Geologie

der Allgäuer Alpen

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Die vielfältige und einzigartige Tier- und Pflanzenwelt sowie die beeindruckende Gebirgslandschaft der Allgäuer Alpen basiert auf deren geologischem Aufbau.

  • Einst unter Wasser entstanden

Die Allgäuer Alpen gehören zu den nördlichen Kalkalpen. Ihr faszinierender Reichtum im Gesteinsaufbau und das daraus folgende, vielfältige Landschaftsbild sind außergewöhnlich. Die ebenfalls darauf basierende Flora gehört zu den vielfältigsten im gesamten Alpenraum. Besonders beeindruckend sind die steilen Grasberge der Aptychenschichten mit ihren nahezu senkrechten Grashängen bis zum Gipfel. Das Karstgebiet des Hochifens und Gottesackerplateaus ist weit über die Grenzen der Allgäuer Alpen hinaus, ein geologischer Höhepunkt! Der überwiegende Anteil der heutigen Gesteinsschichten ist zu verschiedenen Zeiten aus Schlammablagerungen des unterschiedlich tiefen Meeresbodens entstanden.

  • Das Geheimnis liegt unter der Erde

Das geologische Fundament der Allgäuer Alpen lässt sich in zwei Stockwerke unterteilen. Der tief im Erdreich liegende Stock setzt sich aus den Gesteinsschichten Kalkalpin (Hauptdolomit), Flysch, Helvetikum und Molasse zusammen, die in jeweils unterschiedlichen Zeitaltern entstanden sind. Das darüber liegende Stockwerk besteht aus lockeren Ablagerungen der letzten Eiszeit und bedeckt die unterhalb liegenden Schichten. Aus diesem Grund kommen die tieferen Erdschichten meist nur in Tobeln, Steilhängen, Felswänden oder in den Gipfelbereichen ans Tageslicht.

  • Die Allgäuwendung

Der Hauptdolomit des Kalkalpin ist die höchste Gesteinsschicht der Allgäuer Alpen. Alle felsig, massiven Berggipfel am zentralen Hauptkamm bestehen daraus. Die Zone des Kalkalpin verläuft in den gesamten bayerischen Alpen recht nah an der Nordseite des Gebirges. Im südlichen Illertal biegt die Gesteinszone plötzlich nahezu 30km in Richtung Süden ab und führt anschließend weiter zum Hochgebirge am Ende des Rheintales. Diese markante geologische Verwerfung ist bei Profi- und Hobbygeologen als „Allgäuwendung“ bekannt.

Bockkarkopf

Der Hauptdolomit

Einst unter Wasser und in der Erde ist das Gestein heute, dem Himmel so nah! Dabei ist es heute nahezu genauso lebensfeindlich wie vor langer Zeit!

Saftig grüne Wiesen

Fleckenmergel

Der Grundstock der Allgäuer Alpen. Basis für ein Paradies an außergewöhnlichen Tier- und Pflanzenarten, einst und heute!

Feuchtwiesen am Schlappoldsee

Flysch

Alles andere als stabil! Durch Ihre Verwitterungseigenschaften bringt das Gestein sanftere Geländeformen und botanisch eindrucksvolle Feuchtwiesen hervor.

Rappensee

Gletscherschliff

In erdgeschichtlich jüngster Zeit, formten Gletscher die Berge und Täler der Allgäuer Alpen und des bayerischen Alpenvorlands zu Ihrer heutigen Gebirgsform.

Gottesackerwände

Helvetikum

Eine Gesteinszone mit bewegter Vergangenheit. In der heutigen Zeit bringt sie geologische Besonderheiten hervor, die so alpenweit sehr selten sind!

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