Ihr Weg zur Kur

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Möchten Sie Ihre Gesundheit vorsorglich fördern und stärken oder vorhandene Beschwerden lindern? Oberstdorf bietet Ihnen eine Vielzahl von Kurformen an, um Ihr persönliches Gesundheitsziel zu erreichen. Zu unterscheiden ist, ob Sie Ihre Anwendungen ambulant oder stationär durchführen möchten.

Ambulante Kur

Während einer ambulanten Kur wohnen Sie in einem Hotel, einer Pension oder einer Ferienwohnung in Oberstdorf und organisieren somit Ihren Kuraufenthalt und die Verpflegung selbst. Die erforderlichen Behandlungen, welche vom örtlichen Badearzt verschrieben werden, werden in der jeweiligen Kureinrichtung in Anspruch genommen.

Bitte vergessen Sie nicht, dass Sie vor der Anreise bereits einen Termin mit dem Badearzt in Oberstdorf vereinbaren. Die Anwendungen für Ihre ambulante Badekur werden Ihnen erst vor Ort verschrieben. Eine solche Vorsorgekur dauert in der Regel um die drei Wochen.

Stationäre Kur

Bei einer stationären Kur sind Sie, während Ihres Aufenthalts, direkt in einer Rehabilitationseinrichtung in Oberstdorf untergebracht. Die medizinische und therapeutische Betreuung sowie die Betreuung außerhalb der Behandlung werden somit rund um die Uhr gewährleistet.

Stationäre Vorsorge- und Rehabilitationsmaßnahmen werden bei folgenden Partnern angeboten:

Adula-Klinik
Fachklinik Oberstdorf der Deutschen Rentenversicherung Schwaben
Klinik Hohes Licht
Kurklinik Allgäuer Bergbad
Stillachhaus Privatklinik
Schüle´s Gesundheitsresort und SPA Hotel

Ihr Weg zur Kur

Schritt für Schritt - So beantragen Sie Ihre ambulante oder stationäre Kur oder Rehabilitation in Oberstdorf

Schritt 1: Anspruch auf eine Kur
Einen Anspruch auf eine Kur hat jeder gesetzliche Versicherte, bei dem eine medizinische Voraussetzung vorliegt. Eine ambulante Kur kann alle drei Jahre und eine stationäre Kur alle vier Jahr erneut beantragt werden.

Schritt 2: Arztbesuch zur Beurteilung der medizinischen Notwendigkeit
Ihr behandelnder Hausarzt bescheinigt Ihnen die medizinische Notwendigkeit einer Kurmaßnahme. In dem Gespräch wird Ihnen, je nach Krankheitszustand, ein ambulanter oder stationärer Aufenthalt empfohlen.

Schritt 3: Prüfung des Kurantrags durch die zuständigen Kostenträger
Den Antrag für Ihre Kur- oder Rehabilitationsmaßnahme füllen Sie gemeinsam mit Ihrem Hausarzt aus, welchen Sie anschließend bei Ihrem zuständigen Kostenträger einreichen (gesetzliche Krankenversicherung, Deutsche Rentenversicherung, Beihilfestelle, Unfallversicherung, Berufsgenossenschaft). Bereits hier haben Sie die Möglichkeit, Oberstdorf als Ihren gewünschten Aufenthaltsort anzugeben. Die Begründung für die Notwendigkeit einer Kur wird von Ihrem Hausarzt verfasst und dem Antrag beigefügt.

Schritt 4: Prüfung des Kurantrages
Die Prüfung Ihres Kurantrages erfolgt je nach Kostenträger entweder durch den medizinischen Dienst oder den Vertrags- oder Amtsarzt.

Schritt 5: Sozialversicherungsträger entscheiden über die Bewilligung des Antrages
Ihr Kurantrag wird bei einer Bewilligung durch den zuständigen Kostenträger bestätigt. Bei einer Ablehnung haben Sie das Recht, gemeinsam mit Ihrem Hausarzt, Widerspruch einzulegen.

Schritt 6: Beginn der Kur in Oberstdorf
Erhalten Sie die Bewilligung einer ambulanten Kurmaßnahme, sollten Sie innerhalb von vier Monaten anreisen, da sonst der Anspruch verfällt.
In Oberstdorf angekommen, wenden Sie sich zuerst an einen der ortsansässigen Badeärzte. Die Kur wird badeärztlich mit einer Eingangs-, Zwischen- und Abschlussuntersuchung begleitet. Sie erhalten einen individuellen Behandlungsplan. Die Durchführung der Leistungen erfolgt im Therapiezentrum u. a. mit den ortsspezifischen Kurmitteln.

Schritt 7: Kosten
Die Kosten bei einer stationären Vorsorge- oder Rehabilitationsmaßnahme sowie einer ambulanten Rehabilitationsmaßnahme werden von den zuständigen Kostenträgern übernommen. Die Eigenbeteiligung beträgt 10 Euro pro Tag.
Nach § 23 Absatz 2 SGB V werden in anerkannten Kurorten, im Rahmen einer ambulanten Vorsorgeleistung, die Kosten des Kurarztes zu 100 % und der Kurmittel zu 90 % übernommen. Der Kostenträger kann einen Zuschuss für z. B. die Unterkunft, die Verpflegung und die Kurtaxe von bis zu 13 Euro pro Tag bewilligen. Für Kleinkinder kann ein Zuschuss in Höhe von 21 Euro hinzukommen. Bitte erfragen Sie vor Kurantritt, in welcher Höhe Ihre Krankenkasse einen Zuschuss bezahlt. Die Eigenbeteiligung beträgt 10 Euro pro Verordnung und 10 % der Kurmittel.

Sie können jederzeit eine private Kur, d. h. auf eigene Kosten (Selbstzahlerbasis), durchführen. Dabei setzt sich Ihr Eigenanteil aus den Übernachtungs- und Verpflegungskosten, 10 % der Anwendungen sowie der Rezeptgebühr zusammen. Die verordneten Anwendungen des Badearztes werden, bei medizinischer Notwendigkeit, zu 90 % von der Kasse erstattet.

Die Kur im Sozialrecht

Der traditionelle Begriff „Kur“ umfasst ein weit verzweigtes System von Vorsorge- und Krankheitsbehandlungen. Die gesetzliche Grundlage bieten die Sozialgesetzbücher.

Für Mitglieder der gesetzlichen Krankenkassen (GKV) und der gesetzlichen Rentenversicherung (GRV) sind vor allem die folgenden Formen von Bedeutung:

Rarr
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Stand: 06.08.19
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Angelegt am 27.03.2019

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