Hüttengäste

Was Hüttengäste wissen sollten!

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Aufgrund der extremen Bedingungen im Gebirge, der erschwerten Transport- und Kommunikationswege sollten Schutzhütten nicht mit Hotels verglichen werden!

  • Eintrag ins Hüttenbuch
    Die Alpenvereinshütten sind in erster Linie Bergsteigerstützpunkte und keine Hotels. Einige Hütten haben allerdings durch technische Erschließung ihres Umfelds ihre Stützpunktfunktion verloren. Die Hütten wurden deshalb in verschiedene Kategorien mit z.T. abweichenden Hüttenordnungen eingeteilt. Es ist üblich, dass sich jeder Hüttenbesucher bei Ankunft in das Hüttenbuch mit Namen, Wohnort (Urlaubsanschrift) und seinem nächsten Tagesziel einträgt. Im Fall einer Suchmeldung kann dies unter Umständen hilfreich sein.
  • Hütten der Kategorie I
    Eine Hütte der Kategorie I ist eine schlichte Schutzhütte, die ihren ursprünglichen Charakter als Stützpunkt in einem bergsteigerisch bedeutsamen Gebiet für Bergsteiger bewahren muss. Sie ist nur in Ausnahmefällen mit mechanischen Hilfen erreichbar; der Aufstieg erfordert mindestens eine Gehstunde.
  • Hütten der Kategorie II
    Eine Hütte der Kategorie II ist eine Alpenvereinshütte mit Stützpunktfunktion in einem viel besuchten Gebiet, die sich wegen der besseren Ausstattung und Verköstigung für einen mehrtägigen Aufenthalt eignet. Sie kann mechanisch erreichbar sein und ist in der Regel ganzjährig bewirtschaftet.
  • Hüttenordnung der DAV-Schutzhütten
    Rechte und Pflichten der Hüttenbesucher regelt die für die jeweilige Hüttenkategorie gültige Hüttenordnung. Sie ist im vollen Wortlaut an gut sichtbarer Stelle angeschlagen.
    Das wichtigste in Kürze:
    • Von 22 Uhr bis 6 Uhr (in Hütten der Kategorie II erst ab 23 Uhr) hat in der Hütte völlige Ruhe zu herrschen.
    • Bei Platzmangel dürfen Sitzplätze in Gasträumen nicht im Voraus belegt werden.
    • Rauchen ist in der gesamten Hütte nicht gestattet.
    • Hunde und andere Haustiere dürfen nicht mit in den Schlaf- oder Gastraum mitgenommen werden.
    • Eigenen Abfall hat jeder Besucher mit nach Hause zu nehmen.
  • Verpflegung auf DAV-Schutzhütten
    Von 12 bis 20 Uhr muss mindestens eine warme Mahlzeit angeboten werden. Es muss ein alkoholfreies Getränk angeboten werden, das mindestens 40 % billiger ist als ein Bier in gleicher Menge. Die Hütten-Wirtsleute haben das Frühstück und das Teewasser zeitlich so abgestimmt, dass die Bergsteiger rechtzeitig losgehen können. Selbstversorgung ist nicht gestattet. Ausgenommen sind Mitglieder und Gleichgestellte, die jedoch, wenn sie nicht konsumieren, einen Beitrag für die Nutzung der Infrastruktur der Hütten gemäß Tarifverordnung entrichten. Nichtmitgliedern steht kein Recht zur Selbstversorgung zu. Mitgebrachte alkoholische Getränke dürfen generell nicht getrunken werden.
  • Private Berghütten
    Neben den DAV-Schutzhütten befinden sich im Gebirge auch vereinzelt private Schutzhütten, die Bergsteiger beherbergen. Meist sind diese mit Alpenvereinshütten vergleichbar. Einige Ausnahmen bieten jedoch bereits einen Komfortstandard und ein Angebot, dass den Vergleich mit Hotels im Tal nicht scheuen muss.
Nächtigung

Die Übernachtung auf Hütten der Kategorie I findet in so genannten Matratzenlager statt. Zu jedem Lagerplatz gehören 1 - 2 Decken sowie 1 Kopfkissen. Die Schlafplätze dürfen nur mit einem Hütten-Schlafsack benutzt werden! Der Leinenschlafsack kann vielfach direkt auf den Hütten erworben, teilweise sogar geliehen werden. Die meisten Hütten dieser Kategorie haben auch ein beschränktes Angebot an Betten und Zimmern. Bei Überfüllung der Hütten werden Notlager eingerichtet.

Voranmeldung

Auf großen Schutzhütten ist es für Gruppen mit mehr als 6 Teilnehmern empfehlenswert sich vorab anzumelden. Kleinere Schutzhütten freuen sich über Anmeldungen ab 4 Personen. Eine Voranmeldung für Einzelwanderer ist nicht notwendig. Die Hütten-Wirtsleute dürfen Vorausbestellungen für maximal 75 % der Schlafplätze entgegennehmen. Bitte beachten Sie: auf Schutzhütten die vorab eine Reservierungsmöglichkeit zulassen, wird bei Absage eine Stornogebühr fällig! Die Erhebung einer Vorauszahlung ist gemäß der Tarifordnung zulässig. Die Anmeldung erfolgt über das Kontaktformular der jeweilgen Hüttenhomepage (Anmeldung - keine Reservierung!). Auf vielen Schutzhütten sollte mit keiner Bestätigung gerechnet werden.

Anspruch auf Schlafplätze

Bevorzugten Anspruch auf einen Schlafplatz vor allen Hüttengästen haben: Erkrankte oder Verletzte und Rettungsmannschaften im Dienst. Vorhandene Notlager werden erst vergeben, wenn alle Schlafplätze belegt sind. DAV-Mitglieder haben bei Anmeldung die Möglichkeit, den Wunsch nach einem Bettenlager zu äußern. Ein Anspruch darauf besteht nicht. Für Nichtmitglieder ist dies nicht möglich. Vorhandene Bettenlager werden der Reihe nach vergeben.

Hunde auf Hütten

Grundsätzlich sind Hunde in den Schlaf- und Gasträumen von DAV-Schutzhütten verboten! Darüber hinaus wird die die Quartiervergabe an Hunde sehr unterschiedlich gehandhabt. Auf einigen Schutzhütten dürfen Hunde im Schuh- oder Trockenraum übernachten. Andere Hüttenwirte machen eine mögliche Übernachtung der Hunde von den Wochentagen bzw. der Anzahl an sonstigen Übernachtungsgästen abhängig. Auf der Enzianhütte dürfen Hunde gegen eine Gebühr mit auf das Zimmer. Auf einzelnen Schutzhütten ist das übernachten mit Hund aufgrund schlechter Erfahrungen grundsätzlich verboten. Bitte informieren Sie sich jeweils direkt auf der entsprechenden Schutzhütte, bevor Sie eine Schutzhütte ansteuern.

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