Das Schneehuhn

Vögel der Alpen

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Das Alpenschneehuhn ist bestens an die extremen klimatischen Bedingungen angepasst. Sie werden im Winter schneeweiß, im Sommer eher graubraun. Ihre sonst 9 mm langen Krallen wachsen während des Winters bis zu 11mm um die vereiste Schneedecke aufkratzen zu können, unter der sie nach Nahrung suchen. Auch ihre Nasen und Beine sind in der kalten Jahreszeit mit weichem Flaum und Federn überzogen. Die Hauptfeinde der Hühner sind Raubsäuger wie der Fuchs oder das Hermelin und Greifvögel (Habicht, Adler, Uhu).

Beschreibung

Das Schneehuhn ist 32,5 bis 39 cm lang, seine Spannweite misst 54 bis 65 cm.

Lebensraum

Ein Schneehuhn hält seinen Standort bzw. sein Revier strikt ein. Es lebt im Winter und während der Nistzeit in den Alpen über der oberen Baumgrenze bei 2000 bis 2500 Metern Höhe, im Sommer sogar auf über 3000m Höhe in Firnfeldern und auf Gletschern.

Ernährung

Das erwachsene Schneehuhn verzehrt vor allem Knospen und Kätzchen von Weidenarten, Blätter von Preiselbeeren, sowie Moorbeeren, Alpenrosen, Erika und Feldthymian.
Zu Beginn des Wachstums verzehren die jungen Küken viele Insekten und keimende, proteinreiche Pflanzen.

Fortplanzung

Mit Vollendung des ersten Lebensjahres beginnt die Geschlechtsreife und das Männchen sichert sich sein Territorium. Anfang Mai bis Anfang Juni herrscht Balzzeit. Durch das ausbreiten der Schwanzfedern und durch laute Rufe, ein langes knarrendes Geräusch, erlangen die Hähne die Aufmerksamkeit der Weibchen.
Ungefähr 2 Wochen vor dem Legen der Eier beginnt der Hahn Mulden in den Sand zu graben, aus denen sich die Weibchen die geeigneten aussuchen. Das Weibchen vertraut beim brüten ganz auf seine ausgezeichneten Tarnfarben, es rührt sich auch bei Gefahr nicht von der Stelle.

Besonderheiten

Trotz hoher Schwankungen bei den überlebenden Tieren ist das Schneehuhn das einzige einheimische Raufußhuhn das nicht bedroht ist – wahrscheinlich weil ihm der Mensch seinen unzugänglichen Lebensraum kaum streitig macht.

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