Ihr Weg zur Kur

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Unvergleichliche Landschaft, die Luft sauber nach Gütegrad 1, der Wasserhahn spendet Erfrischung in Mineralwasserqualität, schonendes Klima im Tal bis zum Reizklima in luftiger Höhe, Kureinrichtungen mit professionellen Mitarbeitern und beispielhafter Gastfreundschaft tragen seit jeher mit zur Gesundheit bei. Mit diesem Angebot bietet Ihnen Tourismus Oberstdorf einen besonderen Service, damit Sie Ihre Urlaubs- und Kurwünsche noch besser planen können.

Sie haben ein Recht auf Ihre Kneippkur! Der gute Rat für alle Gäste, die in der gesetzlichen Krankenversicherung sind.

Die Kur, besonders die "ambulante Badekur" (Kneippkur), ist weiterhin Pflichtleistung der gesetzlichen Krankenkassen. Bei Ihrer Krankenkasse erhalten Sie alle notwendigen Auskünfte und Antragsformulare.

Bei dieser Kurform, früher auch "offene Badekur" genannt, wählen Sie den Kurort und die Unterkunft gemeinsam mit Ihrem Arzt aus.

Bei der ambulanten Kur beteiligen Sie sich mit 10 % an den Kosten für die Kurmittel, die Ihnen der Kurarzt verschrieben hat. Pro Verordnung bzw. Rezept fallen noch einmal jeweils 10 EUR an. Zu den übrigen Kosten wie Unterkunft, Verpflegung, Fahrtkosten, Kurtaxe kann ein pauschaler Zuschuss von höchstens 13 EUR (für chronisch kranke Kleinkinder bis zu 5 Jahren 21 EUR) pro Kurtag gewährt werden.

Alle 4 Jahre haben Sie das recht auf eine ambulante Badekur!

Anderslautende Aussagen der Versicherer, z.B.: die Badekur sei abgeschafft, sind nicht richtig. Sie haben alle vier Jahre Anspruch auf eine Kur, bei ambulanten Vorsorgemaßnahmen sogar alle drei Jahre und bei bestimmten Erkrankungen (z.B. Rheuma) sind noch frühere Wiederholungen möglich.

Pochen Sie auf Ihr Recht!

Selbst wenn der medizinische Dienst Ihnen einen Kurantrag ablehnen sollte, legen Sie einfach Widerspruch ein - dieses Recht haben Sie. Sie werden sehen, die Kur wird Ihnen genehmigt.
Das Gesetz sieht weiterhin vor, dass bei akuter Verschlechterung des Gesundheitszustandes eines Versicherten oder bei Auftreten einer neuen Krankheit die 4-Jahres-Frist nicht gilt. Der Hausarzt muss bei seinem Attest hierauf verweisen.

Die Dauer einer ambulanten Kneippkur beträgt 3 Wochen

Wenn jedoch eine besonders schwere Erkrankung vorliegen sollte, kann die Aufenthaltsdauer auf Antrag des Kurarztes verlängert werden.
Bitte beachten Sie auch, dass Sie den vorgeschriebenen Antragsweg nicht umgehen können durch Rezepte des Hausarztes oder durch Inanspruchnahme eines Kurarztes auf "Chipkarte". Ihr Hausarzt kann Ihnen kein Rezept "10 Mal Kneipp" aufschreiben. Das kann nur der kompetente Kurarzt in Oberstdorf.

Nutzen Sie die Möglichkeiten der gesetzlichen Kassen für Ihre aktive Gesundheitspflege und -vorsorge.

Die Kur im Sozialrecht

Der traditionelle Begriff „Kur“ umfasst ein weit verzweigtes System von Vorsorge- und Krankheitsbehandlungen.
Für Mitglieder der Gesetzlichen Krankenkassen (GKV) und der Gesetzlichen Rentenversicherung (GRV) sind vor
allem die folgenden Formen von Bedeutung:

Rarr

Informationen zu Kuren

Viele Informationen rund um das Thema Kur. Kuren gibt es nach wie vor...

Kuren gibt es nach wie vor...

Es ist falsch, dass es nach dem Gesundheitsmodernisierungsgesetz (GMG) keine Kuren mehr gibt. Richtig ist, dass es die Kur nach wie vor gibt und dass auch bei einer zwei- und dreiwöchigen Kur eine erhebliche Besserstellung gegenüber der Regelung 2003 festzustellen ist. Bei einer dreiwöchigen Kur ist eine Kosteneinsparung pro Patient bis zu 20 % möglich. Außerdem ist festzustellen, dass eine Kur auch dann eine Kur ist, wenn sie von den Kostenträgern nicht mehr oder nur noch teilweise übernommen wird. Wenn die Kur medizinisch notwendig ist, das heißt beispielsweise bei einer Bandscheibenoperation, dann ist die Effektivität der Kuren nachgewiesenermaßen die gleiche als wie wenn sie ganz oder teilweise von der Krankenkasse bezahlt würde. Die Finanzierung eines notwendigen medizinisch bedingten Kuraufenthalts kann nicht ausschlaggebend für die Tatsache sein, ob eine Kur aus gesundheitlichen Gründen geboten ist.

Nachdem es richtig ist, dass es die Kur nach wie vor gibt, sind folgende Bedingungen zu beachten:

  • In jedem Falle ist das Attest eines Arztes notwendig. Ohne ärztliche Rezeptur kann keine Kur angetreten werden. Je nach Schwere des Krankheitszustandes wird entweder eine ambulante oder eine stationäre Kur vom behandelnden Arzt empfohlen.
  • Die Krankenkasse ist immer Ihr Ansprechpartner, wenn die Kur von der Krankenkasse oder vom Rentenversicherungsträger getragen werden soll. Dort erhalten Sie alle wichtigen Auskünfte und auch die Antragsformulare.
  • Beihilfeberechtigte wenden sich an ihre Beihilfestelle.
  • Vor Antritt einer Kur ist stets die Zustimmung des Kostenträgers (GKV oder Rentenversicherungsträger) notwendig.

1. Mutter-Kind-Maßnahmen nach § 24 und 41 SGB V
Nähere Informationen können beim Deutschen Mütter-Genesungswerk angefragt unter Tel. (0 30) 33 00 29 29 werden.

2. Ambulante Vorsorgeleistungen in anerkannten Kurorten nach § 23 Abs. 2 SGB V
Kostenträger GKV

  • Attest des Hausarztes, in dem die medizinische Notwendigkeit festgestellt wird
    Gang zur Krankenkasse und Genehmigung; in diesem Falle kann der Patient auf Empfehlung seines Hausarztes den Kurort auswählen; die Kur sollte so rasch als möglich angetreten werden; die Krankenkasse übernimmt die vollen Kosten der ärztlichen Behandlung, pro Verordnungsblatt (Rezept) müssen vom Patienten 10 € Gebühr bezahlt werden. Die Kasse übernimmt außerdem 90 % der Kurmittelkosten, der Patient muss 10 % Eigenbeteiligung bezahlen. Zu den übrigen Kosten (Unterkunft, Verpflegung usw.) kann die Krankenkasse einen pauschalen Zuschuss bis zu höchstens 13 €, für chronisch kranke Kleinkinder bis zu 21 € pro Kurtag gewähren. Das bedeutet, dass gegenüber der Regelung bis 31.12.2003 bei einer zweiwöchigen Kur beispielsweise nach einer Bandscheibenoperation der Patient eine nicht unerhebliche Minderzahlung zu leisten hat (siehe Anlage 1)

3. Stationäre Vorsorgeleistungen in anerkannten Kurorten nach § 23 Abs. 4 SGB V und ambulante Rehaleistungen in stationären oder wohnortnahen Rehaeinrichtungen nach § 40 Abs. 1 SGB V
Kostenträger GKV oder Rentenversicherer

  • Attest des Hausarztes, in dem die medizinische Notwendigkeit festgestellt wird
  • Ist der Patient nicht erwerbstätig, so muss die Zuständigkeit geklärt werden.

Kostenträger Rentenversicherer
Im Falle der Zuständigkeit des Rentenversicherungsträgers wird der vertrauensärztliche Dienst eingeschaltet. Dann erfolgt die Einweisung durch den Rentenversicherungsträger in eine geeignete Klinik. Der Patient hat für die Dauer von max. 28 Tagen eine Eigenbeteiligung von 10 € pro Tag zu erbringen.

Kostenträger GKV
Im Falle der Zuständigkeit der Krankenkasse ist die Krankenkasse vorher zu kontaktieren. Nach möglicher Einschaltung des medizinischen Dienstes wählen der Patient und die Krankenkasse eine Vertragseinrichtung aus. In diesem Falle übernimmt die Krankenkasse die vollen Kosten mit einer Eigenbeteiligung von 10 € pro Tag für max. 28 Tage durch den Patienten.

Die gleiche Regelung gilt für ambulante (teilstationäre) Rehaleistung

4. Stationäre Rehaleistungen nach § 40 Abs. 2 SGB V und § 9 ff SGB VI
Hier gilt der gleiche Ablauf wie bei den ambulanten Rehaleistungen in stationären Rehaeinrichtungen nach § 40 Abs. 1 SGB V.

5. Stationäre Anschlussheilbehandlung
Die stationäre Anschlussheilbehandlung nach § 40 Abs. 2 SGB V (GKV) und § 9 ff SGB VI (GRV) wird vom Krankenhaus im Einvernehmen mit den Krankenkassen und
den Rentenversicherungsträgern organisiert.

6. Härtefallregelungen
In allen Fällen gilt für Personenkreise, denen die Zuzahlung nicht möglich ist oder eine unzumutbare Belastung bedeuten würde, eine Härtefallregelung, die unter bestimmten Voraussetzungen eine vollständige Befreiung oder eine teilweise Erstattung der Kosten vorsehen. Bei Krankenkassen gelten folgende Regelungen:

Sobald der Gesamtbetrag der Zuzahlung 2 % des Bruttohaushaltseinkommens erreicht hat, befreit die Krankenkasse auf Antrag die versicherten Haushaltsmitglieder von der Zuzahlungspflicht. Dabei werden sowohl die Zuzahlungen als auch die Einkünfte der Familienmitglieder zusammengerechnet. Ist in dem Haushalt eine Person chronisch krank, liegt die Belastungsgrenze für alle Mitglieder bei 1 % des Familieneinkommens. Als chronisch krank gilt, wer entweder als Pflegebedürftiger der Stufen zwei oder drei anerkannt ist oder zumindest 60 % schwerbehindert oder erwerbsgemindert ist. Eine chronische Krankheit liegt auch dann vor, wenn eine kontinuierliche medizinische Versorgung erforderlich ist, ohne die nach Bescheinigung des Arztes das Leben des Patienten bedroht wäre oder sich seine Lebenserwartung oder seine Lebensqualität verschlechtern würde.

Für Rehaverfahren der Rentenversicherungsträger gelten einheitliche Netto-Einkommensgrenzen gemäß Richtlinien des Verbandes Deutscher Rentenversicherungsträger. Die verringerte Zuzahlung muss in jedem Fall beantragt werden. Für Versicherte und Rentner, die mindestens ein Kind unter 18 Jahren haben oder aber pflegebedürftig sind bzw. einen pflegebedürftigen Ehegatten oder Lebenspartner haben, ergeben sich folgende gestaffelte Zuzahlungsbeträge:

Bis 966 € monat. Nettoeinkommen - keine tägliche Zuzahlung
Ab 967 € monat. Nettoeinkommen - 8 € tägliche Zuzahlung
Ab 1.020 € monat. Nettoeinkommen - 8,50 € tägliche Zuzahlung
Ab 1.080 € monat. Nettoeinkommen - 9 € tägliche Zuzahlung
Ab 1.1.40 € monat. Nettoeinkommen - 9,50 € tägliche Zuzahlung
Ab 1.200 € monat. Nettoeinkommen - 10 € tägliche Zuzahlung

Für alle übrigen Versicherten gelten andere Sätze, die man bei den zuständigen Rentenversicherungsträgern erfragen kann.

7. Widerspruch
Wenn Sie eine Ablehnung ohne vorherige medizinische Untersuchung erhalten, sollten Sie in jedem Fall Widerspruch einlegen und zusammen mit Ihrem Hausarzt den Widerspruch begründen. Klären Sie auf jeden Fall rechtzeitig vor Kurantritt, Art und Höhe der Kostenüber nahme.

Berechnung der Zuzahlung (PDF zum Download)

Übersicht der Zuzahlung (PDF zum Download)

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