Kinder

Spielerisch, spannend und gefahrlos die Berge entdecken!

gefällt mir
5 Minuten

Das setzt ein hohes Maß an Verantwortung und Erfahrung der erwachsenen Begleiter voraus!

  • Aus Sicht der Kinder!
    Sicheres Bergsteigen mit Kindern oder Jugendlichen setzt neben entsprechender Ausrüstung vor allem die Erfahrung und das Verantwortungsbewusstsein der erwachsenen Begleiter voraus! Dabei gehen die Verpflichtungen weit über die Eigenverantwortung hinaus! Insbesondere Gefahren wie Steinschlag, Absturzgefahr oder extreme Wetterverhältnisse (bspw. Kälte, Gewitter, Nebel) sind ernsthaft und angemessen aus der Perspektive der Kinder zu bewerten!
  • Den Spaß an den Bergen nicht gleich verderben!
    Oft bilden subjektive Gefahren wie persönliches Unvermögen (keine Vorbildung, zeitlich falsche Tourenplanung) und vor allem die eigene, mangelhafte Erfahrung (Leichtsinn, Fehleinschätzungen) der erwachsenen Begleitpersonen das erheblichste Gefahrenpotential! Gerade der oft väterliche, unerfahrene Eifer sollte nicht auf die Kinder übertragen werden! Bergtouren sind stets nach Tageszielen der Kinder oder Jugendlichen zu planen und nicht nach den Wünschen oder Zielsetzungen der erwachsenen Begleitpersonen! Kinder sollten niemals überfordert werden! Ansonsten könnten Sie bereits nach Ihrer ersten Bergtour den Spaß an den Bergen für lange Zeit verloren haben!
  • Reelle Einschätzung von Mama & Papa
    Die Gehzeiten und die Schwierigkeit der Wege sollte unbedingt dem Leistungsvermögen der Kinder angepasst werden. Dabei darf den Kindern zuliebe gerne mit großzügigen Pausen und entsprechend, hinreichenden Gehzeiten geplant werden. Letztendlich muss die Leistungsfähigkeit und das Potential der Kinder immer von den eigenen Eltern eingeschätzt werden. Im Normalfall kann niemand eine bessere und wirklichkeitsnahere Beurteilung der Kinder oder Jugendlichen abgeben!
  • Achtung!
    In gefährlichem und unübersichtlichem Gelände sollten sich Kinder nicht von den Begleitern entfernen. Im Anstieg bleibt die Begleitperson dicht hinter dem Kind um mögliche Abrutsche abzubremsen oder Hilfestellung entlang schwieriger Wegstellen geben zu können. Wegabschnitte mit Absturzrisiko erfordern eine unmittelbare Betreuung durch Erwachsene und höchste Aufmerksamkeit! Hier ist die Sicherung durch ein kurzes Seil und einen Sitz- oder Kombigurt empfehlenswert. Kinder sollten zu keiner Zeit Angst bekommen! Lange, ausgesetzte Bergtouren sowie steinschlaggefährdetes Gelände sind mit Kindern zu vermeiden!
  • Was, wann und wie!
    1-3 Jahre
    Kleinkinder in diesem Alter können in sogenannten "Kinder-Kraxen", einem Rücken-Tragegestell mitgenommen werden. Bitte achten sie darauf, dass sich die Kinder darin nur beschränkt bewegen können, deshalb sind sie je nach Wetter anfällig für Auskühlung, Überhitzung und Sonnenstich. Die passende Kleidung spielt daher eine große Rolle. Mütze oder Sonnenhut aufsetzen und spätestens jede Stunde eine Pause einlegen, damit die Kinder (ab 1 Jahr) sich außerhalb der Kraxe frei bewegen können. Touren mit Kleinkindern auf maximal drei bis vier Stunden begrenzen.
    4-6 Jahre
    Bei dieser Altersgruppe gilt es die Wanderbegeisterung wecken, deshalb sollten Sie die Tour auf zunächst zwei bis vier Kilometer bzw. eine Stunde beschränken. Dann dürfen Sie auch erwarten, dass Ihre Kinder diese Strecke laufen und Sie den Nachwuchs nicht auf dem Arm nach Hause schleppen müssen. Wichtig ist dabei, dass die Rucksäcke für Vorschüler nicht schwerer als ein Kilo sind. Übermäßige Animation ist noch nicht erforderlich, vier- bis Sechsjährige wollen die Umgebung selbst erobern. Hier ist die Erlebniswege im Bereich der Bergbahnen genau das Richtige!
    7-11 Jahre
    Sie halten schon zwei bis drei Stunden durch, schaffen fünf bis zehn Kilometer und können drei bis fünf Kilo Rucksack-Gewicht schleppen. Aber gerade Kinder in diesem Alter laufen ein Vielfaches der Strecke: Sie rennen vor und zurück, seitwärts in den Wald und wieder zurück. Sie fallen vor Erschöpfung meist gegen Ende der Tour in den "Bummelstreik". Ein Tipp: Oft hilft es schon, befreundete Kinder mitzunehmen, dann halten sie sich gegenseitig bei Laune.
    13-16 Jahre
    Das schwierigste Wanderalter. Grundsätzlich können Teenager 20 Kilometer laufen, halten fünf Stunden durch und schleppen dabei fünf bis sieben Kilo. Jugendliche reizt jedoch nicht nur das Wandern, sondern auch die Kombination mit Abenteuer. Wer Kinder in diesem Alter dabei hat, der sollte Urlaubs- und Freizeitangebote im Tagesprogramm mit einplanen.
Tourenplanung

Wer mit Kindern in die Berge aufbrechen möchte, sollte bereits die Planung mit großer Sorgfalt angehen. Die Vorfreude der Kinder steigt, wenn Sie bereits dabei mit eingebunden werden. Vor allem die Schwierigkeit und Länge der Wege sind vorab abzuklären. Eine fundierte Vorbereitung, unter Umständen Karten sowie Führermaterial sowie das Einholen der aktuellen Wetterprognosen vermeiden unangenehme Situationen im Gelände. Neben ausreichend Kälte und Regenschutz sollte bei Kindern auch die Ersatzwäsche nicht fehlen!

Tourengliederung

Kinder brauchen bei Bergtouren genügend Pausen, bzw. Spiel- & Freizeit um sich zu erholen. Dabei steigern vorangekündigte Pausenplätze oder spannende Wegpassagen, die Vorfreude. Eine sinnvolle Gliederung der Tour kann helfen die Kräfte, Kondition und Motivation der Kinder besser einzuteilen! Die Gliederung der Tour ist so zu planen, dass diese jederzeit verkürzt werden kann, um flexibel auf unvorhersehbare Ereignisse reagieren zu können.

Gehzeit

Die Zeitangaben auf Wegweisern und in der überwiegenden Führerliteratur entsprechen der durchschnittlichen Normalgehzeit für Erwachsene! Für die Gehzeit mit Kindern sollte noch einmal die Hälfte der Erwachsenengehzeit hinzu gerechnet werden. Dabei ist stets großzügig und mit zeitlichen Reserven zu planen!

Pausen

Kurzweil & spielerisches Entdecken sollten bei Bergtouren mit Kindern im Vordergrund stehen! Pausen sollten an möglichst ungefährlichen und überschaubaren Standorten eingeplant werden. Spiel und Bewegung gehören zur Erholungsphase der Kinder. Die eine oder andere Spielidee weckt große Begeisterung und fördert die weitere Motivation!

Klettersteige

Aufgrund der Länge, des Schwierigkeitsgrades und vieler kurzer, nicht gesicherter Felspassagen im hochalpinen Gelände, werden die Klettersteige sowie der Heilbronner Höhenweg in Oberstdorf erst ab einem Alter von 12 Jahren empfohlen! Weitere Informationen unter Klettersteige!

Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser

Um die Website optimal darstellen zu können, benötigen Sie einen aktuellen Browser.
Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser.

Downloadlinks

×