
An die Stelle klassischer grüner Werbeslogans treten zunehmend Kennzahlen, Klimabilanzen und scheinbar objektive Nachhaltigkeitsbegriffe, die wissenschaftlich fundiert wirken, reale ökologische und soziale Veränderungen jedoch häufig umgehen oder verschleiern. Komplexe Berechnungen, freiwillige Selbstverpflichtungen und selektive Datenauswahl erzeugen den Eindruck von Fortschritt, ohne die zugrunde liegenden Geschäftsmodelle grundsätzlich infrage zu stellen. Unterstützt durch Künstliche Intelligenz und automatisierte Kommunikation wird dieses Greenwashing 2.0 unsichtbarer, technischer – und zugleich gefährlicher. Schäden und soziale Kosten werden weiter externalisiert.
Frank Herrmann analysiert die aktuellen Strategien des Greenwashings, zeigt typische Muster und Fallstricke auf und vermittelt Kriterien, mit denen Unternehmen, Institutionen und Verbraucherinnen/Verbraucher glaubwürdige Nachhaltigkeitsbemühungen von bloßer Imagepflege unterscheiden können. Zugleich zeigt der Vortrag Wege aus der Greenwashing-Falle hin zu wirksamer, überprüfbarer und sozial gerechter Nachhaltigkeit auf.
Die Veranstaltung ist frei zugänglich, eine Anmeldung nicht erforderlich.
