Schrofenpass und Mutzentobel

Verbindungswege

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von Moritz Zobel

Eine technisch anspruchsvolle und zugleich landschaftlich beeindruckende Hüttentour hoch über dem idyllischen Rappenalptal

Ganz im Süden

Die Hüttentour beginnt mit einem aussichtsreichen und vergleichsweise einfachen Abstieg zum Ende des Rappenalptales. Bereits auf den ersten Metern lässt sich nahezu der gesamte Streckenverlauf bis hin zum Musskopfsattel unterhalb der Rappenseehütte einsehen. Das weite Panorama über das malerische Rappenalptal und der beeindruckende Ausblick auf den gegenüberliegenden Biberkopf sind dabei stetige Begleiter. Unten am Ende des Rappenalptales angekommen, führt die Hüttenverbindung etwas südlich der Speicherhütte über den niedrigsten Punkt der Hüttenverbindung sowie der gesamten Steinbockroute in 1522m Höhe. Nun steigt der Weg über einen zunächst noch flacher verlaufenden Berghang, dem Schrofenpass entgegen. Aufgrund des dichten Bewuchses, kommt man vor allem im Hochsommer spätestens hier ordentlich zum Schwitzen.

Unterwegs auf alten Schmugglerpfaden

Zu Beginn des Schrofenpasses müssen einige Meter über einen erosionsanfälligen, erdigen Hang gequert werden. Bereits hier sollte man sich gut auf den zeitweise sehr schmalen Weg konzentrieren. Gerade bei nassen und damit matschigen Verhältnissen ist Trittsicherheit und Vorsicht geboten. Der anschließende, überraschenderweise etwas breitere Anstieg zum Schrofenpass verläuft inmitten einer, mitunter senkrechten Felswand. Exponierte Teilstücke sind mit Stahlseilen und zwei Alubrücken gesichert. Dank des steilen und felsigen Anstieges gewinnt man schnell an Höhe. Auch wenn der Weg an vielen Stellen etwas breiter ist als gewöhnlich, ist aufgrund der unterhalb liegenden Felswände Schwindelfreiheit unerlässlich. Am Ende des Anstieges entspannt sich Umgebung und es wird wieder merklich grüner entlang des Weges. Auf der Passhöhe lädt ein kleiner Rastplatz zur Pause.

Himmlisch - Strapaziös

Von der Anhöhe des Schrofenpasses steigt die Hüttenverbindung anfangs etwas steiler, später zunehmend angenehm bergauf. Im Bergsommer kann es in den dicht bewachsenen Latschenhängen schon einmal heiß werden. Deshalb wird sich manch Bergsteiger freuen, wenn die Latschen einige Höhenmeter aufwärts wieder etwas lichter werden. Am Salzbüchl angekommen, führt ein traumhafter Höhenweg unterhalb der mächtigen Nordwand des Biberkopfes zur gleichnamigen Alpe. Der phantastische Ausblick auf die nun gegenüberliegenden Schafalpenköpfe und die vielfältige, oft seltene Blumenpracht auf den Alpweiden der Biberalpe, lassen dieses Teilstück zu einem der schönsten Hüttenverbindungsabschnitte in den Allgäuer Alpen werden.

Im Mutzentobel

Nach den letzten Metern auf dem Weideboden der Biberalpe verschwindet der Weg über einige steile Kehren in die tiefe Kerbe des Mutzentobels. Oberhalb einer Felswand sind einige Meter einer Querung durch Stahlseile versichert. Kurze Zeit später führt die Hüttenverbindung über das Bachbett. Besonders vorsichtig sollte das Mutzentobel im Frühjahr bei Altschnee und unter nassen und rutschigen Verhältnissen begangen werden. Im Ausgang des Schlucht steigt der Weg leicht entlang eines Hanges an, der wie bereits zu Beginn des Schrofenpasses alljährlich mit der Erosion zu kämpfen hat. Nach einigen Metern führt der Bergpfad nun wieder einfacher und gewohnt aussichtsreich der Rappenseehütte entgegen. Auf den Alpwegen der Rappenalpe, die für die Rinder angelegt wurden, erreicht der Weg hier zeitweise eine sehr großzügige Breite.

Allgäublick

Im letzten Anstieg des Tages wird die Hüttenverbindung noch einmal etwas steiler und gerade in den Nachmittagsstunden recht sonnig und warm. Die Aussicht am Musskopfsattel auf die darunter liegende Enzianhütte und der Weitblick ins Oberallgäu bereiten hier einen willkommenen Halt. Nun ist es über den finalen und aussichtsreichen Anstieg nicht mehr weit zur nahegelegenen Rappenseehütte.

Die hier abgebildeten Wegverläufe / GPS-Daten wurden manuell erstellt und dienen nur zur allgemeinen Orientierung

 
 
 
 
 
Alpine Grundkondition (Höhenmeter!)
 
 
 
 
 
Schwindelfreiheit Voraussetzung (längere, ausgesetzte Wegabschnitte, Absturzgefahr)
 
 
 
 
 
Versicherte Wegstellen (aufgrund Schwierigkeit und / oder Absturzgefahr)
 
 
 
 
 
Nahezu völlig unberührte und ursprüngliche Natur- und Berglandschaft mit außergewöhnlichen Ausblicken
Mai
Juni
Juli
Aug.
Sep.
Okt.
Nov.
nicht begehbar
8,57 km
5 Std.
702 m
604 m
Alpines Gelände
Erde, Schotter, Fels, stahlseilversichert, Steighilfen,
Hüttenverbindungsweg

letzte Aktualisierung am 05.07.2017

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