
Das Programm spannt einen Bogen von pointierter Klangsprache bis zu weit geöffneten, atmosphärischen Klangräumen. Zu hören sind Werke von György Ligeti, Ursina Maria Braun, Stephen Montague sowie Hans-Jürgen Gerung, dessen Musik einen besonderen Schwerpunkt des Konzerts bildet.
Aufgeführt werden unter anderem Ligetis prägnante Sechs Bagatellen, Brauns farblich differenzierte Luft – Fünf Bilder für Bläserquintett sowie Montagues klanglich markantes Thule Ultima. Von Hans-Jürgen Gerung erklingen die beiden Sätze Clockwork und Gothic aus der Kammermusik für Bläser.
Im Zentrum des Programms steht Gerungs Septett DER GARTEN I / II für Holzbläserquintett, Soloflöte und Klavier. Das als Diptychon konzipierte Werk ist inspiriert von der japanischen Gartenkunst. Reduktion und Präzision, bewusste Setzung von Klangfarben sowie das Spannungsverhältnis von Bewegung und Stillstand prägen seine musikalische Sprache. Die beiden Teile stehen einander gegenüber wie unterschiedliche Blickachsen innerhalb eines Gartens: eigenständig, doch untrennbar miteinander verbunden. Klangliche Transparenz, atmende Zeitverläufe und das Wechselspiel von Leere und Verdichtung formen einen kontemplativen, zugleich lebendigen musikalischen Raum.
Ida Reimer (Flöte), Kai-Wen Chuang (Oboe), Jonas Kalin (Klarinette),
Emma Wiese (Fagott) und Marit Burkhardt (Horn) –
Sungwon Cho (Solofl.) & Ruxandra Pelzer (Klav.)
Leitung: Jonas Kalin
