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Oberstdorfer Persönlichkeiten

Carl Zuckmayer

1896 – 1977, Schriftsteller und Theaterautor

Von 1936 – 1946 nach Amerika emigriert. Werke: „Der fröhliche Weinberg“, „Barbara Blomberg“, „Des Teufels General“, „Die Fasnachtsbeichte“, „Der Hauptmann von Köpenick“ .
Zuckmayer war nach dem Zweiten Weltkrieg mehrmals Gast in Oberstdorf z. B. im Stillachhaus und weilte auch bei seinen in Oberstdorf lebenden Eltern. Das Grab seiner Eltern im Oberstdorfer Waldfriedhof besteht heute noch.

Waldemar Bonsels

1880 – 1952, Schriftsteller

Verfasser von Natur- und Reisebüchern „Indienfahrt“, „Himmelsvolk“,
„Mario und die Tiere“, „Biene Maja“. Erzählungen: „Anjekind“ u. a. Bonsels
wohnte 1922 als Gast im Hotel Luitpold.

Hermann Bischoff

1888 – 1936, Schriftsteller und Komponist

Freundschaft mit Richard Strauss, den er als Ziehvater bezeichnete. Bischoff komponierte Lieder, Symphonien und musikalische Bühnenwerke wie „Die Frau von Thule“ und die Oper „Parisiana“. Nach verschiedenen Gastaufenthalten in Oberstdorf, kauft er 1936 am Burgstall das „Schlößle“.

Johann Strauss III

1866 – 1939, Musiker, Dirigent und Komponist

Der Sohn des Komponisten Eduard Strauss und Neffe des Walzerkönigs Johann Strauss wohnte im Sommer 1932 in Oberstdorf im „Haus Johanna“ am Mühlenweg, das er von der Hotelier-Familie Rief (Hotel Löwen) angemietet hatte.

Richard Strauss

1864 – 1949, Musiker und Komponist

Von 1898 – 1919 Hofkapellmeister, später Generalmusikdirektor in Berlin 1919 - 1924 Leiter der Wiener Oper, ab 1933 Präsident der Reichsmusikkammer Opern: „Salome“, „Elektra“, „Rosenkavalier“, „Arabella“, „Ariadne auf Naxos“, „Daphne“, „Der Friedenstag“ u.v.a. Weiter schuf Strauss Symphonien, Kammermusik, Chorwerke, Ballette und Lieder.

Strauss wohnte 1926 als Gast im Hotel Luitpold.

Franz von Holstein

1825 Braunschweig – 1876 Leipzig, Schriftsteller und Komponist

Von Holstein komponierte Lieder und Kammermusikstücke, er war Schöpfer der Oper „Die Hochländer“ (1876). Der Künstler verfasste auch eine Reihe von Gedichten. Er war mehrmals Gast bei dem Verleger Meyer in Oberstdorf (siehe auch Ludwig Richter), bis er sich selbst ein Haus, das „Schlößle“ am Burgstall erbauen ließ (um 1875).

Arthur Maximilian Miller

1901 Mindelheim – 1992 Ottobeuren

Lehrer, Schriftsteller, Maler, Scherenschneider
A. M. Miller lebte von 1939 – 1990 im Oberstdorfer Ortsteil Kornau.

In seinem Häuschen, der „Dichterklause“ entstanden zahlreiche Romane, Novellen, Erzählungen, Biographien, Gedichte, Aquarell- und Ölbilder, wie auch seine trefflichen Scherenschnitte, die in dem Buch „Spiel der Schatten“ zusammengefasst sind.

Gertrud von Le Fort und A. M. Miller verband eine künstlerischen Freundschaft. Die gesammelte Korrespondenz ist im Buch „Briefe der Freundschaft“ veröffentlicht. A. M. Miller, Ehrenbürger von Oberstdorf, ruht hier im Waldfriedhof.

Gertrud von Le Fort

1876 Minden – 1971 Oberstdorf, Schriftstellerin

Dr.h.c. Gertrud von Le Fort, die weltbekannte Schriftstellerin („Die Magdeburgische
Hochzeit“, „Die letzte am Schafott“, „Der Kranz der Engel“ u.v.a.) kam wegen ihres sehr angegriffenen Gesundheitszustandes nach Oberstdorf und fand hier in der reinen Bergluft Heilung. Von 1940 bis zu ihrem Tode entstanden hier bedeutende Alterswerke.
Die Ehrenbürgerin von Oberstdorf fand im Oberstdorfer Waldfriedhof die letzte Ruhestätte.

Im Oberstdorfer Gertrud-von-le-Fort-Gymnasium ist in 13 Vitrinen eine ständige Ausstellung zu Gertrud von le Fort gegeben. Die Ausstellung ist schultäglich von
07.30 Uhr bis 18 Uhr zugänglich. Rubingerstr. 8

Joseph Anton Fischer

1814 Oberstdorf – 1859 München

Historienmaler (Nazarener), Ehrenmitglied der kgl. Akademie, Werke von ihm gingen hauptsächlich an Kirchen und den Adel, u. a. Auer-Kirche in München (im 2. Weltkrieg zerstört), Nikolaikirche Odessa. Sein bekanntes, noch vorhandenes Werk sind die „Bayernfenster“ im Kölner Dom, zu denen Fischer im Auftrag des Königs die Kartons schuf. (Der bayer. König machte die Fenster dem König von Preußen zum Geschenk).

Maximilian Rueß

1925 Oberstdorf – 1990 München, Maler und Bildhauer

Prof. Ruhrberg sagte über Maximilian Rueß: „ ..der wichtigste und substantiellste Künstler des Allgäus in unserer Zeit“. Rueß arbeitete mit den verschiedensten Materialien und Techniken. Sein Haupt- und Lebenswerk: Der Schlossbrunnen im Schlosshof des Schlosses Zeil, im Auftrag des Fürsten Waldburg.

Weitere Informationen finden Sie unter www.kunsthalle-kempten.de/ruess

Adrian Ludwig Richter

1803 – 1884, Zeichner, Maler und Illustrator

1841 – 1873 Professor an der Akademie zu Dresden. Landschaftsmalerei, Illustrator diverser Bücher (Jugendbücher, Schulbücher, Grimms Märchen). 1863 Ferien in Oberstdorf, befreundet mit Johann von Schraudolph und dem Leipziger Verleger Meyer (Meyers Lexikon), der in Oberstdorf 1862 ein Haus erbauen ließ und es Sachsenhaus nannte (daher auch die Straßenbenennung „Sachsenweg“ in Oberstdorf)

Johann von Schraudolph

1808 Oberstdorf – 1879 München, Historienmaler(Nazarener)

Professor an der Akademie in München, vom Bayerischen König in den persönlichen Adelstand erhoben. Straßen in Oberstdorf, Kempten und München nach ihm benannt. Hauptwerke: Ausmalung des Kaiserdoms zu Speyer und ebenfalls im Auftrag des bayer. Königs: Ausmalung der Residenz in Athen für König Otto.

Claudius Schraudolph (der Ältere Bruder des Johann)

1813 Oberstdorf – 1891 Oberstdorf, Historienmaler (Nazarener)

Arbeitete zusammen mit seinem Bruder an den großen Werken und hinterließ der Heimatgemeinde, wie auch vielen anderen Orten des Allgäus Altarbilder und andere Kunstwerke.

Robert Curry

1872 Boston USA –1944 Riederau/Ammersee, Landschaftsmaler

Curry lebte in den Zwanziger- und Dreißiger Jahren in Oberstdorf, wo eine Reihe seiner preisgekrönten Bilder entstanden (Ausstellungen: Glaspalast, Haus der Deutschen Kunst).

Walter Bloem

Schriftsteller

Ausgezeichnet mit der Goethemedaille, wohnte 1925 als Gast im Hotel Luitpold.
Romane: „Der krasse Fuchs“, „Der Weltbrand“, Das jüngste Gericht“

Jagdherren & Jagdgäste

  • Prinzregent Luitpold von Bayern 1850 – 1912
  • König Ludwig III. von Bayern 1912 – 1918
  • Kronprinz Ruprecht und Prinz Franz von Bayern
  • Fürsten Waldburg-Wolfegg im Rohrmoostal (seit Jahrhunderten)
  • Cornelius Freiherr von Heyl zu Herrnsheim (ab 1896 Besitzer des Gerstrubener Tales)
  • Reichtagsabgeordneter, Lederwarenfabrikant Wilderich Graf Spee

Jagdgäste waren beispielsweise Bundespräsident Walter Scheel und Ministerpräsident Franz Josef Strauß.

Kunstwerke

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