Extremwerte seit 1886

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Auf dieser Seite erhalten Sie einen interessanten Überblick über die Wetterextreme in Oberstdorf seit Beginn der Wetterbeobachtungen vor 130 Jahren.

Die Anfänge der Wetteraufzeichnung in Oberstdorf

Im Jahr 1886 finanzierte der Verschönerungsverein Oberstdorf das erste Instrumentarium zur Aufzeichnung der Wetterdaten und wurde dafür von der königlich-bayerischen, meteorologischen Zentralanstalt mit höchstem Lob und Dank bedacht. Fortan konnten unter der fachlichen Leitung und Beaufsichtigung der meteorologischen Zentralanstalt in München, dauerhaft Wetterdaten in Oberstdorf erhoben und ausgewertet werden.

Katholische Würdenträger - Pioniere der Wetteraufzeichnung!

Die erste Wetterstation ging am 01. Februar 1886 in Betrieb. Die regelmäßigen Wetteraufzeichnungen wurden vom damaligen Pfarrer Heinle am Pfarrhaus und im Pfarrhof bzw. Pfarrgarten durchgeführt. Dabei wurden zu festgesetzten Zeiten exakte Messwerte von Luftdruck, Lufttemperatur, Sonnenscheindauer, Niederschlagsmenge und Schneehöhe aufgezeichnet. Die Wolkenverhältnisse, die Sicht und die Windstärke wurde damals vom geistlichen Wetterbeobachter geschätzt. Im Herbst 1909 wurden die Wetteraufzeichnungen nach Umzug der Instrumente an die neue Schule (heute Grundschule Oberstdorf) ohne Unterbrechung fortgeführt. Fortan kümmerte sich die Oberin der an der Schule unterrichtenden Franziskanerschwestern, vortrefflich um die Erhebung der Wetterdaten.

Der DWD in Oberstdorf

Im Jahr 1937 übernahmen die speziell ausgebildeten Mitarbeiter der neuen Kurortklimakreisstelle die Wetteraufzeichnungen. Nach dem zweiten Weltkrieg war die bemannte Wetterstation des Deutschen Wetterdienstes bis zum Jahresende 2013 teilweise mit bis zu fünf Personen besetzt, die stündlich lückenlose meteorologische Wetterbeobachtungen durchführten. Ab Juli 1994 übernahm eine zunehmend vollautomatische und hochtechnisierte Wetterstation nach und nach die präzisen Wetteraufzeichnungen in Oberstdorf.

Der heutige Weg der Wetterdaten

2013 führte die Einführung einer vollumfänglich automatischen Wetterstation im Esch, zur Auflösung der bemannten Wetterstation. Bis heute werden hier vom Luftdruck über die Luft- und Erdbodentemperatur, der Niederschlag, die Sonnenscheindauer, der Wind, die Schneehöhe bis hin zur Sichtweite, der Wolkenhöhe und der Grad der Bewölkung, völlig selbstständig gemessen und sofort ins Rechenzentrum der DWD-Rechenzentrale in Offenbach übertragen.

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