Sebastian Kneipp

„Die Natur ist die beste Apotheke.“ (Sebastian Kneipp)

Corona-Schutzmaßnahmen in Oberstdorf
Oberstdorf  ›  Gesundheit  ›  Kneippkurort  ›  Sebastian Kneipp
gefällt mir
5 Minuten

Sebastian Kneipp (1821–1897) hat im 19. Jahrhundert die Naturheilkunde revolutioniert. Nachdem er seine schwere Tuberkulose durch kurze Bäder selbst kurierte, begann er, sich intensiv mit der gesundheitsfördernden Kraft des Wassers und heilenden Wirkung ausgesuchter Pflanzen zu beschäftigen. Das Ergebnis seiner langjährigen Studien ist zeitlos, aktuell und absolut einfach.

Sebastian Kneipp

1821:
Am 17. Mai 1821 wird Sebastian Kneipp in Stephansried (Bayern) geboren. Als Sohn einer Weberfamilie arbeitete er bereits in früher Kindheit acht bis zehn Stunden im Familienbetrieb.

1844:
Besuch des Gymnasiums in Dillingen

1845-1849:
Kneipp erkrankte an einer Lungentuberkulose. Seine Ärzte erklärten ihn für unheilbar.

1848 Beginn des Theologiestudiums in Dillingen

1849 -1850:
Kneipp entdeckte in der Bibliothek das Buch von Dr. Johann Siegmund Hahn über die Heilkraft von kaltem Wasser und probierte die kurzen Tauchbäder in der kalten Donau selbst aus. Diese Bäder regten sein Immunsystem an und sein Gesundheitszustand verbesserte sich stetig.

Ergänzung: Obwohl Kneipp anfänglich den kalten Wasseranwendungen höchste Priorität einräumte, so ist er doch nicht der Erfinder des Wasserheilverfahrens.
Hydro- und Balneotherapie zählen nachweislich zu den ältesten Therapieformen der Menschheit. In der Neuzeit wurde die Entwicklung der Hydrotherapie in Europa und Nordamerika maßgeblich durch den englischen Arzt Floyer (1649 - 1734), den deutschen Mediziner Hahn (1696-1773) und den in Gräfenberg, im einstmalig Österreichisch-Schlesien wirkenden Bauernsohn Prießnitz (1799-1851) beeinflusst. (Text von German Schleinkofer, Bad Wörishofen)

Abschluss seines Theologiestudiums in München und Heilung der Tuberkulose. Während seines Studiums behandelte er kranke Kommilitonen ebenfalls mit kalten Güssen.

1852-1855:
1852 wird Sebastian Kneipp in Augsburg zum Priester geweiht und arbeitet anschließend als Kaplan.
Im Jahr 1855 wird Kneipp Beichtvater im Dominikanerinnen-Kloster in Wörishofen. Er konnte seine Arbeit in der Wassertherapie und -heilkunde nachgehen und seine Naturheillehre vertiefen, ausbauen und vervollständigen.

1881:
Sebastian Kneipp wird zum Ortspfarrer in Wörishofen ernannt.

1886:
Im Buch „Meine Wasserkur“ fasste Kneipp sein Wissen und seine Erfahrungen der Wasseranwendungen und Kräuterheilkunde in zwei Kapiteln zusammen. Im dritten des Buches werden Krankheitsbilder und Fallbeispiele geschildert und wie diese mit Wasser- und Kräuteranwendungen behandelt werden können.

1889:
In seinem zweiten Buch „So sollt Ihr Leben“ erweitert Kneipp seine Lehre um die Säulen „gesunde Ernährung, Bewegung und Lebensordnung“. Die fünf Säulen bilden das ganzheitliche Gesundheitskonzept nach Sebastian Kneipp.

1892-1896:
Vortragsreisen in ganz Europa

1897:
Sebastian Kneipp stirbt am 17. Juni 1897 im Alter von 76 Jahren.



Die Deutsche UNESCO Kommission nimmt am 04. Dezember 2015 das ganzheitliche Naturheilverfahren nach Sebastian Kneipp in das bundesweite Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes auf.

Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser

Um die Website optimal darstellen zu können, benötigen Sie einen aktuellen Browser.
Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser.

Downloadlinks

×