Drachen-& Gleitschirmfliegen

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Die Ausrüstung setzt sich im wesentlichen aus Gleitsegel, Gurtzeug, Rettungsgerät (Rundkappenfallschirm), Helm, festen Stiefeln, Handschuhen und warmer Kleidung zusammen.
Ein Gleitsegel besteht aus einer 24 bis 33 m² großen Kappe aus speziellem Nylon- oder Polyestertuch (luftdicht und reißfest) mit meist elliptischem Grundriß, ca 400 bis 700 Meter Leinen aus Dynema oder Kevlar und den Tragegurten. Die Gesamte Ausrüstung paßt in einen großen Rucksack und wiegt ca. 15 kg. Über die Bremsleinen kann man rechts und links die Hinterkante herunterziehen und damit eine Kurve einleiten. Die Fluggeschwindigkeit wird sowohl über die gleichzeitige Betätigung der Bremsleinen als auch durch den Einsatz von sogenannten Speedsystemen beeinflusst, bei denen meist über Beinstreckerseile und Umlenkrollen die einzelnen Tragegurtebenen so eingestellt werden, dass ein steilerer Anstellwinkel entsteht. Damit sinkt zwar der Gleitschirm schneller aber er kommt auch schneller voran. Das benutzt man z.B. bei starkem Gegenwind.

Hoch über Oberstdorf

Freunde des Drachen- und Gleitschirmfliegens finden in Oberstdorf beste Bedingungen vor. Eine entsprechende Schule vermittelt das nötige Wissen, um mit dem Grundkurs kleinere Höhen selbstständig zu fliegen oder mit dem Fortgeschrittenenkurs in alle Höhen aufzusteigen. Möchten Sie das Gefühl des „freien Flugs“ einmal testen, trauen sich aber nicht allein in die Lüfte? Dann ist ein Tandemflug mit einem routinierten Piloten genau das Richtige.
Die Anbieter finden Sie am Ende dieser Seite.

Fliegen Sie doch mal über Oberstdorf - dafür gibt es Gleitschirm-Flugschulen. Und wenn Sie es nicht lernen möchten und trotzdem fliegen wollen buchen Sie einen Tandemflug.

Start

Nebelhorn Probsthaus: SW-W, 1930m MSL.
Auffahrt mit der Nebelhornbahn bis Bergstation (Edmund-Probst-Haus). Startplatz liegt direkt unterhalb der Aussichtsterrasse. Im Sommer insbesondere bei Windstille anspruchsvoll. In der Regel steht der Wind gerade von vorn an, bei thermischen Bedingungen kann er nachmittags aber auch schon vom Gipfel herab blasen.
Für Fortgeschrittene, Anfänger nur mit FlugIehrerbegleitung.
Bei nur mittelprächtigem Flugwetter (z.B. zu tiefe Basis) kann ein Flug von hier durchaus lohnend sein. Nach dem Start führt der Flug zunächst geradeaus bis zum Abbruch zur Seealpe (hier trägt es schon meist), dann hält man sich links zum verlängertem Grat des Schattenbergs und sucht sich, den Grat entlangfliegend, eine Stelle zum Aufsoaren.

Nebelhorn Gipfel: O-SO-S-SW-W, 2220m MSL
Auffahrt mit der Nebelhornbahn bis Gipfelstation.
Der Startplatz Nebelhorngipfel befindet sich in anspruchsvollem, hochalpinen Gelände. Wegen der erhöhten Unfallgefahr ist dieser Startplatz nur von Piloten mit unbeschränktem Luftfahrerschein (B-Schein) zu benutzen. Doppelsitzerstarts vom DHV nur für Fluglehrer freigegeben. Beim Oststart Seilbahn beachten.
Der Startplatz direkt am Gipfelgrat mit Startrichtung Süd ist sehr steil! Hier ist auf sorgfältiges Leinensortieren zu achten, da ein Startabbruch kaum möglich ist. Ein zweiter Startplatz befindet sich 50m unterhalb der Gipfelstation auf dem breiten nach Süden abfallenden Grat. Hier startet man nach West oder auch nach Ost. Es gibt noch eine dritte Möglichkeit für einen Start, aber nur wenn kein Ski-Betrieb mehr ist und dennoch Schnee auf der Piste direkt neben der Gipfelstation liegt. Dann kann man nämlich von dort in Richtung Süden starten. Dabei kräftig laufen, denn es ist sehr flach.
Sehr guter Ausgangspunkt für Streckenflieger. Im Winter einer der besten deutschen Flugberge.
Nur erfahrene PiIoten mit souveräner Starttechnik.

Gaißfuß: SW-W, 1980m MSL
Auffahrt mit der Nebelhornbahn bis Bergstation, dann ca. 45min auf markiertem Weg zum Gaißfuß. Alpine Trittsicherheit erforderlich; im Winter unbegehbar. Sehr schöner Wiesenstartplatz, Windsack von der Bahn sichtbar. Am Nachmittag kann dort der Nordwind den Start unmöglich machen.
Startgelände für Anfänger geeignet, diese sollten jedoch früh starten, da im Sommer oft sehr starke Thermik ab 12 Uhr einsetzt.

Landung

Oberstdorf Oybele: 830m MSL.
In der Nähe der Nebelhornbahn liegt die Oybele-Wiese, ein schöner großer Landeplatz, der es unter thermischen Bedingungen allerdings in sich haben kann. Nach hinten verjüngt sich die Wiese leicht; der dadurch entstehende Düseneffekt ist spürbar, wenn man sich beim nachmittäglichen Landeanflug zu weit nach hinten versetzen läßt. Da der Talwind aus Nord am Nachmittag recht kräftig werden kann, baut man die Höhe am besten zwischen Seilbahn und Oybelefesthalle ab. Wenn es hier nach oben statt nach unten geht, weiter nach links, in Höhe der Talstation, die Höhe abbauen und nicht die Geduld verlieren. Für GS-Flieger ist eine Rechtslandevolte vorgeschrieben, deren Gegenanflug über die Festhalle hinweg am linken Rand der Landewiese entlang führt. Der Endanflug beginnt nach kurzem Queranflug in der hinteren Hälfte der Wiese.
Wegen Landeeinteilungs-Regelungen bitte die Infotafeln in der Nebelhornbahn oder am Landeplatz beachten. Achtung: Bei starkem Westwind im Tal Leegefahr im Oybele, dann besser eine Wiese weiter vor dem Hügel oder auf der großen Wiesenfläche bei den Skisprungschanzen landen.

Nebelhorn Seealpe: 1280m MSL
Großzügiges Landefeld bei der Mittelstation Nebelhornbahn. Wenn Schnee liegt, kann die südlich der Mittelstation Nebelhornbahn gelegene Wiese als Landeplatz genutzt werden. Während der Weideperiode Juni bis Mitte September können zeitweise jede Menge Kühe auf dem LandefeId grasen, eine Landung ist dann unerwünscht (von Notsituationen mal abgesehen).

Flugordnung im Fluggebiet Nebelhorn
Das Fluggebiet Nebelhorn befindet sich unmittelbar im Naturschutzgebiet "Allgäuer Hochalpen". Außerhalb des Gebietes - nördliche Begrenzung: Rubihorn, Geißfuß, Nebelhorn - südliche Begrenzung: Zeigersattel, Schattenberggrat - darf nur mit unbeschränktem Luftfahrerschein und mit einem Nummernkennzeichen am Fluggerät geflogen werden.
Hangabstand von mindestens 100m ist einzuhalten im Wildeinstandsgebiet Seealpe.
Flugverbote südseitig unterhalb Grathöhe Seekopf-Gipfelkreuz bis Schattenberg-Gipfelkreuz ganzjährig, und nur vom 1. Nov. bis 30. April entlang der Linie Hahnenkopf - Riffenkopf - Nordwestgrat.

Besonderheiten
Das Nebelhorn ist ein echter Thermikhammer. Die Ausgangshöhe ist für das Allgäu mit 2200m MSL sehr hoch, so daß man auch im Sommer, wenn im Tal nur noch stabile Luft vorzufinden ist, noch einen Einstieg findet. Von Vorteil ist dabei, daß die Thermikquelle, ein Hochtal, das sich von der Seealpe (Mittelstation) bis zum Edmund-Probst-Haus zieht, über 1300m MSL liegt. Zudem hat man auch in der thermikreichen Jahreszeit genug Zeit zu starten, da es wegen der hohen Lage des Gipfelstartes lange dauert, bis der bayerische Wind diesen übersteigt und am SW-Startplatz Rückenwind einsetzt. In der thermikarmen Jahreszeit ist die Südausrichtung sowieso von Vorteil. Somit ist man am Nebelhorn eigentlich das ganze Jahr über richtig.
Mit dem Schattenberg hat man noch einen Hang im Gleitwinkelbereich, an dem man im Talwind / bayerischen Wind aufsoaren kann. Daß man am Gipfel noch recht lang nach SW starten kann, sollte nicht darüber hinwegtäuschen, daß der bayerische Nordwind trotzdem mit Sicherheit in der thermischen Jahreszeit auftritt und an allen tiefer gelegenen Südhängen ein kräftiges Lee erzeugt (z.B. Schattenberg Südseite).
Wie nicht anders zu erwarten, hat das Nebelhorn einige Haken. Einmal die Kosten: Mit Bahn, Landekarte und Parkplatzgebühren ist man für einen Flug 20 Euro los. Der zweite Nachteil ist, daß der Gipfelstartplatz (3. Sektion), an dem man die ganzen Vorteile des Nebelhorns auskosten kann, dermaßen steil ist, daß man ihn nicht als Startplatz sondern als Abschußrampe bezeichnen muß (B-Schein-Pflicht).
Es gibt jedoch drei Ausweichstartplätze:
Einmal an der Bergstation (2. Sektion, Probsthaus), ein West-Startplatz. Nachteile: Man hat unter Umständen Einstiegsprobleme und ein Start ist nicht so früh möglich wie am Gipfel (außer bei übergeordnetem Westwind).
Der zweite liegt am Gaißfuß und geht direkt nach Süd. Diesen Startplatz muß man sich jedoch mit 1h Gehzeit von der 2. Sektion aus verdienen und man sollte nicht zu spät ankommen, sonst war der Weg wegen des einsetzenden Nordwindes umsonst.
Der dritte Startplatz liegt 50m unter der Gipfelstation, geht nach Ost oder West, ist aber leider meist nicht optimal angeströmt (B-Schein).

GPS-Daten
47 25 N 10 20 O - Startplatz
47 24 N 10 19 O - Landeplatz

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