Interview

mit Skirennläuferin Christina Geiger

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Nach einer Hüft-OP im Frühling 2017 ist Christina Geiger in ihrem Heimatort Oberstdorf auf einem sehr guten Weg zurück zum Sport.

Wie findest du zurück zum Sport?
Nach der OP habe ich schon ziemlich bald mit der Physiotherapie angefangen, direkt bei meinem Physiotherapeuten in Oberstdorf, Martin Müller. Ich habe auch schon erste Versuche auf dem Hometrainer zu Hause gemacht und bin sehr glücklich, dass es so gut vorangeht. Allerdings muss man darauf achten, nach der OP langsam anzufangen, damit man sich selber noch nicht überbelastet. Schritt für Schritt, jeden Tag ein bisschen mehr. Nach zwei Wochen war ich das erste Mal im Kraftraum und habe schon ein paar Übungen gemacht. Und damit bin ich auch sehr zufrieden, dass das nach so kurzer Zeit schon wieder funktioniert. Am Wochenende will ich jetzt auch das erste Mal draußen was unternehmen.

Das wäre dann die erste Tour nach deiner Operation? Hast du schon konkrete Pläne für eine Tour?
Ja, ich werde wahrscheinlich als erstes eine Radtour machen, eventuell muss hier auch mal ein E-Bike aushelfen. Die Tour ins Stillachtal finde ich persönlich sehr schön und gerade für den Einstieg ideal, da es immer schön am Fluss entlanggeht und die Tour sehr flach ist. Auch die Landschaft im Stillachtal ist wunderschön und man hat einen herrlichen Blick auf die Berge. Eine richtige Bergtour auf einen Gipfel geht leider erst in sechs Wochen.

Warum sind gerade in Oberstdorf die Bedingungen ideal, um wieder in den Sport einzusteigen?
Hier ist einfach für jeden etwas dabei. Man kann sich bei den Touren, egal ob Wandern oder Radeln, langsam steigern. Die Vielfalt der Tourenmöglichkeiten ist einmalig in Oberstdorf. Zudem ist die Versorgung vor Ort wirklich optimal. Die qualifizierten Ärzte und die kompetenten Physiotherapeuten sind sehr gute Begleiter, um wieder in den Sport zurück zu finden. Auch das Gesundheitseck in Oberstdorf hat eine tolle Auswahl an Produkten und Hilfsmittel, um zu Hause noch zusätzliches Training zu machen. Dann geht’s einfach schneller voran.

Wie kannst du deinen inneren "Schweinehund" überwinden?
Es gibt schon ab und zu Situationen in denen man lieber liegen bleiben würde. Aber dann denke ich immer an meine Ziele, wie zum Beispiel Olympia 2018, dann klappt das ganz gut. Ich finde es wichtig, dass man sich Ziele setzt, danach freut man sich umso mehr, wenn man es geschafft hat!

Ist es wichtig, die Sache langsam anzugehen?
Auf jeden Fall! Man muss langsam anfangen und Schritt für Schritt die Sache vorantreiben. Wenn man sich an einem Tag mal nicht so fit fühlt, sollte man lieber eine Pause einlegen und sich ausruhen. Eine Struktur ist wichtig, vielleicht hilft es auch, sich einen Plan zu erstellen.

Es geht ja nicht nur um die physische Heilung nach so einer Operation… wie schaffst du es, mental so einen Rückschlag aufzuarbeiten?
Ich bin zum Glück nicht so ein „Kopfmensch“ und lass mich da nicht komplett runter ziehen. Ich versuche einfach locker zu bleiben und gehe das optimistisch an und kämpfe. Ich habe meine Familie und Freunde hinter mir und das stärkt mich auch enorm.

Was bedeutet für dich Heimat/Heimatgefühl
Ich bin sehr heimatverbunden. Alleine durch meinen Sport bin ich so viel in der Oberstdorfer Natur unterwegs. Zum Trainieren, aber auch einfach um meine Freizeit zu genießen. Der Leistungssport bringt natürlich auch sehr viele Reisen mit sich, was auch sehr schön ist. Aber ich habe schon manchmal Heimweh nach Oberstdorf und freue mich immer wieder in meine Heimat zurück zu kommen.

Gibt es Dinge, die du täglich für deine Gesundheit machst?
Gesunde und ausgewogene Ernährung ist sehr wichtig für mich. Ich achte gerade nach Verletzungen auf meine Ernährung. Entzündungsfördernde Produkte sollte man meiden. Jeden Tag ein paar Mobilisationsübungen, das nimmt je nach Lust und Laune ca. 15 Minuten in Anspruch, das gehört für mich jeden Morgen wie das Zähneputzen nach dem Aufstehen dazu.

Gibt es ein Gesundheitsrezept von dir, das du an alle weitergeben kannst?
Wenn man sich bewegt und Sport macht, darf man sich ruhig mal ein Stück Schokolade gönnen.

Hast du eine spezielle Ernährung – etwas, auf das du besonders achtest?
Der Teller muss immer bunt und voll sein. Ich verzichte jetzt nicht auf Kohlehydrate, weil ich die einfach für meinen Sport brauche. Auch regionale Produkte mag ich besonders gerne.

Welche sind deine drei liebsten Kraftübungen?
Sit Ups – sind einfach und sehr effektiv
Kniebeugen – schonend
Rückenübungen – als Ausgleich zum Bauchtraining

Hast du Trainingstipps für Hobbysportler? Ohne Trainingsgeräte, einfach draußen in der Natur?
Ab in die Berge! Das tut dem Körper einfach gut. Hier wird natürlich die Ausdauer und Kraft trainiert aber vor allem auch die Koordination, wenn es beim Bergablaufen über Stock und Stein geht. Und nie vergessen: Die wunderbare Natur und Landschaft. Das kann man im Kraftraum nicht genießen. Da macht das Training gleich doppelt so viel Spaß.

www.facebook.com/geigerchristina

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