Im Hermannskar

Verbindungswege

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von Moritz Zobel

Die etwas ruhigere, mittelschwere Hüttenverbindung beeindruckt durch imposante Felsgipfel der Hornbachkette und den eindrucksvoll gelegenen Hermannskarsee.

Karstige Mondlandschaft mit Gipfelblick

Die Hermann-von-Barth-Hütte im Bereich der Hornbachkette ist die höchstgelegen Schutzhütte in den Allgäuer Alpen. Zunächst führt die Hüttenverbindung abwechselnd über grasige, zur Alpenblüte blumige, Grasmatten und einigen steinigen Passagen zum Hauskamm der Schutzhütte hinauf. Bereits hier lässt sich der aussichtsreiche Blick in die Lechtaler Alpen und ins Lechquellgebirge ausgiebig genießen. Während des Abstieges bzw. einer Querung ins anschließende Kar sollte man sich auf einem Band oberhalb einiger Felswände, jedoch erst einmal auf die Trittsicherheit konzentrieren. Im Birgerkar angekommen, zieht sich eine karstige Mondlandschaft nach Norden in Richtung Marchscharte, immer nordöstlich des gewaltigen Felskammes entlang. Nach Querung des Birgerkars führt der Weg zur Kemptner Hütte über die Schafschartl, einem felsigen Übergang unterhalb der Hermannskarspitze, weiter ins benachbarte Hermannskar. Im Bereich der Schafschartl wird entlang eines steilen und felsigen Abstieges auch schon mal eine Hand zum Abstieg benötigt.

Das ruppige, wilde Hermannskar

Im Hermannskar angekommen, geht es über ausgedehnte Schotterfelder unterhalb der mächtigen Felswände auf einem angenehm verlaufenden Höhenweg in Richtung Norden. Das Kar ist umringt von imposanten Felsgipfeln der Hornbachkette. Die Marchspitze im Nordosten, die Ramstallspitze Richtung Lechtal und der große Krottenkopf hoch über dem Hermannskarsee thronend, am nordwestlichen Ende des Hochtals. Der einsame, bizarr schroffe und zugleich idyllisch gelegene Hermannskarsee lädt zur Rast, bevor es über steile Schotterhänge und felsige Bänder des Krottenkopfes hinauf zur gleichnamigen Scharte geht. Im Frühjahr bei viel ist gerade hier im Bereich unterhalb der leeseitigen, schattigen Scharte Vorsicht im Bereich von Altschneefeldern geboten.

Abwechslung für die geplagten Fußsohlen

Auf der Krottenkopfscharte führt ein sehr steiler Anstieg über ein schroffes, ausgedehntes Schotterfeld und letzte, felsige Meter zum höchsten Gipfel der Allgäuer Alpen. Auf der Hüttenverbindung geht es über steiniges Gelände dem Mädelejoch entgegen. Auf der gegenüberliegenden Seite, führt ein Bergsteig entlang des Kratzers und über die Schwarze Milz, dem Heilbronner Höhenweg entgegen. Näher am Mädelejoch, wird die Landschaft lieblicher. Nach einem langen Marsch auf steinigem Untergrund wird es nun auf erdig-lehmigen Wegen spürbar angenehmer. Nach Überquerung des Mädelejochs wird man mit einer ersten Aussicht auf die näher rückende Schutzhütte belohnt. Nun geht es anfangs noch über einige etwas steilere Kehren und anschließend über einen zunehmend sanfteren Abstieg in lieblicher Umgebung der Kemptner Hütte entgegen.

Die hier abgebildeten Wegverläufe / GPS-Daten wurden manuell erstellt und dienen nur zur allgemeinen Orientierung

 
 
 
 
 
Gute Kondition
 
 
 
 
 
Gewisse Schwindelfreiheit erforderlich (kurze exponierte Stellen, größere Geländestufen)
 
 
 
 
 
Versicherte Wegstellen (aufgrund Schwierigkeit und / oder Absturzgefahr)
 
 
 
 
 
Nahezu völlig unberührte und ursprüngliche Natur- und Berglandschaft mit außergewöhnlichen Ausblicken
Mai
Juni
Juli
Aug.
Sep.
Okt.
Nov.
nicht begehbar
7,72 km
4 Std.
Alpines Gelände
Schotter, Fels, Geröll, stahlseilversichert, im Frühling Altschnee

letzte Aktualisierung am 28.09.2017

Einkehrmöglichkeiten & Schutzhütten in der Nähe

Kemptner Hütte

Kemptner Hütte

DAV Hütte - Sektion Allgäu-Kempten 1846 m ü.M.

Schwand 1
Tel. 08322 700 152

Hermann-von-Barth Hütte

DAV Hütte - Sektion Düsseldorf - 2131 m ü.M.

Unterbach 22a
Tel. +43 5634 6671

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