Oberstdorfer Alpwirtschaft

Oberstdorf  ›  Liveticker  ›  Oberstdorf Blog  ›  Alpwirtschaft in Oberstdorf
gefällt mir
5 Minuten

Das Erscheinungsbild der Oberstdorfer Berge ist sehr stark durch die Alpen geprägt. Die Beweidung des Hochgebirges über hunderte von Jahren durch Nutztiere hat Ihr heutiges Aussehen mit geschaffen. Das Höhenklima, die artgerechte Weidehaltung der Rinder und der vielfältige Pflanzenbestand an besonderen Bergkräutern bringen hochwertige Lebensmittel hervor, die nicht nur eine gefragte Alternative zu Lebensmitteln aus der Massenproduktion darstellen, sondern auch noch wesentlich gesünder sind.

Was gehört zu einer Alpe?

Dazu gehören Bergweiden und -wiesen, Wald, Wirtschaftsgebäude, Alpe für Älpler und Hirten und auch deren Familien. Die Flächen und die dazugehörenden Hütten sind oft im Privatbesitz der Genossenschaften und im Sommer das Zuhause für Tier und Mensch. Auf den Weiden stehen zwischen Mai und September verschiedene Tiere: Kühe, Jungvieh, Ziegen, auch Pferde. Die Tiere verbringen im Durchschnitt 100 Alptage in den Bergen.

Die Sennalpe

Sennalpen sind Alpen, auf denen Milchkühe gehalten werden. Die Milchkühe werden auf den Sennalpen täglich zwei Mal gemolken. Direkt vor Ort wird vom Hirten, der zugleich ein Senn ist und damit eine Ausbildung zum Käser hat, die gesamte Milch zu unserem guten Bergkäse veredelt. Neben dem Bergkäse werden auch Bergbutter, Joghurt, Quark und verschiedene andere Käsesorten hergestellt. Die Sennalpen werden von den Familien der Hirten bewirtschaftet. Sie können die Produkte direkt vor Ort kosten. Eine deftige Brotzeit, mit einem Käsebrot und dazu ein Glas Milch – für Bergwanderer die besten Durst- und Hungerstiller.

Die Galtalpe

Galtalpen sind Alpen, auf denen nur Galtvieh gehalten wird. Galtvieh sind junge, ein bis dreijährige Rinder, die noch keine Milch geben. Im Oberstdorfer Gebiet verbringen ca. 1.400 Stück Galtvieh ihre Sommerfrische. Die Hirten treiben das Galtvieh im Laufe des Sommers immer höher in die Berge und achten darauf, dass keinem der Tiere etwas zustößt. Entweder wird das Vieh während des Tages von Kleinhirten betreut oder der Hirte grenzt das Gebiet für die Tiere großzügig ab, indem er einen Zaun errichtet, um die Tiere von Felsabhängen, Spalten oder gefährlichen Stellen fern zu halten.

Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser

Um die Website optimal darstellen zu können, benötigen Sie einen aktuellen Browser.
Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser.

Downloadlinks

×