Sicherheit

Sicherheit in den Bergen!

gefällt mir
5 Minuten

Eine gute Ausrüstung sowie eine nüchterne Einschätzung der Gefahren und des eigenen Könnens, bereits bei der Tourenplanung sind die Basis für sicheres Bergsteigen.

  • Im Wesentlichen
    Wer sich in den Bergen an einige, entscheidende Verhaltensregeln hält, ist sicherer unterwegs. Dabei sollte man vor allem die alpinen Gefahren und das Wetter in den Bergen niemals unterschätzen! Auch eine Fehleinschätzung von Entfernungen und Höhenmetern, die in den Bergen oft um ein vielfaches strapaziöser sein können als im Flachland, ist zu vermeiden. Im Zweifel gilt es stets etwas zu vorsichtig zu planen. Wer seine persönlichen Fähigkeiten überschätzt begeht einen großen Fehler, der in den Bergen gerade von Anfängern allzu gerne gemacht wird. Bergsteigen ist für viele Ungeübte eine extreme und ungewohnte Belastung des Körpers. Auch körperlich gut Trainierte, müssen sich erst einmal an die ungewohnten Bewegungsabläufe, die anstrengenden Höhenmeter und die stets abgeforderte Konzentration im alpinen Gelände gewöhnen.
  • Grundregeln für richtiges Verhalten in den Bergen!
    1. Die ersten Tage des Bergurlaubs langsam angehen und sich an die Höhenluft gewöhnen.
    2. Wegstrecken eher defensiv planen, kalkulieren Sie Zeit für ausgiebige Pausen ein.
    3. Schätzen Sie ab, ob die Tour für alle Teilnehmer mit Genuss zu schaffen ist.
    4. Achten Sie auf die Tageszeiten & eine rechtzeitige Rückkehr vor Einbruch der Dunkelheit.
    5. Überlegen Sie frühzeitig aufzubrechen; dies gilt vor allem bei sehr langen Wanderungen (über 8 Stunden), unklaren Wetteraussichten, starker Tageserwärmung und Gewitterneigung am Nachmittag.
    6. Erkundigen Sie sich im Vorfeld genau über das Wetter und nehmen Sie die Ankündigungen von Kaltfronten, Gewittern oder Schneefall (auch im Hochsommer!) ernst!
    7. Informieren Sie Angehörige, Hüttenwirte (Hüttenbuch!), oder Vermieter über Tourenverlauf und voraussichtliche Rückkehrzeit. Sollten Sie Ihre Pläne bei einer Tour ändern (z.B. Hüttenübernachtung) informieren Sie unbedingt die betreffenden Personen im Tal.
    8. Wenn Sie unerfahren sind machen Sie Ihre ersten alpinen Gehversuche mit örtlichen Wander- oder Bergführern bzw. erfahrenen Begleitern.
    9. Bleiben Sie auf den markierten Wegen, vermeiden Sie Abkürzungen.
  • Alpine Gefahren:
    Von objektiven Gefahren die vom Gebirge ausgehen, haben viele schon einmal gehört. Vor allem Steinschlag, Absturzgefahr und Wettererscheinungen (wie bspw. Kälte, Gewitter, Nebel) sind vielen geübten Bergsteigern geläufig. Auch Wechten, Lawinen, Gletscherspalten oder die Dunkelheit können in den Bergen eine Bedrohung darstellen. Subjektive Gefahren die vom Menschen selbst verursacht werden, können gleichermaßen gefährlich sein, werden oft aber nicht bewusst wahrgenommen. Hier führen unzureichende Ausrüstung, eine ungenügende Kondition, persönliches Unvermögen (keine Vorbildung, zeitlich falsche Tourenplanung) und vor allem mangelhafte Erfahrung (Leichtsinn, Selbstüberschätzung) teilweise zu schwerwiegenden Konsequenzen!
  • Sorgfältige Planung
    Planen Sie Bergtouren immer nach dem schwächsten Teilnehmer! Erkundigen Sie sich mithilfe von Wanderkarten, Führerliteratur und dem Internet vorab über Länge, Höhendifferenz, Schwierigkeitsgrad und Gefahrenstellen! Dabei bereits nach möglichen Varianten oder Alternativen auszuschauen ist empfehlenswert! Achten Sie kurzfristig davor, insbesondere auf die aktuellen Witterungs- und Wegverhältnisse. Greifen Sie bei unklaren Schwierigkeitseinstufungen auf mehrere Informationsquellen zurück!
  • Gehzeiten
    Bei den Zeitangaben handelt es sich um durchschnittliche Gehzeiten. Je nach körperlicher Verfassung der Tourengeher können die Zeiten über- bzw. unterschritten werden. (Flache bis leicht ansteigende Wegstrecken ca. 4 - 6 km in der Stunde, steilere Anstiege z.B. bei Bergsteigen 300 - 400 Höhenmeter in der Stunde.)
  • Bleiben Sie auf markierten Wegen!
    Wer markierte Wege im Gebirge verlässt, erhöht das Absturz und Steinschlagrisiko. Gerade bei schlechten Sichtverhältnissen kann es sehr schnell zu einem Verlust der Orientierung kommen. Insbesondere sollte man bei Nebel oder auf Altschneefeldern darauf achten, den richtigen Weg zu behalten!
  • Denken Sie an den Rückweg!
    Schwierige oder ausgesetzte Abschnitte sind in der bergauf Bewegung oft noch einfacher zu begehen! Denken Sie hier bereits aber an den Rückweg! Ist ein einfacherer Alternativabstieg geplant, werden Sie diese Stelle nicht mehr wiedersehen. Falls schon, sollten Sie daran denken, dass der identische Abschnitt bergab und unter Umständen bereits nach einigen verbrauchten Konditions- und Konzentrationsreserven um ein vielfaches schwieriger werden kann. Im Zweifel schafft Umkehr Sicherheit!
  • Verhalten beim Bergunfall
    Ruhe bewahren und überlegt handeln. Erste Hilfe nach besten Wissen und den eigenen Möglichkeiten leisten, Improvisation ist besser als gar nichts tun!
    Was man immer tun kann;
    a) Notfallmeldung abgeben
    b) Verletzen aus Gefahrenzone bringen, situationsgerecht lagern
    c) Verletzen intensiv betreuen, zuwenden, nicht alleine lassen
  • Die 5 W`s der Alamierung
    W er meldet (Name + Rückrufnummer)
    W as ist passiert (Art & Schwere der Verletzung)
    W o ist es passiert (möglichst genaue Ortsangabe)
    W ieviele Verletzte (Anzahl der Verletzten, Beteiligten)
    W ann ist der Unfall passiert (auf Nachfragen ruhig und überlegt antworten)

Nach dem Absetzen eines Notrufes mit dem Handy nicht telefonieren, um die Verbindung für Rückfragen der Einsatzkräfte frei zu halten.

Notrufnummer in den Allgäuer Alpen: deutschlandweit / europaweit: 112
(Achtung Funklöcher!)

Bergschuhe

Feste, knöchelhohe Bergschuhe mit einer guten Profilsohle gehören in den Bergen für jeden zur alpinen Grundausrüstung! Auch der geübteste und erfahrenste Bergsteiger vermindert dadurch das Verletzungsrisiko! Bei einer geplanten Mehrtagestour sollten die Bergschuhe unbedingt davor eingelaufen werden!

Schwindelfreiheit

Schwindelfreiheit, exakt zu definieren ist schwierig. Jemand der schwindelfrei ist, leidet nicht unter der krankhaften Höhenangst und ist darüber hinaus auch nicht besonders anfällig für den sogenannten Höhenschwindel. Der Höhenschwindel setzt von Person zu Person unterschiedlich ein und hat darüber hinaus ungleich schwere Symptome. Während Personen mit Höhenangst auf keine Leiter steigen können, bekommen andere nur ein beklemmendes Gefühl wenn Sie sich direkt auf einem exponierten Grat der auf zwei Seiten abfällt oder auf einem – im Wind schwankenden – Aussichtsturm befinden. Dabei reichen die Anzeichen für den Höhenschwindel von einer instabilen Körperhaltung bis hin zu Angstgefühlen oder unwillkürlichen Symptomen wie einem Schweißausbruch oder dem im Oberallgäu sogenannten „Knieschnaggler“! Bergsteiger die von einem der vegetativen Symptome betroffen sind sollten sofort umkehren und weniger ausgesetztes Gelände aufsuchen!

Trittsicherheit

Zur Trittsicherheit gehört ein stets dem Gelände und den Wegverhältnissen angepasstes, sicheres und selbstbewusstes Gehen. Dabei ist die Konzentration während des Auf- oder Abstieges immer auf den Weg selbst und mögliche Tritte oder auch Gefahrenstellen (bspw. nasses Unterholz) gerichtet. Vor allem Müdigkeit oder Erschöpfung und ein - dem eigenen Können - nicht angepasstes Tempo, kann sich negativ auf die Konzentration und damit auf die Trittsicherheit auswirken. Durch achtsames Bergsteigen vermeidet man darüber hinaus das Lostreten von losem Gestein, dass andere Bergsteiger gefährden könnte. Wer die Aussicht genießen möchte oder etwas aus dem Rucksack benötigt, bleibt vorher an einer dafür geeigneten Stelle stehen! Bergschuhe erhöhen grundsätzlich die Trittsicherheit!

Alpine Erfahrung

Die richtige Einschätzung von Gefahrenstellen, eine entsprechend darauf folgende, korrekte Reaktion (Schneebrücken, Steinschlaggefahr) und eine entsprechende Vor- oder Ausbildung für richtige Verhaltensweisen im hochalpinen Gelände (bspw. beim Überqueren von Altschneefeldern im Steilgelände) gehörten ebenso zur alpinen Erfahrung wie eine korrekte Einschätzung der im Gebirge sehr lokalen Wetterverhältnisse (Gewittergefahr, Nebel) und der richtigen Schlussfolgerung daraus.

Ausrüstung

Funktionstüchtige, zweckmäßige Ausrüstung ist die Grundlage

Ausrüstung

Funktionstüchtige, zweckmäßige Ausrüstung ist neben entsprechender Erfahrung und Kondition die wichtigste Grundlage für sicheres und genussvolles Bergsteigen!

Mit Kindern am Berg

Spielerisch, spannend und gefahrlos Berge entdecken

Kinder

Spielerisch, spannend und gefahrlos die Berge entdecken! Das setzt ein hohes Maß an Verantwortung und Erfahrung der erwachsenen Begleiter voraus!

Enzian

Bewusster und rücksichtsvoller Umgang

Natur

Immer mehr Menschen sehnen sich nach intakter, unberührter Natur – es ist höchste Zeit auch bewusst und rücksichtsvoll mit Ihr umzugehen!

Sonnenaufgang

Das Wetter spielt eine entscheidende Rolle

Wetter

Das Wetter spielt im Gebirge eine entscheidende Rolle! Es bestimmt über mögliche Begehungen, beeinflusst Wegverhältnisse und kann schnell zur Gefahr werden!

Fiderepasshuette

Was Hüttengäste wissen sollten!

Hüttengäste

Aufgrund der extremen Bedingungen im Gebirge, der erschwerten Transport- und Kommunikationswege sollten Schutzhütten nicht mit Hotels verglichen werden!

Trettachanflug

Bergretter verrichten ihren Einsatz ehrenamtlich.

Bergwacht

Seit Ihrer Gründung 1923 hilft sie Menschen, die in den Allgäuer Alpen rund um Oberstdorf in Bergnot geraten. Dabei verzeichnet Sie eine der größten Einsatzzahlen alpenweit!

Fragezeichen

Fragen/Antworten

Hier finden Sie in Kürze häufig gestellte Fragen, die auf der Homepage sonst nicht beantwortet werden und die Antworten darauf!

Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser

Um die Website optimal darstellen zu können, benötigen Sie einen aktuellen Browser.
Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser.

Downloadlinks

×