Alpensteinbock

Quer durch die Allgäuer Alpen

gefällt mir
5 Minuten

Steinbocktour

Durchquerung der Allgäuer Alpen. Heute über saftig grüne Viehweiden, morgen über felsige Berggipfel. Mal vorbei an ursprünglichen Sennalpen, mal über blumenreiche Bergmatten!

Allgäuer Hochalpen - Ein Geschenk der Natur

Basierend auf dem geologischen Reichtum, besitzen die Allgäuer Alpen eine, alpenweit außergewöhnliche Arten- und Pflanzenvielfalt. Bei einer Mehrtagestour entlang des Allgäuer Hauptkammes gibt es diese abwechslungsreiche Fülle an Tier- und Pflanzenarten inmitten beeindruckender Gebirgslandschaft, jeden Tag aufs Neue zu bewundern! Die insgesamt 60km zusammenhängenden Höhenwege der Steinbocktour oder auch Allgäu Querung genannt, verbinden die facettenreichen Gipfel des Allgäuer Hauptkammes zu einem besonderen Bergerlebnis!

Ideal für unterschiedliche Urlaubsinteressen

Oberstdorf ist zentraler Ausgangs- und Endpunkt dieser Mehrtagestour. Dabei kann auch von jeder Schutzhütte unterwegs, nach Oberstdorf zurück abgestiegen werden. Anderenorts oft schwierig zu organisierende oder zeitraubende Rücktransfers sind überflüssig.

Die Steinbockroute kann individuell aus einer Vielzahl an Hüttenanstiegen und Verbindungsvarianten zusammengestellt, verkürzt oder verlängert werden.

Der Alpensteinbock - eine Ziegengattung

In den Allgäuer Alpen besteht eine der größten Steinbockpopulationen Deutschlands. Genau genommen sind es hauptsächlich zwei größere Steinbockherden, die sich untereinander allerdings noch nie gesehen oder gar vermischt haben. Die Steinbockroute oder auch Durchquerung der Allgäuer Alpen, führt unter anderem mitten durch das Revier des Alpensteinbocks.
Dass man Steinböcke zu sehen bekommt oder auf Tuchfühlung mit Ihnen geht ist so gut wie garantiert! Unter Umständen kann es sogar passieren, dass man Ihnen auf einigen wenigen Metern ausweichen muss, wenn Sie es sich gerade mal auf einem Weg gemütlich gemacht haben. Sie werden sehen, dass der Namen für die Mehrtagestour sehr treffend gewählt wurde! Genauso hätte er allerdings auch Murmeltierrally, Adersteig, Enziantour oder Edelweißpfad getauft werden können.

Von einfach bis sehr anspruchsvoll

Technischer Schwierigkeitsgrad und konditioneller Anspruch steigern sich im Tourenverlauf. Dabei bildet die Begehung des Heilbronner Höhenweges, technisch gesehen den signifikanten Höhenpunkt. Konditionell wird es bei einer Verlängerund der Steinbockroute zwischen der Kemptner-Hütte und dem Prinz-Luitpold-Haus am anspruchsvollsten!

Die Tagesetappen variieren zwischen überschaubaren 3 bis 4 Stunden Gehzeit in den ersten Tagen bis hin zu 8 Stunden am Tag, während den letzten Hüttenverbindungen auf der Verlängerung. Nach den ganz kurzen Tagesetappen ist es möglich, nachmittags noch die eine oder andere kurze Gipfeltour zu unternehmen. Bei den Zeitangaben handelt es sich um durchschnittliche Gehzeiten. Je nach körperlicher Verfassung der Tourengeher können die Zeiten über- bzw. unterschritten werden. (Flache bis leicht ansteigende Wegstrecken ca. 4 - 6 km in der Stunde, steilere Anstiege z.B. bei Bergwanderwegen 300 - 400 Höhenmeter in der Stunde.)

Eckdaten der Tour

Der niedrigste Punkt der Mehrtagestour liegt auf 1.552 m, am Ende des Rappenalptals zwischen dem Schrofenpass und der Mindelheimer Hütte. Das "Hohe Licht" mit 2.651m stellt die höchste Stelle der Allgäu-Durchquerung dar. Eine Begehung des Heilbronner Höhenweges zwischen der Rappenseehütte und dem Waltenberger Haus ist sicherlich der landschaftliche und alpinistische Höhepunkt dieser Mehrtagestour. Allerdings stellt er als Tagesetappe auch die technisch höchsten Anforderungen und verbindet die einfacheren Tagesetappen der ersten Tage mit den konditionell anspruchsvolleren aber technisch wieder einfacheren Hüttentouren gegen Ende der Allgäu Durchquerung, ohne echte Alternative!

Der Natur zuliebe!

Sollten Sie mit Ihrem eigenen PKW anreisen, stellt der Parkplatz P2 am Ortseingang die sinnvollste Abstellmöglichkeit dar. Unabhängig wie weit Sie die Allgäuquerung durchführen, befindet sich der Parkplatz in der zentralsten Lage. Der Abstellplatz ist nur wenige Gehminuten vom Busbahnhof entfernt.

Dieser bildet den zentralen Abfahrts- und Ankunftspunkt für sämtliche Linien in die Seitentäler, in das Naturschutzgebiet und zu den benachbarten Gemeinden.

AUSRÜSTUNG

Über alpine Grundvoraussetzungen hinaus, sind absolute Trittsicherheit, Schwindelfreiheit und sehr gute, alpine Kondition unentbehrlich. Die ersten Etappen am Anfang der Tour haben einen allgemein einfacheren Schwierigkeitsgrad. Gerade für die anspruchsvolleren Etappen am zentralen Allgäuer Hauptkamm ist darüber hinaus alpine Erfahrung empfehlenswert.

Bitte beachten

Bitte beachten: Die gesamte Route der Allgäu Durchquerung führt durch das Naturschutzgebiet der Allgäuer Hochalpen mit einer außergewöhnlichen Vielfalt an seltenen und geschützten Tier- und Pflanzenarten. Bitte bleiben Sie aus Rücksicht auf die Natur auf den markierten, beschilderten Wanderwegen und nehmen Sie Ihren Abfall wieder mit ins Tal. Sie tragen damit wesentlich zum Naturschutz bei und erhalten diese schützenswerte Bergwelt auch für Ihre Nachkommen! Bitte beachten Sie: das Pflücken geschützter Blumen, Feuer machen, zelten oder Fahrrad fahren auf dafür nicht vorhergesehenen Wegen ist im Naturschutzgebiet verboten!

BEMERKUNGEN

Die beste Zeit für eine Durchquerung der Allgäuer Alpen ist zwischen Anfang Juli und Ende September. Zu diesem Zeitpunkt sind normalerweise auch die hochalpinen Verbindungswege (vor allem der Heilbronner Höhenweg) unter sommerlichen Normalverhältnissen begehbar. In den Gewittermonaten gilt es insbesondere die tageszeitliche Erwärmung und die damit ansteigende Gewittergefahr zu beachten! Bei unsicheren Verhältnissen sollten Bergtouren, Tagesetappen oder Hüttenanstiege danach geplant werden!

BESONDERHEITEN

Alle Schutzhütten entlang des Weges sind witterungsbedingt von ca. Anfang / Mitte Juni bis Anfang / Mitte Oktober geöffnet und bieten gemütliche Übernachtungsmöglichkeiten, teilweise Bettenlager, sowie hervorragende, abwechslungsreiche Verpflegung.

Tag 1: von der Fellhornbahn zur Fiderepasshütte

Die klassische Route führt von einer beliebigen Station der Fellhornbahn über Kühgung zur Fiderepasshütte. Hier werden darüber hinaus die gängigsten Varianten dargestellt.

Fellhorngrat

Fiderepasshütte über Fellhorngrat

Diese Aufstiegsvariante stellt erhöhte Ansprüche an Kondition und Schwindelfreiheit, belohnt aber mit einem der schönsten Gratwanderungen in den Allgäuer Alpen.

Wildental

Fiderepasshütte über Kuhgeren

Die vielen Ausblicke in das Kleinwalser- und Wildental machen den technisch sehr einfachen Hüttenanstieg zu einer landschaftlich prächtigen Erfahrung.

Wasserfall Wildental

Fiderepasshütte über Wildental

Diese Aufstiegsvariante durch das malerische Wildental kombiniert ein landschaftliches Erlebnis mit einem vor allem technisch sehr einfachen Hüttenanstieg.

Tag 2: Über die Fiderescharte zur Mindelheimer Hütte

Abhängig von den persönlichen Fähigkeiten, der Erfahrung und Ausrüstung sowie den eigenen Vorlieben stehen zwei Varianten zur Verfügung! Ideal für Gruppen mit unterschiedlichen Leistungsmerkmalen!

Luftig unterwegs

Mindelheimer Klettersteig

Bei einer Überschreitung einer der schönsten und beliebtesten Eisenwege in den Nordalpen sind phänomenale Ausblicke und pures Klettersteigerlebnis garantiert

Blick ins Oberallgäu

über Krumbacher Höhenweg

Diese Hüttenverbindung ist eine der einfachsten in den Allgäuer Alpen. Der Übergang über die Fiderescharte garantiert dennoch ein unvergessliches Bergerlebnis

Tag 3: Hoch über dem Rappenalptal

Alternativ zur Hüttenverbindung über den Schrofenpass und das Mutzentobel ist der Abstieg bis zur Schwarzen Hütte im Rappenalptal und der anschließende Anstieg über den Eselsweg zur Rappenseehütte möglich!

Abstieg zur Schwarzen Hütte

Oberschenkeltraining

Eine ähnlich reizvolle Verbindungsvariante zur Rappenseehütte für nicht Schwindelfreie aber konditionell und Oberschenkel geübte Bergsteiger.

Rappenalptal

Schrofenpass und Mutzentobel

Eine technisch anspruchsvolle und zugleich landschaftlich beeindruckende Hüttentour hoch über dem idyllischen Rappenalptal

Tag 4: Über den Heilbronner Weg und die Schwarze Milz

Mit einem Abstecher und der Übernachtung auf dem Waltenberger Haus ist diese anspruchsvolle Tagesetappe abkürzbar. Mit den Wegen über die Socktal- und Bockkarscharte, existieren zwei Notabstiege für den Bedarfsfall.

Bockkarkopf

Bockkarscharte

Der Aufstieg zur bekanntesten Scharte in den Allgäuer Alpen ist schroff, steil und konditionell anspruchsvoll, aber auch imposant und erlebnisreich.

Bockkarscharte und - kopf

Heilbronner Weg bis Bockkarscharte

Der Heilbronner Weg gehört zu den schönsten Höhenwegen alpenweit! Allerdings zählt er auch zu den technisch und konditionell schwersten in den Allgäuer Alpen.

Bockarscharte

Vom Bockkar zur Kemptner Hütte

Das Gipfelpanorama sowie die vielseitige Flora und Fauna bieten pures Bergerlebnis! Einmal oben angekommen, ist der Weg technisch nicht mehr allzu schwierig.

Tag 5: Von der Kemptner Hütte nach Oberstdorf

Aufstiegsbeschreibung über das Sperrbachtobel - für den Abstieg bitte umdenken!

Tag 6 (Verlängerung) : Über den Eissee zum Prinz-Luitpold-Haus

Konditionell anspruchsvolle Verlängerung der Steinbockroute

Eissee

Inmitten der Höfatsgruppe

Die konditionell wohl anspruchsvollste Hüttenverbindung in den Allgäuer Alpen entschädigt durch einen überaus abwechslungs- und aussichtsreichen Wegverlauf!

Tag 7 (Verlängerung): Über das Laufbacher Eck zum Edmund-Probst-Haus

Nebenkämme

Hoch über dem Oytal

Bergschuhe, Trittsicherheit, eine gesunde Kondition und Schwindelfreiheit – Das ist der Preis für einen der schönsten, alpinen Höhenwege in den Allgäuer Alpen.

Vom Edmund-Probst-Haus nach Oberstdorf

Achtung Aufstiegsbeschreibung! - Für den Abstieg bitte umdenken!

Blick vom Gleitweg ins Oytal

Über den Gleitweg

Der in jeglicher Hinsicht sehr anspruchsvolle Hüttenanstieg verspricht eine exponierte Wegführung, eindrucksvolle Tiefblicke und landschaftliche Höhepunkte.

Oberer Gaisalpsee

Über die Gaisalpseen

Der mittelschwere Anstieg über die Gaisalpseen hat konditionell seinen Anspruch, belohnt jedoch mit einer überaus reizvollen und abwechslungsreichen Landschaft.

Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser

Um die Website optimal darstellen zu können, benötigen Sie einen aktuellen Browser.
Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser.

Downloadlinks

×