingen, bildeten jüngere Wasserläufe an den Schnittstellen tiefe Gräben und Tobel – beispielsweise den heutigen Hölltobel. Am Ende der Täler findet man mit den halbrunden, steilwandigen und oft viele hundert Meter hohen Trogschlüssen beeindruckende Spuren der einstigen Talgletscher.

Auf alpiner Höhe

Der sogenannte Hauptdolomit ist eine Hauptgesteinsform der kalkalpinen Zone und zählt zu den ältesten Gesteinsarten in den Allgäuer Alpen.

Vor ca. 200 Millionen Jahren bildete sich die Gesteinsschicht am Grund eines lebensfeindlichen, subtropischen Wattenmeers. Ursprünglich am tiefsten abgelagert, wurde er bei Bildung des
Faltengebirges auf sämtliche jüngere Erd- und Gesteinsschichten aufgeschoben. So formt der Hauptdolomit heutzutage die felsigen, massiven, imposanten Gipfel des zentralen Allgäuer Hauptkamms vom Hochvogel bis hin zum Biberkopf und Widderstein. Eine weitere Besonderheit der Allgäuer Alpen sind die extrem witterungsbeständigen Aptychenschichten. Zusammen mit den ebenfalls recht langanhaltenden Kieselkalken des Fleckenmergels wurden diese bei der Entstehung der Allgäuer Alpen aufgerichtet und durch den Verwitterungsprozess der sich darum befindenden, weicheren Gesteine heraus modelliert. Allen voran mit den Gipfeln und kantigen Bergkämmen der Höfats und des Schnecks sind die daraus für die Allgäuer Alpen so charakteristischen Berge entstanden.
Nirgendwo sonst findet man diese Gipfel derart ausdrucksvoll wie in den Oberstdorfer Bergen.

Flora & Fauna

Die Allgäuer Hochalpen sind eines der artenreichsten und vielfältigsten Gebirge in den Alpen. Vom WWF wurde es zu einem der 23 wertvollsten Naturschutzgebieten im Alpenraum erklärt. Das kräftige Berggras mit seinen Kräutern ist bestes Grundfutter, um die langen Winter gesund zu überstehen. Sobald der Schnee sich zurückgezogen hat, streifen die Wiesen, Weiden und Berghänge fast wöchentlich ein neues Farbkleid über. Die Artenvielfalt ist einmalig.

Rarr

Teilnahmebedingungen zum Gewinnspiel:

Der Oberstdorf-Adventskalender (01.12.-24.12.17) besteht aus 24 einzelnen Gewinnspielen. Pro Person darf pro Tag und Rätsel nur einmal am Gewinnspiel teilgenommen werden. Sollte ein Teilnehmer an einem Tag mehrfach unter demselben Namen teilnehmen wollen, so nimmt dieser nicht an der Verlosung teil. Voraussetzung zur Teilnahme am Gewinnspiel ist das Ausfüllen des jeweiligen Online-Teilnahmeformulars. Nur vollständig ausgefüllte und am Kalendertag eingegangene, richtige Antworten nehmen an der Auslosung des Tagespreises teil. Die Teilnahme an den Gewinnspielen ist nur an den jeweiligen Rätseltagen möglich, z.B. Türchen am 03.12. Teilnahme nur möglich am 03.12. (24 Stunden lang). Die Verkündung der/des Gewinner/in erfolgt am nächsten Werktag.
Teilnahmeberechtigt sind Personen, die mindestens 18 Jahre alt sind. Mit dem Abschicken des ausgefüllten Anmeldeformulars erklären Sie sich damit einverstanden, dass die angegebenen persönlichen Daten für die Durchführung des Gewinnspiels verwendet werden dürfen.

Eine Weitergabe an Dritte ist ausgeschlossen. Die Gewinner werden von uns schriftlich informiert. Ferner erklären sich die Sieger damit einverstanden mit Vor- und Nachname auf unserer Seite veröffentlicht zu werden.

Mitarbeiter von Tourismus Oberstdorf sind von der Teilnahme am Gewinnspiel ausgeschlossen.

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Eine Barauszahlung der Gewinne ist nicht möglich.

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